Das Shanti & Feng Shui - Ein persönlicher Erfahrungsbericht
In dem wunderschönen Kurort Bad Meinberg gelegen befindet sich Europas größtes Yoga Seminarhaus „Yoga Vidya“. Bis zu 1.500 Seminare mit dem Schwerpunkt Yoga finden hier jedes Jahr statt. Der gemeinnützige Verein kaufte im Jahr 2009 die auf dem Gelände befindliche ehemalige Parkklinik auf. Mit dem Neuerwerb verdoppelte sich nahezu die Fläche von Yoga Vidya Bad Meinberg - somit wurde es das größte Yoga Zentrum außerhalb von Indien. An dem neuen Standort werden Seminare und Kongresse von Gastgruppen stattfinden.
Ich hörte von dem Kauf der Klinik und bewarb mich darum, das Feng Shui des Ortes zu überprüfen und zu gestalten. Das Projekt Shanti ist ein Ort, der dazu dienen soll, Friedensenergie in die Welt zu tragen. Diese Idee hat mich sehr bewegt. Bereits bei meinem ersten Besuch empfand ich eine Verbundenheit und Vertrautheit mit dem Ort und den Menschen. Seit mehr als einem Jahrzehnt mit den tiefen Einblicken des Feng Shui vertraut, wußte ich, daß ich hier entscheidend auf den Erfolg des Unternehmens einwirken könnte. Meine erste Begegnung verlief sehr positiv und ich war sehr beeindruckt, wie weitläufig das Gelände und das darauf befindliche Gebäude ist. Da ich schon bei meinem ersten Rundgang Messungen mit dem Luo Pan Kompaß vornahm, wußte ich bei meinem zweiten Besuch, wie es sich mit der energetischen Qualität des Gebäudes verhielt.
Ich traf mich mit Projektleiterin Surya Thelen und der Innenarchitektin Jeannette Schabbing. Außerdem kamen Christine Rokahr für die künstlerische Seite und Marlen Schwarz als Landschaftsarchitektin für die Gartengestaltung mit ins Boot.
Schnell kristallisierte sich heraus, daß wir alle auf einer Wellenlänge schwangen und den Erfolg des Unternehmens Shanti wollten. Die Schwierigkeit bei der Beurteilung des Hauses nach Feng Shui waren die vielen Gebäude, die miteinander verbunden sind und so kein einheitliches Bild abgaben. Als erstes galt es den Eingangsbereich zu gestalten, dieser war anscheinend als letztes angebaut worden. Hier handelte es sich um einen vorwiegend aus Glas gehaltenen Bau mit einem übergroßen Vordach, welches direkt in den Eingang hineinragte. Die Innenräume waren durch ein Glasdach lichtdurchflutet und der Fliesenboden wirkte kühl und steril. Die ehemalige Rezeption befand sich an der Seite rechts neben dem Eingang und Haupt- und Hintereingang lagen gegenüber. Meine Messungen mit dem Luo Pan Kompaß ergaben bei dem Eingang eine Nord 2 Ausrichtung, der für ein spirituell ausgerichtetes Unternehmen ideal ist. Doch der gegenüberliegende Hinterausgang und Zugang zum angrenzenden Garten ließ diese positive Situation schwinden, denn das gute Qi konnte sich somit im Eingang nicht sammeln. Des weiteren wirkte der Eingang wenig einladend und erdrückend und durch die nördliche Qualität eher dunkel. Hier hieß es die guten Energien zu sammeln und das Negative zu entfernen. Meine Idee: Der Eingang sollte von dem übergroßen Vordach befreit werden und somit eine Öffnung für das Haus darstellen. Von Außen könnte der brachliegende Springbrunnen aktiviert werden, um von dort die Aufmerksamkeit und das Qi zum Eingang zu lenken. Gerade im Außenbereich könnten viele Landschaftsformeln künstlich gestaltet werden, um aus nach dem Eingang ausgerichteten Wegführungen Unterstützung nach Innen zu befördern. Gerade die Qualitäten von Außen erhöhen das Wohlfühlgefühl im Innenbereich und sind entscheidend für den Erfolg des gesamten Projektes. Die kantigen Ecken der jetzigen Steinsetzung (Wege, Parkplatz) sollten abgerundet oder durch gezielte Pflanzensetzung unsichtbar gemacht werden. Die Kanalisationsdeckel am Eingang laden das Qi des Ortes mit negativer Qualität an, diese sollten durch Pflanzenkübel verdeckt werden. Der innere Durchfluß sollte durch die geschickte Plazierung der Rezeption gemildert werden. Außerdem sollten hereinkommende Gäste sofort den Ansprechpartner an der Theke sehen und so ein herzliches Willkommen empfinden. Die beste Richtungsenergie für die Mitarbeiter zum Arbeiten und Schreiben sollte der Norden sein, allerdings kann die ideale Ausrichtung auch auf jeden einzelnen Mitarbeiter abgestimmt werden. Da jede Himmelsrichtung andere Qualitäten besitzt, wird diese entsprechend für jeden Mitarbeiter individuell bewertet. So können alle Mitarbeiter und Bewohner des Projekts Shanti profitieren, denn wird der Raum entsprechend der Person zugeordnet, wird das ganze Unternehmen durch die Leistungsstärke und auch das positive Miteinander profitieren. Entscheidungen werden schneller getroffen und die Arbeitsgänge können durch das kraftvolle Wirken der persönlichen Ausrichtung erleichtert werden.
