Unterdrückte Gefühle/Bedürfnisse aus Ayurveda Sicht

Unterdrückte Gefühle sind gerade in den Industrieländern sehr verbreitet. Die Distanz zwischen den Menschen scheint sich zu vergrößern. Angst, Unsicherheit die momentane Reizüberflutung und die fehlende Beziehung zum Göttlichen tragen zu einer Entfremdung von sich selber bei, was wiederum zur Folge hat, dass wir unsere Gefühle/Bedürfnisse unterdrücken. Angst und Besorgnis haben laut Ayurveda eine Verbindung zum Dickdarm, was zur Folge hat, dass sich die Dickdarmflora verändern kann und sich Blähungen schmerzhaft im Dickdarm festsetzen. Ärger und Zorn erhöhen unser Pitta, was Entzündungen entstehen lässt. Vorzugsweise im Magen und in der Dünndarmschleimhaut.
Gefühle werden im Ayurveda in sattva, rajas und tamas eingeteilt:
Sattvige Gefühle: Mitgefühl, Nächstenliebe, Eigenliebe, Wonne
Rajasige Gefühle: Ehrgeiz, Habsucht, Eifersucht, Stolz, Gier, Leidenschaft
Tamasige Gefühle: Rache, Zorn, Hass.
Wenn wir Gefühle unterdrücken, stehen wir nicht zu unseren wahren Bedürfnissen und folglich nicht zu uns selber. Wir können uns an dieser Stelle fragen: Wer bin ich?
Es ist wichtig, sich nicht mit seinen Gefühlen zu identifizieren. Wir sollten erkennen, dass wir nicht die Gefühle sind. Wenn Gefühle hochkommen, können wir sie in Ruhe aus einer Distanz betrachten und anschließend leben oder in Gedanken transformieren.
Wie erkenne ich, dass ich Gefühle oder Bedürfnisse unterdrücke?
Verspürst du schon seit längerer Zeit einen Wunsch, den du nicht auslebst? Verbietest du dir irgendetwas, von dem du denkst, dass es nicht der Norm entspricht?
Unterdrückst du manchmal natürliche Bedürfnisse (Niesen, Aufstoßen…)?
Rechtfertigst du dich oft? Sagst du etwas, aber denkst etwas ganz anderes?
Natürlich sollten wir die kosmischen Lebensregeln einhalten, wenn wir unsere Bedürfnisse ausleben wollen. Ethik und moralische Ansätze sollten wir auch beachten. Wichtig ist es auch, dass man keinen Menschen verletzt.
Wenn du entscheiden könntest, wie dein Leben aussehen soll, was würdest du am liebsten machen, sagen wollen? Welche Eigenschaften möchtest du entwickeln? Welchen Beruf möchtest du gerne ausüben? Es ist nie zu spät! Lebe dein Leben! Lebe dich!!! Unterdrücke nichts! Liebe dich. Sei mutig. Nehme dich so an wie du bist. Du bist ein Wunder der Natur. Du hast die Macht. Wenn du dich im Einklang mit der Schöpfung, also mit dir selber befindest, kann dir nichts mehr passieren. Ja, du bist ein Schöpfer! Fange an zu schöpfen und du wirst die nötige Kraft bekommen, die du brauchst.
Mehr über unterdrückte Gefühle/Bedürfnisse findest du in unserer Gesundheitsberaterausbildung
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