Nov 12 2014

83 Meditation der liebenden Güte – Maitri Bhavana


GelassenheitWieder eine praktische Anleitung zu einer Übung, nämlich zu einer besonderen Meditationstechnik: Meditation zur Entwicklung von Liebe, Mitgefühl und Vergebung: Machtvolle Version von Maitri Bhavana. Ein Grundgefühl von Lieben, Mitgefühl und Vergebung ist eine gut Basis für mitfühlende, freundliche, heitere Gelassenheit. Die Maitri Bhavana Meditation wird bei den Buddhisten als Metta Bhavana bezeichnet – Meditation der liebenden Güte. Sukadev leitet dich an in folgenden Schritten: Liebe zu den Eltern, Liebe zu allen aus der Kindheit und Jugend. Liebe zu allen aus dem frühen Erwachsenenalter. Liebe zu allen im jetzigen Leben. Liebe für die ganze Welt. Wunderbare Meditation für Heilung, Herzensöffnung, Verbundenheit, allumfassende Liebe.

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83. Ausgabe des Yoga Vidya Gelassenheits-Podcast von und mit Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya. Mitschnitt aus einem spirituellen Retreat mit Sukadev.

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Heute: Maitri Bhavana Meditation, eine Meditation der liebenden Güte, eine Meditation, um ein Gefühl der Liebe, der Güte, des Verständnisses mit deinen Mitmenschen herzustellen. Du kannst dich gleich schon hinsetzen für eine Meditation. Du kannst dich auf ein Kissen setzen, auf einen Stuhl oder so, wie es für dich angenehm ist. Setze dich dann hin mit geradem Rücken und dann lasse dich in diese Meditation der liebevollen Güte hineinführen.

Sitze ruhig und gerade für eine Form der Maitri Bhavana Meditation, eine Meditation der liebevollen Güte, eine Meditation zur Herzensöffnung und zur Verbindung mit den Mitgeschöpfen. Sitze ruhig und gerade. Atme ein paar Mal tief mit dem Bauch ein und aus. Spüre in dein Herz hinein und stelle dir vor, von oben strömt Licht in dich hinein, durchzieht dich von Kopf bis Fuß und bringt das Licht in deinem Herzen zum Leuchten. Und sprich Segenswünsche für dich selbst, wie: „Ich wünsche mir selbst Licht und Liebe. Möge es mir gutgehen. Möge ich eine Quelle des Wohlergehens für mich selbst und andere sein.“ Bleibe dann einen Moment lang im Herzen und spüre dich in deinem Herzen voller Liebe und Freude. Jetzt stelle dir deine Eltern vor, deine physischen Eltern oder auch die Eltern, die dich großgezogen haben. Es können auch alle sein, die Elternfunktionen in deinem Leben gehabt haben. Stelle sie dir versammelt vor dir vor. Stelle dir vor, Licht und Segen strömt in sie hinein. Sprich sie innerlich an, wie du sie nennst: „Liebe Mama, lieber Papa oder wie auch immer du sie genannt hast, ich danke euch. Ihr habt mir in dieser Inkarnation das Leben geschenkt. In vielem habt ihr das Beste gegeben, in manchem wart ihr überfordert. Ich bitte um Verständnis, dass ich meinen eigenen Weg gehe. Ich danke euch, ich ehre euch. Und ich weiß, ich bin ein Kind des Göttlichen.“

Stelle dir eins, zwei oder drei oder vier weitere Menschen vor, die in deiner Kindheit und Jugend wichtig waren, im Angenehmen wie auch im Unangenehmen. Stelle dir vor, sie sind vor dir versammelt. Stelle dir Licht vor und stelle dir vor, dieses Licht durchdringt diese Menschen. Dann nenne diese Menschen mit ihrem Namen oder so, wie du sie angesprochen hast: „Liebe…(alle mit Namen), ich danke euch für das, was ich mit euch erleben konnte. Ich danke euch für die Unterstützung, wie auch die Lernaufgaben. Ich weiß, ihr wart letztlich Instrumente des einen unendlichen Göttlichen. Wenn es etwas zu vergeben gibt, möchte ich euch gerne vergeben und umgekehrt um Vergebung bitten.“ Denkt an ein paar Menschen, die im weiteren Leben für euch wichtig waren, aber es jetzt nicht mehr so sind. Stellt euch vor, diese Menschen sind jetzt vor euch versammelt und ein Lichtsegen durchströmt sie. Sei dir bewusst, sie sind alle Manifestationen des Göttlichen. Nenne sie mit Namen und sprich mit ihnen, wie z.B.: „Ich danke euch. Ich danke euch für die Unterstützung, ich danke euch für die Herausforderungen und Lernaufgaben.“ Vielleicht fallen dir andere Worte ein, die jetzt angemessen sind. Und so entlasse diese Menschen und alle anderen ins Licht.

Jetzt stelle dir ein paar Menschen vor, die jetzt in deinem Leben wichtig sind. Das können ein paar sein, das können auch zehn bis zwanzig sein, es können aber auch nur zwei, drei oder vier sein. Stelle dir diese Menschen vor, wie sie vor dir sind, versammelt. Stelle dir vor, Licht strömt in diese Menschen hinein. Sprich zu ihnen, wie z.B.: „Ich wünsche euch Licht und Liebe. Mögen unsere Herzen füreinander offen sein.“ Sprich eigene Segenswünsche, die dir angemessen erscheinen. Spüre jetzt mit deinem Herzen das Herz von jedem, der dir jetzt besonders wichtig ist oder mindestens ein paar davon. Fühle dich mit ihnen im Herzen verbunden. Jetzt mache dir bewusst, jeder einzelne ist Manifestation der unendlichen Schöpfung, Manifestation des unendlichen Göttlichen, jedes scheinbare Individuum, eine Manifestation des gleichen Göttlichen, sowie jeder Finger an einer Hand ist und beide Hände an einem Körper. So sind alle Menschen Teil der Menschheit, Teil dieser Erde, Teil Gottes. Fühle dich so verbunden mit allen Menschen und mit allen Tieren und Pflanzen im ganzen Planeten. Wenn während der weiteren Meditation du von selbst an jemand Konkretes denken musst, dann gehe davon aus, dass das deshalb geschieht, damit du zu ihm oder ihr Licht schicken kannst. Du kannst einfach wiederholen: „Lieber, liebe (Name), ich schicke dir Licht und Liebe. Möge es dir gutgehen.“ Und dann dehne deine Bewusstheit aus. Dehne deine Bewusstheit in alle Richtungen aus, voller Liebe und Freude und Verbundenheit. Und genieße diese Liebe, Freude, Verbundenheit in der Stille.

Diese Meditation kannst du jeden Tag üben oder immer dann, wenn du mehr Liebe spüren willst, Liebe zu dir selbst, Liebe zu deinen Mitgeschöpfen, Liebe für die ganze Welt. Und eine Grundstimmung von Liebe, Mitgefühl ist etwas sehr Wichtiges für ein Gefühl der Gelassenheit im Alltag.

Ein Kommentar

Ein Yoga Blog Kommentar to “83 Meditation der liebenden Güte – Maitri Bhavana”

  1. Magretam 25. Januar 2015 um 16:31 1

    Eine wirklich schöne Anleitung, die gut nachvollziehbar ist! Besonders im Zuge eine Ausbildung Meditation finde es sehr sinnvoll, auch die Gefühle zu berücksichtigen. Bei meiner Ausbildung Meditation achte ich da auch stets besonders drauf, Emotionen wie Liebe und Mitgefühl zu spüren. 😉

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