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Bericht von der Eröffnung des Hauses Yoga Vidya Bad Meinberg
im Oktober 2003


Am 11. Oktober war die feierliche Eröffnung es Hauses Yoga Vidya in Bad Meinberg. Dass ich eine Anfänger-Yogastunde halten sollte, erschien mir als eine große Ehre, und so beschloss ich, nach Bad Meinberg zu fahren.

Wenn schon zu diesem besonderen Anlass dort, wollte ich auch die offiziellen Reden und Grußworte am Samstag um 11 Uhr nicht versäumen, so dass ich mich bereits um 7 Uhr auf den Weg machte – nicht unmüde, muss ich gestehen.

Für den yogischen Autofahrer ist in Bad Meinberg bestens gesorgt – an allen wichtigen Kreuzungen sind Hinweisschilder, sogar ein großes Verkehrsschild weist auf das Yogazentrum Salvaticum hin. Soweit die erste positive Erfahrung.

Die zweite: Parkplätze sind ausreichend vorhanden. Der Strom der Besucher wurde schon auf den Parkplätzen freundlich begrüßt und profimäßig eingewiesen, was sich dann in der Empfangshalle gleichermaßen fortsetzte. Die Organisation beim Empfang war ausgezeichnet. Angesichts des Massenandranges am Samstag um kurz vor 11 Uhr keine Selbstverständlichkeit, denn viele der fast 2000 Gäste wollten auch über Nacht bleiben und mussten zu ihren Zimmern gebracht werden.
Das Haus Silvaticum war früher eine Kurklinik, es gibt einen Haupttrakt – die sog. siebenstöckige Chakrapyramide – und verschiedene Gäste- und ehemalige Therapiebereiche (das alles kann ausführlicher im Internet nachgelesen werden! www.yoga-vidya.de).
Und dann positive Erfahrung Nr. 3: Ich bin in einem sehr schönen 2-Bett-Zimmer untergebracht, ich habe eine Toilette und eine Dusche im Zimmer, die ich jederzeit benutzen kann ... Für den riesigen Andrang, der zuletzt im Westerwald herrschte, ist dies wirklich eine wichtige Verbesserung!

Ich ziehe für alle Fälle schon einmal yogafähige’ Kleidung an, bevor ich um 11 Uhr mit vielen anderen zur offiziellen Eröffnung Richtung Speisesaal strebe.

Es ist eine feierliche, lebendige Stimmung dort. Der Saal wird immer voller, Stühle müssen geholt werden. Die Anwesenden sind zwischen einigen Wochen und vielen Jahren alt, viele Besucher kommen aus der Umgebung, es gibt freudige Begegnungen zwischen alten Freunden und Bekannten.
Über die offiziellen Reden kann im Internet nachgelesen werden, viel könnte ich auch nicht darüber berichten, denn nach einiger Zeit des Zuhörens zog es mich doch mehr in die Praxis hinein. Ich begab mich zu einer der vielen Yogastunden, die an beiden Tagen angeboten wurden.

Die großartigen Übungsräume zu sehen, ist ein (Kunst-)Genuss: sie sind teilweise wunderschön ausgemalt, Fotos und Originalgemälde mit Asanas und den Meistern schmücken die Fluren und regen zur Nachahmung an (Anfänger wie Fortgeschrittene sollten sich keinesfalls entmutigen lassen!), alles ist liebevoll eingerichtet.
Die Yogastunden waren durchweg sehr gut besucht, auch meine Anfängerstunde, in der alle Generationen, alle ‚Beweglichkeitsstufen’ und auch alle Bekleidungsvariationen (höchster Schwierigkeitsgrad: hautenge Jeans!) vertreten waren. Das Interesse der Teilnehmer war sehr groß, und es schlossen sich intensive Gespräche an die Stunde an.

