16. Kapitel

16-00 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 16. Kapitel Anfangsvers: Unterscheidung zwischen der Göttlichkeit

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16-01 Devanagari Bhagavad Gita 16. Kapitel 1. Vers

श्रीभगवानुवाच |

अभयं सत्त्वसंशुद्धिर्ज्ञानयोगव्यवस्थितिः |
दानं दमश्च यज्ञश्च स्वाध्यायस्तप आर्जवम् || १६ १ ||

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16-01 sri-bhagavan uvaca abhayam sattva-samsuddhir jnana-yoga-vyavasthitih danam damas ca yajnas ca svadhyayas tapa arjavam

śrībhagavānuvāca
abhayaṃ sattvasaṃśuddhir
jñānayogavyavasthitiḥ
dānaṃ damaśca yajñaśca
svādhyāyastapa ārjavam

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16-01 Wort-für-Wort Übersetzung

śrī-bhagavān – der Erhabene
uvāca – sprach
abhayam – Furchtlosigkeit
sattva-saṃśuddhiḥ – Reinheit (saṃśuddhi) des Geistes (sattva)
jñāna-yoga-vyavasthitiḥ – Beständigkeit (vyavasthiti) in der Erkenntnis (jñāna) und im Yoga
dānam – Almosengeben
damaḥ – Selbstbeherrschung
ca – und
yajñaḥ – Opfer
ca – und
sva-adhyāyaḥ – Selbststudium (d.h. der heiligen Schriften)
tapaḥ – Askese
ārjavam – Aufrichtigkeit

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16-01 Krishna sprach: Furchtlosigkeit, Reinheit des Herzens, Beständigkeit im Wissen und im Yoga, Almosengeben, Sinnesbeherrschung, Opfer, Studium der Schriften, Askese und Aufrichtigkeit,

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16-01 Kommentar Sukadev

Abhaya – Furchtlosigkeit. Mut zu entwickeln ist eine der ersten wichtigen Eigenschaften. Auf dem spirituellen Weg brauchen wir Mut in verschiedener Hinsicht.

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16-01 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 16. Kapitel 1. Vers: Das, was Göttlichkeit entwickelt

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16-02 Devanagari Bhagavad Gita 16. Kapitel 2. Vers

अहिंसा सत्यमक्रोधस्त्यागः शान्तिरपैशुनम् |
दया भूतेष्वलोलुप्त्वं मार्दवं ह्रीरचापलम् || १६ २ ||

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16-02 ahimsa satyam akrodhas tyagah shantir apaisunam daya bhutesv aloluptvam mardavam hrir acapalam

ahiṃsā satyamakrodhas
tyāgaḥ śāntirapaiśunam
dayā bhūteṣvaloluptvaṃ
mārdavaṃ hrīracāpalam

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16-02 Wort-für-Wort Übersetzung

ahiṃsā – Gewaltlosigkeit
satyam – Wahrhaftigkeit
akrodhaḥ – Fehlen von Zorn („Nicht-Zorn“)
tyāgaḥ – Entsagung
śāntiḥ – Friedfertigkeit
apaiśunam – Nicht-Verleumdung
dayā – Mitgefühl
bhūteṣu – in Bezug auf (alle) Wesen
aloluptvam – Begierdelosigkeit
mārdavam – Milde
hrīḥ – Bescheidenheit
acāpalam – Fehlen von Wankelmut

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16-02 Harmlosigkeit, Wahrhaftigkeit, Fehlen von Zorn, Entsagung, Friedfertigkeit, Fehlen von Hinterlist, Mitgefühl mit den Wesen, Fehlen von Habgier, Freundlichkeit, Bescheidenheit, Fehlen von Wankelmut,

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16-02 Kommentar Sukadev

AhimsaNichtverletzen, niemand Harm zufügen

Satyam – Wahrhaftigkeit

Akrodha – „Zornlosigkeit“, Überwindung von Zorn

Tyagah- Entsagung

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16-02 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 16. Kapitel 2. Vers: Jahresübung der göttlichen Eigenschaften

