Yogalehrerausbildung

Ausbildungsthema

Yoga zu unterrichten ist eine erfüllende, verantwortungsvolle Aufgabe. Ein/e Yogalehrer/in braucht dafür die solide Basis eigener Yoga-Praxis und genaue Kenntnis der Unterrichtstechniken. Wichtig ist nicht nur ein intellektuelles Wissen, sondern vielmehr die Umsetzung des Erlernten in die eigene Praxis.
Das erweckte Prana (Lebensenergie) gibt dir die Ausstrahlung, die für einen Yogalehrer so wichtig ist. Dies hilft dir auch, die Ideale des Yoga ins tägliche Leben umzusetzen. Entsprechend den verschiedenen Bedürfnissen und Möglichkeiten bieten wir mehrere Ausbildungsvarianten an, so dass du dir die für dich passendste aussuchen kannst.
Unsere Ausbildungen geben dir eine fundierte Grundlage zum Unterrichten und sind allgemein anerkannt. Sie sind auch gut geeignet für deine Persönlichkeitsentwicklung oder um Yoga intensiv zu üben und zu erfahren.

Folgende Themen sind wichtige Bestandteile der Yogalehrerausbildungen:


1. Einführung

Philosophie und Ziel des Yoga. Das Menschenbild des Yogi. Geschichte des Yoga. Die Pfade, Hauptrichtungen und Meister des Yoga.


2. Hatha Yoga allgemein

Hatha Yoga als Krankheitsvorbeugung, Hatha Yoga als Hilfe zum allgemeinen Wohlbefinden, Hatha Yoga als Hilfe zur Stressbewältigung, Hatha Yoga als Therapie und Heilmethode, Hatha Yoga als Mittel zur Entwicklung parapsychologischer Fähigkeiten, Hatha Yoga als körperorientierte Psychotherapie, Hatha Yoga als spirituelle Disziplin.

Karanas - Vorbereitungsübungen

Sensibilitätstraining und Entwicklung des Körperempfindens, Bewusstseinsübungen, Aufwärmübungen, Augenübungen, Sonnengebet.

Entspannung

Klassische Tiefenentspannung, Entspannungstechniken für das tägliche Leben, Autogenes Training nach Schultz, Entspannungs-Training nach Jacobson, Moderne Stress-Forschung und Stress-Management.

Asanas (Yoga-Stellungen)

Kennenlernen und Erfahren verschiedener Methoden mit verschiedenen Zielsetzungen, die Asanas auszuführen. Yoga Vidya Reihe mit 12 Grundstellungen. Asanas für Entspannung. Yoga für den Rücken. Vergleich mit anderen Körperübungssystemen. Yoga, Sport, körperliche Fitness. Asanas und physiologische Forschung. Yoga Bodywork: Asanas für körperliche Fitness mit Erlernen von sehr fordernden Variationen. Asanas für die Erweckung der Lebensenergien: Langes Halten der Stellungen mit Konzentration auf Chakras, speziellen Atemtechniken, Mantras, Bandhas, Mudras.

Pranayama (Atemübungen)

Atemtechniken für das tägliche Leben, Atemschulung, Einfache Pranayamas zum Entspannen und Aufladen, Samanu: Reinigung der Elemente, Fortgeschrittene Pranayamas nach der Hatha Yoga Pradipika: 8 Kumbhakas, Bandhas, Mudras.

Kriyas (Yoga Reinigungsübungen)

Shatkriyas nach Hatha Yoga Pradipika: Tratak (Augenreinigung), Neti (Nasenreinigung), Kapalabhati (Lungenreinigung), Dhauti (Kehl- und Magenreinigung), Nauli (Dünndarmreinigung), Basti (Enddarmreinigung), Shank Prakshalama (Reinigung des gesamten Verdauungskanals)

Physiologie und Gesundheit

Verstehen des menschlichen Körpers insbesondere im Hinblick auf die Yogaübungen.
Muskel- /Skelettsystem. Atmungssystem. Verdauungssystem. Nerven- und Hormonsystem. Physiologische Wirkungen der Yoga-Übungen Bewegungsphysiologie. Für den physiologischen Teil stehen hochwertige, moderne Unterrichtsmaterialien zur Verfügung, wie nachgebildetes Skelett, Muskel- und Organtorso, Anatomietafeln, Sportliche Trainingslehre.

Gesundheitslehre

Was ist Gesundheit? Ursachen der Krankheit, Gesunde Lebensführung: Ganzheitlich leben, Wirkungsvolle yogische Hausrezepte zur Überwindung einfacher Krankheiten wie: Erkältung, Heuschnupfen, Kopfweh, Allergien, Verdauungsprobleme, Yoga als Therapie. Gesund bis ins hohe Alter, Heilung durch mentales Training

Ernährung

Natürliche Ernährung des Menschen. Gründe für die vegetarische Ernährung. 3 Gunas: geistige und energetische Wirkung der Nahrung. Ernährung für fortgeschrittenes Hatha Yoga. Fasten. Schlank werden und bleiben. Spezielle Ernährungsformen/Diäten: Rohkost, Vollwerternährung.


