Mrz 20 2017

Der Frühling ist da! Warum das für mein Pranayama richtig gut ist!


Pranayama (Sanskrit, m., प्राणायाम, prāṇāyāma) ist das vierte Glied des Raja Yoga nach den Yoga-Sutras von Patanjali und bezeichnet die Zusammenführung von Körper und Geist durch Atemübungen.

Pranayama ist eines der acht Glieder des Raja Yoga (bzw. Ashtanga Yoga oder Kriya Yoga) und dient der Harmonisierung des Prana mit der Zielsetzung die fünf vayus (Energien) zu harmonisieren. Dabei werden drei verschieden Arten unterschieden: Recaka (Ausatem), Puraka (Einatem) und Kumbhaka (Atemstille).

Und weißt du was? Pranayama ist noch viel mehr. Es klärt den Geist, erhöht die Feinfühligkeit, dein Spüren, schenkt dir Energie und Ausgeglichenheit und macht dich ganz einfach auch bewusster.

Warum Pranayama im Frühling so super ist?

Pranayama ist immer super, da hast du ja Recht! Dennoch, der Frühling ist die perfekte Jahreszeit, um deine Pranayama-Praxis zu intensiveren oder wieder zu entstauben und neu damit anzufangen. Zum Pranayama stehst du am Besten früh auf, denn morgens ist einfach die beste Zeit dafür. Du lädst dich schließlich mit ganz viel Energie auf und machst dich so wunderbar startklar für den Tag. Im Frühling ist die Luft frisch, aber auch nicht mehr so kühl wie im Winter, so dass du bei offenem Fenster üben kannst. Der Kick Klarheit und Frische, der dir den ganzen Tag zu Positivität und Freude verhelfen wird.

Im Frühling kommen die Energien der Natur richtig in Schwung, und damit auch deine eigenen Energien. Morgens früh raus…auf einmal kein Problem mehr. Die lange Dunkelheit ist auch passé, das hebt die Stimmung und stärkt die Motivation wieder mehr zu tun. Die Zeit des sich-auf-dem-Sofa-einkuschelns ist schön…aber mit dem Frühling auch endlich vorbei. Zeit für Aktivität und Enthusiasmus. Dafür schenkt dir Pranayama nicht nur Energie, sondern auch Motivation und Freude. Außerdem hilft dir dein Pranayama auch dabei dein Yoga zu intensiveren und schenkt dir tiefere und klarere Meditation.

Mit deiner Pranayama-Praxis kannst du deine Energien so gesehen potenzieren. Der Frühling schenkt dir Aktivismus und Motivation, die steckst du in dein Pranayama, welches dir dann noch mehr Aktivismus und Motivation schenkt, und schon bist du voll im Frühlingsrausch, das kann doch nur wundervoll werden, oder nicht?

Die bei Yoga Vidya hauptsächlich praktizierten Pranayama:

Und so wird praktiziert

Kapalabhati ist die Feuerschnellatmung. Du sitzt dafür aufrecht und entspannt im Meditationssitz und atmest aktiv aus (indem du die Bauchmuskeln anspannst) und passiv ein (indem du die Bauchmuskeln wieder los läßt). Wie es genau geht, siehst du in dem Video. Kapalabhati schenkt dir neue Energie, klärt deinen Geist, erhöht deine Konzentration und eignet sich sehr gut, um Müdigkeit und unkonzentriert-sein zu vertreiben. Gerade am Morgen schenkt es dir viel Kraft und Klarheit für den Tag.

Die Wechselatmung praktizierst du wie in dem Video erklärt, wichtig dabei ist es, dass du ganz entspannt bleibst und dich nicht unter Druck setzt. Da du eventuell in den Anhaltephasen an deine Grenzen kommst und es zu Beginn auch etwas ungewohnt ist hilft dir die Wechselatmung innere Hindernisse zu überwinden und deinen Geist mit dem Körper zu harmonieren. Gleichzeitig reinigst du auf der feinstofflichen Ebene deine Nadis, deine Energiekanäle, durch die dein Prana fließt, deine Lebensenergie.

