Nacherzählt
Es gab mal einen Dieb, der seinen Lebensunterhalt als Dieb gefristet hat. Irgendwann mochte er das aber nicht mehr machen und wurde zum Mönch. Als er eine Weile in der Klostergemeinschaft war, ist den Mönchen ab und zu aufgefallen, daß einige einen Teil ihres Besitzes nicht mehr hatten. Und daß dann andere diese Sachen irgendwo in ihrer Zelle oder ihrem Bündel gefunden haben. Und irgendwann haben sie den Dieb auf frischer Tat ertappt. Dann haben sie ihn gefragt, was er denn da macht. Da hat er gesagt: „Ich kann es irgendwie nicht loslassen. Stehlen gehört zu meiner zweiten Natur. Als Dieb klaue ich die Sachen, aber als Mönch verteile ich sie dann weiter.“