Vierte positive Erfahrung: Auch in Bad Meinberg – wie im Westerwald – ist das Essen unbeschreiblich schmackhaft, das Eröffnungsmenu hat wieder einmal meine Pfunde ins Wanken gebracht. Die Yogastunde, die ich mir selbst später noch gönnte, hat es wieder ein bisschen gerichtet. Vorher aber, auch das eine vernünftige Aktivität nach dem Essen, gingen wir durch das ganze Haus, um alles einmal genauer zu begutachten (Hausführungen gab es das ganze Wochenende). Die Zimmer sind noch nicht alle renoviert, sie werden sehr schön werden mit den großzügigen Badezimmern und den Balkonen im Pyramidentrakt, an Yogaräumen gibt es keinen Mangel, der Speisesaal ist hellgelb gestrichen mit schönen Aussichten ins Grüne und ausreichend Platz für alle erdenklichen Aktivitäten.
Unbekannte Fotos von Sw. Sivananda im Gästetrakt sind besonders attraktiv, die Boutique ist großräumig und schon voll im Einsatz und – last not least – die Eingangshalle: sie hat eine einmalige Atmosphäre. Man fühlt sich sofort ‚daheim’. Ganz sicher trägt das einladende riesige orange-bunte Bretz’sche Sofa dazu bei! Unvergesslich der Anblick der Babies und Kinder, die sich fröhlich darauf tummelten oder ein kleines Nickerchen machten.
Überhaupt waren viele Kinder da, für sie gab es ein eigenes Programm.
Den Freunden der schönen Künste wurden besondere Leckerbissen geboten, zum integralen Yoga Sw. Sivanandas gehört ja auch die Entfaltung des kreativen Potentials eines jeden von uns.

Mich zog es zur Puja. Das neue Haus wurde auch hier wieder positiv aufgeladen, genauso wie bei den täglichen Meditationen und dem Mantrasingen.

Worüber sich viele Yogis sehr freuten war, dass Sukadevs Eltern an dem Ereignis mit viel Interesse teilnahmen, sie haben ihrer aller Herzen im Sturm erobert! Und Sukadev war, wie immer der ‚stille Beobachter’, der überall da war, wo etwas fehlte, wo Hilfe gebraucht wurde, wo etwas verbessert werden konnte.

Der Sonntag war genauso schön wie der Samstag. Alle Gäste waren begeistert von der Atmosphäre und der Freude, die das ganze Haus erfüllte. Auch das Wetter spielte mit. Der angrenzende Park – mit Weiher und Bach – sowie Bad Meinberg mit seinem Kurpark und gemütlichen Straßen und Cafés präsentierten sich von ihrer allerschönsten Sonnenseite.
Positive Erfahrung Nr. 5: Die Umgebung ist sehenswert, viel Grün, viel Natur, aber auch ein freundlicher Ort in der Nähe, ein Thermalbad 5 Minuten entfernt, Kuranwendungen jederzeit möglich. Das yogische Gesundheitspaket für Körper, Geist und Seele findet hier eine ideale Ergänzung.

Leider musste ich am Nachmittag die Heimreise antreten, aber auch dieser kurze Aufenthalt hat mir viel Kraft gegeben.
Ich habe eine schöne Geschichte gehört über die Küchencrew des neuen Yogahauses: Diese Mitarbeiter haben drei Tage lang abseits jedweder Beachtung unermüdlich für das leibliche Wohl der vielen Gäste gesorgt, sie waren permanent im Einsatz und haben nicht nur kreativ gekocht sondern auch Gemüse geputzt, Kartoffeln geschält, das schmutzige Geschirr und Töpfe gespült. Am Abend, als das wunderbare Fest vorüber war, haben sie in der Küche gesungen und getanzt.
Das zeigt, wie der Geist des Festes und der Geist des neuen Hauses alles und alle beseelte, welch heitere, fröhliche Stimmung dank der umsichtigen Organisation, auch dank der (An-)Teilnahme jedes Einzelnen zum Gelingen des Ganzen beigetragen haben.

Möge dieser Segen weiterhin über dem Hause ruhen!

Christine Endris
BYV

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