Sep 10 2014

74 Gelassenheit-Einfühlungs-Meditation – Übungsanleitung


Gelassenheit74. Folge des Yoga Vidya Gelassenheits-Podcast von und mit Sukadev Bretz. Diese Meditation wird typischerweise nicht täglich geübt – sondern ab und zu und immer wieder. Und du kannst einige Anregungen aus dieser Meditation mit übernehmen in deine tägliche Meditation – oder deine tägliche Morgen-Routine. Mitschnitt aus einem SeminarGelassenheit entwickeln“ bei Yoga Vidya Bad Meinberg.

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Eine Meditationsanleitung für Mitgefühl, Liebe und Einfühlungsvermögen, in mehreren Schritten: Gehe zunächst in dein Innerstes, in dein Herz. Spüre in dir deine wahre Natur, Sat-Chid-Ananda, Liebe und Freude.

Sei dir bewusst, auch alle relativen Eigenschaften in dir sind wohlmeinend und gut. Mache dir bewusst: Du kannst dich als die Führungspersönlichkeit hinter diesen Anteilen etablieren. Wenn du Kontakt zur Liebe in dir aufgenommen hast, spüre dass du mit dieser Liebe verbunden bist mit allen Wesen um dich herum. Dieser dein innerer göttlicher Wesenskern ist verbunden und eins mit dem Göttlichen in der ganzen Welt. Spüre das, erahne das in dieser Meditation. Dann sprich ein paar Affirmationen für Freude an dem was nächste Woche anliegt. Beobachte dann deine auftauchenden und abklingenden Gedanken, Wahrnehmungen, Gefühle. Denke dann darüber nach: Welche Aufgaben warten auf dich? Wie würde ich sie gelassen angehen? Wie würde ich sie fast gelassen an? Dann öffne die Augen – spüre in jedem Menschen Liebe und Freude. Spüre Freude, Liebe und Verbindung mit den Pflanzen um dich herum, mit den Bäumen, dem Himmel.

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Heute eine praktische Übungsanleitung, die Gelassenheits-Einfühlungs-Meditation. Am besten setzt du dich jetzt schon so hin, dass du die nächsten zwölf Minuten lang ruhig sitzen kannst. Vielleicht auf einem Stuhl, vielleicht auf einem Kissen, vielleicht schön angelehnt. Das Ganze geht auch im Liegen, wenn du das so lieber machen willst. Du kannst es theoretisch auch im Stehen machen, wenn du irgendwo wartest, aber ein bisschen Ruhe brauchst du schon. Hier also die eigentliche Übungsanleitung:

Sitze ruhig und gerade. Atme ein paar Mal tief ein und aus und nimm Kontakt auf mit dem tiefsten Inneren in dir. Im tiefsten Inneren ist der göttliche Kern in dir, Satchidananda. Sat, im Sinne von Sein und Verbundenheit. Ananda, im Sinne von Freude und Liebe. Und auch wenn es nicht immer möglich ist, diesen Kern vollständig zu spüren, erahnen kannst du ihn immer wieder. Und selbst wenn das Erahnen zwischendurch schwierig ist, das Erinnern kann da sein. Tief im Inneren bist du Liebe und Freude. Und alles andere in dir ist auch wohlmeinend, wenn auch nicht immer geschickt im Umgang. Du kannst dich etablieren als Führungspersönlichkeit, als Raja, als König, um mit diesen wohlmeinenden Kräften in dir umzugehen. Und es mag dir auch nicht immer gelingen, aber das macht es ja auch schön und interessant. Und das tiefe Göttliche, Liebevolle, Freudevolle in dir ist auch überall sonst, in den Menschen, mit denen du zu tun hast, vielleicht fallen dir ein oder zwei oder mehrere ein. Stelle nochmals diese Herz zu Herz Verbindung her. Und dieses Göttliche tritt dir auch entgegen als die Welt, in der du auch auf der relativen Ebene Aufgaben hast. Und du kannst kurz an das denken, was vielleicht die nächste Woche auf dich wartet oder was auch immer für ein Zeithorizont für dich momentan interessant ist. Und du kannst innerlich sagen: „Ich freue mich darauf, das und das zu tun oder das und das abzuschließen oder das und das zu beginnen.“ Und dann bleibe einfach noch ein paar Momente entspannt sitzen. Atem kommt und geht. Gedanken kommen und gehen. Körperliche Empfindungen kommen und gehen. Du selbst bleibst ruhig, entspannt, gelassen. Und noch einmal, denke an das, was dich die nächste Woche erwartet und überlege kurz: „Angenommen, ich würde nächste Woche gelassen und engagiert sein, wie wäre ich, angesichts meiner Aufgaben? Angenommen, ich würde meine Aufgaben engagiert, aber mit Gelassenheit und mit meinem Temperament wahrnehmen, wie würde ich es machen?“ Und du kannst überlegen: „Und angenommen, ich bin nicht ganz so gelassen, wie ich das idealerweise sehen würde, ich wäre aber ausreichend gelassen, wie würde ich es machen?“ Ausreichend engagiert und gelassen. Dann öffne die Augen, bleibe aber noch einen Moment lang ruhig, kleine Bewegungen sind ok. Öffne die Augen und schaue dir die anderen an, von vorne oder Seite. In jedem ist auch Liebe und Freude. Oder schaut euch die Bäume an oder die Orchideen. Spürt vom Herzen her Frieden, Freude, Verbindung.

Diese Meditation ist eine Meditation, die du ab und zu mal machen kannst, vielleicht nicht unbedingt für den täglichen Gebrauch, aber so alle paar Tage kannst du sie üben oder mindestens einige dieser Prinzipien dieser Meditation.

 

Ein Kommentar

Ein Yoga Blog Kommentar to “74 Gelassenheit-Einfühlungs-Meditation – Übungsanleitung”

  1. Janam 26. Februar 2015 um 09:21 1

    Vielen Dank für die praktischen Tipps!

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