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16-03 Devanagari Bhagavad Gita 16. Kapitel 3. Vers

तेजः क्षमा धृतिः शौचमद्रोहो नातिमानिता |
भवन्ति संपदं दैवीमभिजातस्य भारत || १६ ३ ||

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16-03 tejah ksama dhrtih shaucam adroho nati-manita bhavanti sampadam daivim abhijatasya bharata

tejaḥ kṣamā dhṛtiḥ śaucam
adroho nātimānitā
bhavanti saṃpadaṃ daivīm
abhijātasya bhārata

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16-03 Wort-für-Wort Übersetzung

tejaḥ – Kraft
kṣamā – Versöhnlichkeit
dhṛtiḥ – Standhaftigkeit
śaucam – Reinheit
adrohaḥ – Fehlen von Feindseligkeit
na-atimānitā – Fehlen von Stolz
bhavanti – (diese Eigenschaften) gehören
saṃpadam – Geschick
daivīm – zu göttlichem
abhijātasya – einem, der geboren ist
bhārata – oh Nachkomme des Bharata (Arjuna)

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16-03 Stärke, Versöhnlichkeit, seelische Kraft, Reinheit, Fehlen von Hass, Fehlen von Stolz – diese besitzt ein Mensch, der für einen göttlichen Zustand geboren ist, Oh Bharata

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16-03 Kommentar Sukadev

Tejas – hier übersetzt als Stärke, umfasst mehr als nur Stärke: Strahlen, Feuer, Enthusiasmus

Kshama – Versöhnlichkeit

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16-03 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 16. Kapitel 3. Vers: Jeder ist für den göttlichen Zustand geboren

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16-04 Devanagari Bhagavad Gita 16. Kapitel 4. Vers

दम्भो दर्पोऽभिमानश्च क्रोधः पारुष्यमेव च |
अज्ञानं चाभिजातस्य पार्थ संपदमासुरीम् || १६ ४ ||

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16-04 dambho darpo ’bhimanas ca krodhah parusyam eva ca ajnanam cabhijatasya partha sampadam asurim

dambho darpo ’bhimānaśca
krodhaḥ pāruṣyameva ca
ajñānaṁ cābhijātasya
pārtha saṃpadamāsurīm

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16-04 Wort-für-Wort Übersetzung

dambhaḥ – Heuchelei
darpaḥ – Überheblichkeit
abhimānaḥ – Eigendünkel
ca – und
krodhaḥ – Zorn
pāruṣyam – Grobheit
eva – wahrlich
ca – und
ajñānam – Unwissenheit
ca – und
abhijātasya – (gehören) einem, der geboren ist
pārtha – oh Sohn Pṛthās (Arjuna)
saṃpadam – Geschick
āsurīm – zu dämonischem

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16-04 Heuchelei, Überheblichkeit und Eigendünkel, Zorn und auch Härte und Unwissenheit gehören zu einem Menschen, der für einen dämonischen Zustand geboren ist, Oh Partha (Arjuna)

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16-04 Kommentar Sukadev

Die Übersetzung „für einen dämonischen Zustand geboren“ ist etwas irreführend. Das klingt, als sei jemand so geboren und würde auf ewig so bleiben.

