Dez 29 2016

Mein Prüfungswochenende der 2jährigen Yogalehrerausbildung

Abgelegt 16:59 unter Ausbildungen,Events,Westerwald


Da war es, das Prüfungswochenende. Zwei Jahre sind nun fast vergangen seit Beginn der Ausbildung im Januar 2015. Zeit für einen kurzen Rückblick:

Ich saß morgens auf meinem Meditationskissen bevor ich mich gegen Mittags auf den Weg in den Westerwald machte und reflektierte über die letzten zwei Jahre.

Es war zu einer Zeit des Umbruchs, als ich die Broschüre zur Yogalehrer Ausbildung in der Hand hielt und ohne langes Überlegen völlig klar war, dass das mein Weg ist.

An erster Stelle wollte ich meine Praxis intensivieren und so mehr Yoga in mein Leben einladen. Das Unterrichten war für mich zu diesem Zeitpunkt erstmal zweitrangig. Ich war voller Neugier. Die Ausbildungsinhalte klangen sehr vielfältig und durch das Konzept des integralen Yoga war eine Ganzheitlichkeit gegeben.

Zudem fühlte ich mich sehr angezogen von dieser gegenwärtigen Spiritualität im Yoga Vidya Center, die mir in anderen Yogastudios in dieser Form noch nicht begegnet war. Die Entscheidung war schnell getroffen. Ich freute mich auf die Ausbildung aber wie sollte ich auch nur ahnen, dass sich hinter all dem so ein großes Geschenk verbergen würde? 

Dieser Yogaweg und die sich daraus entwickelte Offenheit hat mein Leben auf so vielen Ebenen bereichert und mir Klarheit, Kraft und Herzöffnung geschenkt, dass mich dieser Moment der Rückschau sehr berührte. Ich spürte eine tiefe Dankbarkeit und Verbundenheit.

Das Gefühl der Aufregung vor der Prüfung verwandelte sich in Freude und Zuversicht. So machte ich mich auf den Weg in den Westerwald und genoß zur Einstimmung die Yoga Ankommensstunde. Der Shiva Raum war gut gefüllt und trotz bevorstehender Prüfung war es eher eine entspannte Energie, die ich dort wahrnahm.

Nach dem Freitag Abend Satsang wurde der Ablauf des Wochenendes besprochen und die Prüfungsgruppen mitgeteilt. Bis auf die Yogastunden, die durch jeweils zwei Prüfungseinheiten ersetzt wurden, war der Ablauf wie gewohnt.

So konnte man Samstagmorgen im Satsang noch etwas Klarheit finden, sich geistig auf die Prüfungen ausrichten und sich durch einen Vortrag über die Samyamas inspirieren lassen, bevor es dann mit der ersten Prüfungseinheit losging.

Im Shiva- und Krishna Raum bildeten Trennwände separate Prüfungsbereiche. Es wurden sogar kleine Altare gestellt, die jeweils mit einem Sivananda Bild, einer Murti, einem Teelicht und bei vielem mit einem persönlichen Gegenstand verziert wurden. Das vermittelte ein Gefühl von Vertrauen und Sicherheit.

Kurz bevor es losging bildeten “die Kölner” einen Kreis und sangen für alle dreimal das Om Tryambakam. Ein Moment, der nochmal die Verbundenheit der Gruppe unterstrich und Zuversicht gab. Vedamurti, unser Ausbildungsleiter, war an diesem Wochenende mit dabei und neben seiner “Beobachterrolle” als Prüfer, war er eine gute seelische Unterstützung.

Er gab uns das Gefühl, dass alles gut ist. Das war sehr beruhigend.

Um Punkt 9 Uhr ging es los.
In der ersten Prüfungseinheit war ich Schülerin, so dass ich die Stunde als Entspannung in den Tag genießen konnte. Die Yogastunde verlief ganz ruhig und natürlich und man fühlte sich durch den Beobachter (Prüfer) nicht gestört. Ein Moment der Stille im Raum nach der Tiefenentspannung. Alle waren in der Zeit. Dann ertönte das erste OM und alle weiteren folgten. Es lief alles so reibungslos.