Ayurveda

Einführung ins Ayurveda: Vata, Pitta, Kapha. Ursachen von Krankheiten Heilung durch typgerechte Ernährung und Lebensstil, Asanas und Pranayama aus der Sicht der Ayurveda.


3. Tantra und Kundalini Yoga:
Yoga der Energie

Shiva-Shakti-Philosophie. Astralkörper: Prana, Nadis, Chakras, Kundalini, Astralwelten, Geister und Leben nach dem Tod. Hilfe für die Verstorbenen. Die Öffnung der Chakren. Die Erweckung der Kundalini: Methoden, Erfahrungen, Gefahren, Vorsichtsmaßnahmen. Die Techniken des Kundalini-Yoga: Mantra, Laya, Yantra, Nada, Hatha Yoga. Weißes, rotes und schwarzes Tantra. Sexualität und Partnerschaft.


4. Raja Yoga: Mentales Training
und Meditation

Die menschliche Psyche voll nutzen: Unterbewusstsein, Bewusstsein, Überbewusstsein. Gedankenkraft und positives Denken. Mind Control: Gedanken als Schöpfer des Schicksals. Persönlichkeitsentwicklung. Selbsterkenntnis und Selbstverwirklichung. Entwicklung von Erinnerungsvermögen, Willenskraft, Konzentration, Kreativität und Intuition. Entwicklung der Telepathie. Mit Gefühlen und Emotionen umgehen. Kontakt zum Höheren Selbst: Was will ich wirklich? Affirmationen und Visualisierung. Charisma und persönliche Ausstrahlung. Wie man schlechte Gewohnheiten überwindet.

Yoga-Sutras von Patanjali. Stufen des Bewusstseins. Bewusstseinserweiterung. Raja Yoga und moderne Hirnforschung. Indische und westliche Psychologie im Vergleich.

Meditation

Konzentrationstechniken. Achtsamkeit im täglichen Leben. Mantra-Meditation, Tratak, Chakra-Meditation, Energie-Meditation, Achtsamkeits-Meditation, Ausdehnungs-Meditation, abstrakte Meditation, kreative Visualisierung. Stufen der Meditation. Überwindung der Hindernisse in der Meditation. Meditationserfahrungen. Meditation in naturwissenschaftlicher Forschung.


5. Karma Yoga: Yoga der Tat

Karma, das Gesetz von Ursache und Wirkung. Dharma: rechtes Handeln. Ethik im täglichen Leben. Ahimsa: Gewaltlosigkeit und Nichtverletzen im täglichen Leben. Swadharma und Swarupa: Die Kunst, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Selbstloser Dienst und Spiritualität. Mit anderen besser auskommen. Umgang mit schwierigen Mitmenschen. Redetraining. Kommunikationstraining. Beziehungen mit anderen verbessern. Freunde gewinnen. Familie und Partnerschaft. Der Weg der Entsagung. Einfach leben – erhaben denken. Ökologisches Bewusstsein und soziales Engagement.



6. Bhakti Yoga: Den Kontakt zum Göttlichen herstellen

Gefühlstraining. Gefühle und Emotionen. Das Wunder der Liebe. Was ist Gott? Erfahrungen des Göttlichen. Den Kontakt zum Göttlichen herstellen. Gott im täglichen Leben. Gebet. Hinduistische Mythologie. Kirtan: Mantra-Singen. Rituale: Arati, Puja, Homa. Möglichkeit zur Mantra-Einweihung; Guru und Schüler. Christliche, jüdische und islamische Mystik.


7. Jnana Yoga: Der Yoga des Wissens

Karma: Das Gesetz von Ursache und Wirkung. Reinkarnationslehre: Tod, Leben nach dem Tod, Wiedergeburt. Klassische Schriften des Hinduismus: Vedas, Smritis, Itihasas, Puranas (kurze Erläuterung). Wichtigste Schriften des Yoga: Upanishaden, Bhagavad Gita, Yoga Sutras, Hatha Yoga Pradipika (genauere Besprechung). Physischer Körper, Astralkörper, Kausalkörper. Stufen der spirituellen Entwicklung (7 Bhumikas). Kosmologie und Schöpfung. Zeit, Raum und Kausalität. Vedanta: Philosophie des Absoluten. Wer bin ich? Was ist wirklich? Was ist Bewusstsein? Was ist Glück? Das Selbst als Sein, Wissen und Glückseligkeit. Moderne Physik und Vedanta.



8. Yoga Unterrichtsmethodik

Grundprinzipien des Yoga-Unterrichtes. Persönlichkeit und innere Haltung des Yogalehrers. Stimmtraining. Aufbau einer Yogastunde. Aufbau von Yogakursen und Zyklen: Anfängerkurse, Aufbaukurse, Fortgeschrittenen-kurse, offene Stunden. Yoga für den Rücken. Haltungskorrektur durch Yoga. Einfühlsame und wirkungsvolle Formen der individuellen Korrektur. Hilfsmittel im Yoga. Yoga für Schwangere. Yoga für Kinder. Yoga für Senioren. Möglichkeiten und Grenzen von Yoga Therapie. Yogalehrer – Beruf und Berufung.

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