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16-04 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 16. Kapitel 4. Vers: Unreine Tendenzen des Menschen

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16-05 Devanagari Bhagavad Gita 16. Kapitel 5. Vers

दैवी संपद्विमोक्षाय निबन्धायासुरी मता |
मा शुचः संपदं दैवीमभिजातोऽसि पाण्डव || १६ ५ ||

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16-05 daivi sampad vimokshaya nibandhayasuri mata ma sucah sampadam daivim abhijato ’si pandava

daivī saṃpadvimokṣāya
nibandhāyāsurī matā
mā śucaḥ saṃpadaṃ daivīm
abhijāto ’si pāṇḍava

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16-05 Wort-für-Wort Übersetzung

daivī – göttliches
saṃpat – Geschick
vimokṣāya – als der Erlösung (förderlich)
nibandhāya – als der Bindung (förderlich)
āsurī – dämonisches
matā – wird betrachtet
mā – nicht
śucaḥ – sorge dich
saṃpadam – Geschick
daivīm – zu göttlichem
abhijātaḥ – geboren
asi – (du) bist
pāṇḍava – oh Sohn des Pāṇḍu (Arjuna)

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16-05 Es heißt, die göttliche Natur sei der Befreiung förderlich und die dämonische der Bindung. Sorge dich nicht, Oh Arjuna, du wurdest mit göttlichen Begabungen geboren

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16-05 Kommentar Sukadev

Wenn man die obige Aufzählung der Daiva- und Asura-Sampati hört, wird man leicht demotiviert. Spirituelle Aspiranten sind ja meist eher selbstkritisch und so stellt man vielleicht fest: „Ärger liegt mir eher als Gleichmut in allen Lebenssituationen. Unwissenheit habe ich mehr als ständiges Wissen. Heucheln tue ich ab und zu auch und reine Wahrhaftigkeit gelingt mir auch nicht immer.“

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16-05 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 16. Kapitel 5. Vers: Du bist mit göttlichen Eigenschaften geboren

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16-06 Devanagari Bhagavad Gita 16. Kapitel 6. Vers

द्वौ भूतसर्गौ लोकेऽस्मिन्दैव आसुर एव च |
दैवो विस्तरशः प्रोक्त आसुरं पार्थ मे शृणु || १६ ६ ||

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16-06 dvau bhuta-sargau loke ’smin daiva asura eva ca daivo vistarasah prokta asuram partha me shrinu

dvau bhūtasargau loke ’smin
daiva āsura eva ca
daivo vistaraśaḥ prokta
āsuraṃ pārtha me śṛṇu

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16-06 Wort-für-Wort Übersetzung

dvau – (es gibt) zwei
bhūta-sargau – Arten (sarga „Natur“) von Lebewesen (bhūta)
loke – Welt
asmin – in dieser
daivaḥ – die göttliche
āsuraḥ – die dämonische
eva – wahrlich
ca – und
daivaḥ – die dämonische (Art)
vistaraśaḥ – ausführlich
proktaḥ – wurde beschrieben
āsuram – über die dämonische (Art)
pārtha – oh Sohn Pṛthās (Arjuna)
me – von mir
śṛṇu – höre

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16-06 Es gibt zwei Arten von Wesen auf dieser Welt, göttliche und dämonische; die göttlichen wurden ausführlich beschrieben; höre, Oh Arjuna, jetzt von Mir über die dämonischen

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16-06 Kommentar Sukadev

“Es gibt zwei Arten von Wesen“ möchte ich statt wörtlich lieber im übertragenen Sinne verstehen: Menschliche Wesen haben zwei Seiten in sich. Die eine Seite kann einen erheben, die andere nach unten führen, und die nach unten ziehenden Tendenzen gilt es zu transformieren.

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16-06 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 16. Kapitel 6. Vers: Kenntnis von Ungutem hilft, uns davor zu schützen

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16-07 Devanagari Bhagavad Gita 16. Kapitel 7. Vers

प्रवृत्तिं च निवृत्तिं च जना न विदुरासुराः |
न शौचं नापि चाचारो न सत्यं तेषु विद्यते || १६ ७ ||

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16-07 pravrttim ca nivrttim ca jana na vidur asurah na shaucam napi cacaro na satyam tesu vidyate

pravṛttiṃ ca nivṛttiṃ ca
janā na vidurāsurāḥ
na śaucaṃ nāpi cācāro
na satyaṃ teṣu vidyate

