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2. Ayurveda Kongress im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg
04.-06.03.2005

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Der Höhepunkt des Samstag Abend:

Bharatanatyam:
Die klassische Tanztradition des Bharata Natyam wird vor allem in den südöstlichen, tamil- und telugusprachigen Regionen Indiens gepflegt. Bharata Natyam - der Begriff ist erst am Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden - bezeichnet verschiedene Stilrichtungen wie etwa den Solotanz Sadir Natya, den Gruppentanz Kuruvanji oder die Tanztheater Bhagavatamela und Kuchipudi. Der Bharata Natyam zeigt dermaßen hohe Übereinstimmungen sowohl mit alten tanztheoretischen Texten als auch mit den Tanzposen historischer Tempelskulpturen (z.B. im Nataraja-Tempel des südindischen Chidambaram aus dem 12. Jh.), daß man von einer der ältesten Tanztraditionen Indiens sprechen kann. In Anlehnung an die alten Textvorlagen hat der Bharata Natyam eine große Zahl von Körperhaltungen und -bewegungen (karana), Schrittfolgen (cari) sowie Hand- und Fingergesten (hasta) klassifiziert. Hinzu kommt eine ausgeprägte Mimik. Kopf, Nacken und Schultern bilden eine Einheit und werden mitunter zusammen seitwärts bewegt. Charakteristisch sind lineare Bewegungen und auch, daß Arme und Beine imaginäre Dreiecke nachbilden, etwa wenn die Beine seitlich angezogen sind oder die Hände auf den Hüften liegen. Je nach Schultradition kommen im Bharata Natyam bis zu 120 präzise festgelegte Bewegungssequenzen vor, die einzeln mit Lautsilben, den Sollukattus, benannt sind. Die Tänzerinnen tragen oft einen reich verzierten Seidensari, der sich vorne bei Spreizbewegungen fächerartig öffnet, und eine passende Brokatbluse. Geschmückt sind die Akteure mit silbernen Halsketten, Hüftgürteln und Armringen sowie Fußglöckchen. Handflächen und Fußsohlen können mit roter Farbe in geometrischen Verzierungen und mit glückverheißenden Symbolen bemalt sein.

     

 

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