Wichtig bei der Raumgestaltung war es auch, die sehr kühlen und metallischen–gläsernen Strukturen zu brechen und mehr Gemütlichkeit und Wärme in den Raum zu bringen. Desweiteren sollten die großen Glasfronten mit Stoffbahnen versehen oder durch Milchglas ersetzt werden, damit ein geschützter Rahmen für Mitarbeiter und Kunden entstehen kann. Hier vor allem hat Jeannette Schabbing ein wunderschönes Raumkonzept entworfen und mit dem exklusiven Möbelhaus Bretz eine schöne Auswahl an bequemen einladenden Sofas und Sitzgelegenheiten ausgewählt. Die vorherrschenden Farben sollten sich im lila-, magenta-, curry- und in einem warmen gelben Ton bewegen, damit der kühlen Struktur entgegengewirkt wird und ein Ausgleich der fünf Elemente (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser) besteht.Immer wieder in verschieden langen Abständen besuchte ich das Haus und konnte so bei den fortschreitenden Arbeiten miterleben, wie sich langsam die energetische Qualität des Gebäudes veränderte. Das Beeindruckende dabei war sicherlich die Entfernung des Vordaches, welches die Eingangstür überdeckt hatte - schon dadurch konnte eine Öffnung geschehen.
Beim Business Yoga Kongress und auch am Tag der Eröffnung, dem 13. Juni, konnte ich selbst miterleben, wie gut das neue Konzept angenommen wurde. Die Menschen und Besucher trafen sich bei den Couchgarnituren im Eingangsbereich und interessante, tief greifende Gespräche kamen auf. Vor allem der Tresen der Rezeption läßt keine Warteschlangen zu und jeder findet Raum für sein Anliegen. Unterstrichen wird die Einladung von der großen Ghanesha-Statue, die die Energiebahn von der Vorder- zur Hintertür bricht. Der Raum wirkt zwar durchlässig wegen der Glasdachkonstruktion, konnte aber durch die Farben und auch durch die Form der Theke an Behaglichkeit gewinnen. Die Vortragsräume sowie die einzelnen Seminarräume wurden gut angenommen, auch hier spielen das frische und einladende Konzept eine wesentliche Rolle. Da das Ergebnis so gut ankommt, wollen wir noch die Hotel– und Gästezimmer mit gutem Feng Shui bestücken.
Petra Coll-Exposito

Petra Coll Exposito lebt in Berlin und ist als professionelle Feng Shui-Beraterin im Geschäfts- und Privatbereich europaweit erfolgreich tätig.
Durch viele Aufenthalte im Ausland wurde sie auf Feng Shui aufmerksam und lernte, dass die Gestaltung des Wohn- und Arbeitsumfeldes entscheidend die Gesundheit und das Wohlbefinden eines jeden Menschen beeinflusst. Am Anfang aus Neugierde, heute mit der Überzeugung aus der Erfahrung heraus, dass Feng Shui einen großen Einfluss auf unser Leben hat, machte sie eine Ausbildung zur Feng Shui-Beraterin.
Während dieser Zeit lernte sie Großmeister Yap Cheng Hai kennen, der sie mit seinem fundamentalen Wissen und seiner herzlichen Art überzeugte und so beschloss sie, bei ihm weiterzustudieren.
Heute, nach Jahren des Studiums, besitzt sie das Höchste Diplom des Feng Shui Meisters der Yap Cheng Hai Meisterschule sowie als einzige in Deutschland anerkannte Feng Shui Meisterin der Internationalen Feng Shui Association, deren Hauptsitz in Singapur ist, gilt Sie auch in deren Namen als zertifizierter Ausbilder. Das Gremium, das diesen Meistertitel vergibt, besteht aus Großmeister Yap Cheng Hai, Großmeister Raymond Lo, Großmeister Vincent Koh und vielen weiteren Meistern.
Aufgrund ihrer Lehrbefähigung von Großmeister Yap Cheng Hai, unterrichtet sie die ersten beiden Module der Berater-Ausbildung (Elementary und Intermediate) in Europa. Mit ihren Schülern und Schülerinnen untersucht sie an praktischen Beispielen historische und neue Gebäude nach Feng Shui-Richtlinien und stellt die Ergebnisse in öffentlichen Magazinen vor.
Petra Coll Exposito hält regelmäßig Vorträge und Seminare und nutzt die Gelegenheiten, um auf Messen, im Radio und Fernsehen auf die Wissenschaft des authentischen Feng Shui aufmerksam zu machen. Noch während ihrer Studienzeit bei Großmeister Yap Cheng Hai studierte sie die chinesische Astrologie, auch Bazi Suan Ming genannt. Dieses Wissen lässt sie bei ihren Beratungen einfließen und bietet auch reine Bazi Suan Ming-Sitzungen an.
Während ihres Studiums der chinesischen Wissenschaften begleitete sie ein Spruch von Lao Zi:
Nach Wissen suchen, heißt Tag für Tag dazugewinnen.
Sie gründete das "Feng Shui Institute of Excellence", um ein weites Spektrum von chinesischen Wissenschaften anzubieten und ihren Schülern den Austausch mit anderen Lehrern zu ermöglichen. Petra hat dafür gesorgt, dass die Energie des Hauses optimal gelenkt wird. Ein gutes Beispiel Ihrer Vorgaben ist die geschwungene Rezeption im Eingangsbereich.