Und so war es dann auch: der Beobachter sprach als erstes seinen Glückwunsch aus und gab anschließend kurzes Feedback.

Nach einer viertelstündigen Pause folgte die nächste Gruppe. In dieser Zeit konnte sich die erste Gruppe entspannen und viele genossen die winterliche Sonne bei einem Spaziergang in dem wunderschönen Tal.

Beim Brunch war die Freude spürbar, dass auch die zweite Gruppe bestanden hatte.

Nachmittags ging es mit einem Vortrag weiter. Hier konnte ich ganz eintauchen, so dass die Aufregung vor meiner bevorstehenden Prüfung erst kurz vorher spürbar wurde. Es war eine Aufregung gepaart mit Freude. Die Aufregung verflog allerdings schon während der Ansage bei der Anfangsentspannung. Es fühlte sich so an, also ob ich von dieser Energie des Raumes und der Gruppe getragen wurde.

Die Ansagen kamen so natürlich. Selbst die Notizen, die man verwenden durfte, waren nicht notwendig und ich war noch nie so gut in der Zeit wie bei der Prüfungsstunde. Es war vollbracht und ich war sehr zufrieden mit meiner Stunde. Meine Freude über die bestandene Prüfung konnte ich beim Samstagabend Satsang ausleben.

Da ich während der Ausbildung meine Liebe zum Bhakti Yoga entdeckt habe, freute ich mich besonders auf das gemeinsame Singen. Ich bin jedes Mal sehr berührt von der Energie, die dabei entsteht. Pure Herzöffnung. Musikinstrumente wurden verteilt, so dass jeder eingeladen war mitzumachen. Für einen besonderen Abschluss sorgte besonders auch die Kölner Gruppe, die sich auf der Bühne versammelte und mit Unterstützung von Marco Büscher am Harmonium ihrem Herz eine Stimme geben konnte.

Zufrieden und mit geöffnetem Herzen freute ich mich auf einen erholsamen Schlaf. Am Sonntag Morgen wurden vor dem Brunch die letzten Prüfungen abgenommen.

Die Stimmung beim Frühstück war besonders gelassen. Alle hatten bestanden und waren ein Stück weit erleichtert.Und so neigte sich unser vorletztes gemeinsames Wochenende im Westerwald Ashram dem Ende zu.

Die Ausbildungsabende im Center sind schon so fest verankert, dass sie nach der Ausbildung ein große Lücke hinterlassen werden. Und gerade weil wir uns auch untereinander immer sehr gerne unterhalten und ausgetauscht haben, sind die Wochenenden im Westerwald stets ein willkommenes, bereicherndes und besinnliches Zusammenkommen gewesen, dass die Ausbildungsgruppe zusammenwachsen ließ. Dafür bin ich sehr dankbar, denn ich habe wundervolle Begegnungen gemacht, inspirierende Lehrer kennen gelernt und durch die intensive Praxis auch mich selbst besser kennen lernen dürfen.

Die intensive Praxis an den Wochenenden führte dazu, dass man zwar etwas erschöpft den Westerwald verließ, doch am nächsten Tag entfachte sich jedes Mal eine Energie in mir, die mich für einige Tage die Kraft des Yoga vergegenwärtigte.

Ein großes Geschenk – und nach diesem Wochenende mit besonderer Dankbarkeit und Freude verbunden, dieses Geschenk als Yogalehrerin weitergeben zu dürfen. Ganz offiziell wird es jedoch Anfang nächsten Jahres nach Abschluss der schriftlichen Prüfung…

Pamela Kanbach

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Anmeldung und Rückfragen unter:
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Ein Kommentar

Ein Yoga Blog Kommentar to “Mein Prüfungswochenende der 2jährigen Yogalehrerausbildung”

  1. Anonymousam 31. Dezember 2016 um 21:14 1

    Hat es überhaupt mal jemand gegeben, der die Prüfung nach bezahlter Ausbildung nicht bestanden hat?

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