Bhastrika, die Balsebalgatmung. Dabei atmest du kräftig und aktiv gleich lange aus und ein. Dadurch wird dein Blut sehr stark mit Sauerstoff angereichert. Alle deine Energiezentren werden aktiviert, und du lädst dein ganzes System sehr stark mit Energie auf.

Bhastrika und Surya Bheda können sehr intensiv sein, so dass einem auch schwindelig werden kann. Daher nur praktizieren, wenn du schon fortgeschritten übst, und du mindestens 3 Runden Kapalabhati und 20 Minuten Wechselatmung vorangehen lässt. Danach solltest du noch ca. 3 Minuten in eine entsprechende Umkehrstellung gehen, damit du dich wieder erdest.

Im Video findest du eine klassische Yoga Vidya Fortgeschrittene Pranayama Stunde. Täglich praktiziert sorgt sie dafür, dass du energievoller, ausgeglichener, erfrischter, harmonischer bist. Du erhöhst deinen Pranalevel, und auch dein Tejas…so daß du ein bisschen anfängst zu strahlen. Auch wirst du weniger Schlaf brauchen und klarere Träume haben.

Surya Bheda, der Sonnenatem. Dieser funktioniert wie die Wechselatmung, jedoch atmest du ständig über rechts (Pinga Nadi), die Sonnenseite, ein und über links aus. So erhöhst du sanft deine Energie, auch deine Heilenergie. Auch Surya Bheda gehört zu den Fortgeschrittenen Pranayamas und sollte nur nach 3 Runden Kapalabhati und 20 Minuten Wechselatmung praktiziert werden.

Bhramari, das Bienensummen. Im sitzen oder stehen atmest du dafür schnarchend ein, und erzeugst dann ein Summgeräusch. In deiner ganz individuellen Tonhöhe. Du kannst auch einmal tiefer oder höher Summen. Das lockert die Stimmbänder und du kannst Freude im Herzen spüren. Auch dein Lungenvolumen wird trainiert.

Für Neulinge – Der 5 wöchige Atemkurs

Bist du neugierig geworden, und hast bisher noch kein Pranayama geübt? Dann kannst du hier einen 5 Wochenkurs mit Sukadev machen.

Ich wünsche dir, dass du diese energiereiche Zeit des Frühlingserwachens nutzen kannst, um deine Pranayamapraxis zu intensiveren und zu vertiefen, damit du viel frische Energie für dein wundervolles Leben hast. Profitiere von der Energie und Klarheit, die dir eine regelmäßige Praxis schenkt.

Om namah shivaya – Sureshwara

Seminare und Ausbildungen zum Thema

4 Kommentare

4 Yoga Blog Kommentare to “Der Frühling ist da! Warum das für mein Pranayama richtig gut ist!”

  1. premajyotiam 20. März 2017 um 11:38 1

    Sweeties,

    ich bin dabei.
    🙂
    Wünsche Allen einen wunderschönen Frühling.

    Om Shanti

  2. Sithaam 21. März 2017 um 07:18 2

    Guten Morgen,

    Genau zur rechten Zeit kommt dieser motivierende Artikel.
    Werde gleich in die Praxis gehen. Dankeschön!

    Om namah shivaya!

    Sitha

  3. Rita Niesenam 2. April 2017 um 07:09 3

    Vielen Dank für den schönen Artikel. Die Atmung ist der Schlüssel zur Seele und sehr wichtig.
    Rita

  4. Inezam 16. April 2017 um 19:44 4

    Wie schön. Ich hatte schon wieder vergessen wie gut es tut so tiiieeeff zu atmen.
    Einen lieben Dank Sukadev für die Erinnerung und die schönen Videos
    Om Shanti

Trackback URI | Yoga Blog Kommentare als RSS

Einen Yoga Blog Kommentar schreiben