Apr 12 2017

Der Königsweg zur Gelassenheit – 209 Entscheidungen spirituell treffen


Gelassenheit Entwickeln - Podcast für mehr Gelassenheit im AlltagWie triffst du Entscheidungen richtig? Das ist ein großes Thema – darüber gibt es eine eigene Podcast Serie auf blog.yoga-vidya.de   Und es ist das Grundthema einer der wichtigsten Yoga Schriften, nämlich der Bhagavad Gita. Zur Bhagavad Gita habe ich ja 4 Bücher mit Kommentaren geschrieben…  Krishna sagt in der Bhagavad Gita:  Karma + Svarupa + Svabhava = Svadharma.  Karma heißt hier: Die karmische Situation, in der du dich befindest. Svarupa ist deine eigene Natur, also Fähigkeiten, Temperament etc. Svabhava ist dein inneres Gefühl, also dein Herz.  Wenn du dich fragst, was deine Aufgabe ist, dann überlege erst mal:  In welcher Situation bin ich?  Was heißt das bzgl. meiner Lernaufgabe? Wie kann ich da wachsen? Welche Fähigkeiten kann ich entwickeln? Wie kann ich hier Gutes bewirken? Wie kann ich meine Fähigkeiten am besten einsetzen? Was sagt mir mein Herz?  Krishna gibt in der Bhagavad Gita einige Schritte für die Entscheidungsfindung:  Sei dir bewusst: In Wahrheit machst du nichts – es geschieht durch dich. Du bist nur Instrument Prüfe deine Motive: Entscheide dich, um Gutes zu bewirken, um zu Dienen, das Richtige zu tun – nicht um den maximalen Gewinn für dich rauszuschlagen Überprüfe die Ethik: Frage dich: Welche Entscheidung ist ethisch richtig? Im Zweifelsfall: Ahimsa Parama Dharma: Nichtverletzen ist die höchste Pflicht. Gehe nach Sattwa, Rajas, Tamas: Mache das Sattwige, nicht das Tamassige oder Rajassige; manchmal ist das nicht eindeutig – dann mache es so sattvig wie du kannst. Übe Selbstbefragung oder sprich Gebete. Schließlich entscheide dich und bringe die Entscheidung Gott dar.  So kannst du dich nicht falsch entscheiden.  Überlege jetzt selbst: stehst du gerade vor einer Entscheidung? Dann gehe die Schritte bewusst durch.

Dies ist die 209. Folge des Yoga Vidya Gelassenheits-Podcast von und mit Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya.

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Ich möchte dir heute ein paar Tipps geben, wie du Entscheidungen spirituell fällen kannst. Wie triffst du Entscheidungen richtig? Das ist ein großes Thema und darüber habe ich schon oft gesprochen und geschrieben. Entscheidungsfindung ist eines der Grundthemen in einer der wichtigsten Yogaschriften, nämlich der Bhagavad Gita. Zur Bhagavad Gita habe ich ja auch vier Bücher mit Kommentaren geschrieben. Krishna, der Lehrer, sagt in der Bhagavad Gita: Karma plus Swarupa plus Swabhava gibt Swadharma. Karma heißt hier, die karmische Situation, in der du dich befindest. Swarupa ist deine eigene Natur, also Fähigkeiten, Temperament usw. Swabhava ist dein inneres Gefühl, also dein Herz. Wenn du dich fragst, was deine Aufgabe ist, dann überlege erst mal: In welcher Situation bin ich? Was heißt das bezüglich meiner Lernaufgabe? Wie kann ich da wachsen? Welche Fähigkeiten kann ich entwickeln? Wie kann ich hier Gutes bewirken? Wie kann ich meine Fähigkeiten am besten einsetzen? Was sagt mir mein Herz?

Krishna gibt in der Bhagavad Gita einige Schritte für die Entscheidungsfindung. Erstens, sei dir bewusst, in Wahrheit machst du nichts. Es geschieht durch dich. Du bist nur Instrument. Zweitens, prüfe deine Motive. Entscheide dich, um Gutes zu bewirken, um zu dienen, das Richtige zu tun. Nicht, um den maximalen Gewinn für dich herauszuschlagen. Drittens, überprüfe die Ethik. Frage dich: Welche Entscheidung ist ethisch richtig? Welche Alternative ist die Richtige? Im Zweifelsfall, Ahimsa Parama Dharma, Nichtverletzen ist die höchste Pflicht. Viertens, gehe nach Sattva, Rajas, Tamas. Mache das Sattvige, nicht das Tamasige oder das Rajasige. Manchmal ist das auch nicht eindeutig, dann mache es so sattvig, wie du kannst. Fünftens, übe Selbstbefragung oder sprich Gebete. Sechstens, schließlich entscheide dich und bringe die Entscheidung Gott dar. So kannst du dich nicht falsch entscheiden. Überlege jetzt selbst, stehst du gerade vor einer Entscheidung, dann gehe die Schritte bewusst durch. Ich werde sie nochmals erwähnen. Wenn du nicht vor einer Entscheidung stehst, kannst du hier abschalten.

Ansonsten gehe das durch und probiere damit, zu einer guten Entscheidung zu kommen. Frage dich, in welcher Situation bist du? Was bedeutet diese Situation bezüglich deiner Lernaufgabe? Wie kannst du dort wachsen, welche Fähigkeiten kannst du dort entwickeln? Wie kannst du hier Gutes bewirken? Wie kannst du deine Fähigkeiten am besten einsetzen? Was sagt dir dein Herz? Gehe jetzt die Schritte durch, die Krishna in der Bhagavad Gita gibt. Zunächst, entspanne, sei gelassen, sei dir bewusst, in Wahrheit machst du nichts, Es geschieht durch dich. Du bist nur Instrument. Prüfe deine Motive. In der Entscheidung, die ansteht, entscheidest du wirklich nach den Kriterien, Gutes zu bewirken, zu dienen, das Richtige zu tun, oder geht es dir doch um den maximalen Gewinn für dich? Dann überlege: Um Gutes zu tun, Gutes zu bewirken, was wäre das Richtige? Überprüfe die Ethik. Frage dich: Spielt Ethik hier eine Rolle? Welche Entscheidung ist ethisch richtig? Manchmal ist ja die Entscheidung gerade vom ethischen Gesichtspunkt nicht so einfach und die yogische Ethik ist ja auch nicht einfach. Aber vom ethischen Standpunkt aus, gibt es hier vielleicht eine klare Aussage? Nach Sattva, Rajas und Tamas. Ist irgendetwas tamasig von den Möglichkeiten? Also einfach träge und vernachlässigend, vor den Anforderungen weglaufen. Oder rajasig, egoistisch. Oder Sattva, das Gute, das Lichtvolle, das Freudevolle. Zum nächsten Schritt „übe Selbsterfahrung, sprich Gebete“ kommen wir später noch. Wenn du zu einer Entscheidung gekommen bist, bringe die Entscheidung Gott dar, im Bewusstsein, wenn du nach bestem Wissen und Gewissen dich entschieden hast und alles Gott darbringst, kannst du dich nicht falsch entscheiden. Darüber mehr das nächste Mal.

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