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16-07 Wort-für-Wort Übersetzung

pravṛttim – (aktive) Hinwendung (zur Welt)
ca – und
nivṛttim – Abkehr (von der Welt)
ca – und
janāḥ – Geschöpfe
na – nicht
viduḥ – kennen
āsurāḥ – die dämonischen
na – nicht
śaucam – Reinheit
na – nicht
api – auch
ca – und
ācāraḥ – rechter Wandel
na – nicht
satyam – Wahrheit
teṣu – bei ihnen
vidyate – findet sich

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16-07 Die Dämonischen wissen nicht, was getan und was unterlassen werden muss; weder Reinheit, noch rechtes Verhalten, noch Wahrheit findet sich in ihnen

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16-07 Kommentar Sukadev

Krishna bezeichnet in diesem Vers eine gewisse ethische Beliebigkeit als „dämonisch“.

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16-07 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 16. Kapitel 7. Vers: Es gibt keine Wahrheit ohne Ethik

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16-08 Devanagari Bhagavad Gita 16. Kapitel 8. Vers

असत्यमप्रतिष्ठं ते जगदाहुरनीश्वरम् |
अपरस्परसंभूतं किमन्यत्कामहैतुकम् || १६ ८ ||

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16-08 asatyam apratishtham te jagad ahur anishvaram aparaspara-sambhutam kim anyat kama-haitukam

asatyamapratiṣṭhaṃ te
jagadāhuranīśvaram
aparasparasaṃbhūtaṃ
kimanyatkāmahaitukam

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16-08 Wort-für-Wort Übersetzung

asatyam – ohne Wahrheit
apratiṣṭham – ohne Grundlage
te – sie
jagat – die Welt (sei)
āhuḥ – sagen
anīśvaram – ohne (göttlichen) Herrn
aparas-para-saṃbhūtam – aus (geschlechtlicher) Vereinigung (aparas-para „einer aus dem anderen“) entstanden (saṃbhūta)
kim – was
anyat – anders
kāma-haitukam – als Lust (kāma) sei (ihre) Ursache (haituka)

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16-08 Sie sagen: Dieses Universum ist ohne Wahrheit, ohne (moralische) Grundlage, ohne Gott, es ist aus der Vereinigung entstanden, und Lust ist seine Ursache; was sonst?

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16-08 Kommentar Sukadev

Hier bezeichnet Krishna eine rein materialistische Lebenseinstellung – wie sie in unserer Zeit und Kultur vorherrschend ist – als „dämonisch“. Die rein hedonistische Lebenseinstellung, alles sei nur aus Biologie und Evolution entstanden und es gebe keine höhere Wirklichkeit hilft einem nicht zur Befreiung.

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16-08 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 16. Kapitel 8. Vers: Wahrheit ist die Grundlage des Universums

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16-09 Devanagari Bhagavad Gita 16. Kapitel 9. Vers

एतां दृष्टिमवष्टभ्य नष्टात्मानोऽल्पबुद्धयः |
प्रभवन्त्युग्रकर्माणः क्षयाय जगतोऽहिताः || १६ ९ ||

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16-09 etam drstim avastabhya nastatmano ’lpa-buddhayah prabhavanty ugra-karmanah ksayaya jagato ’hitah

etāṃ dṛṣṭimavaṣṭabhya
naṣṭātmāno ’lpabuddhayaḥ
prabhavantyugrakarmāṇaḥ
kṣayāya jagato ’hitāḥ

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16-09 Wort-für-Wort Übersetzung

etām – an dieser
dṛṣṭim – Sichtweise
avaṣṭabhya – indem sie festhalten
naṣṭa-ātmānaḥ – deren Seelen (ātman) verloren (naṣṭa) sind
alpa-buddhayaḥ – deren Verstand (buddhi) gering (alpa) ist
prabhavanti – dienen sie
ugra-karmāṇaḥ – deren Taten (karman) grausam (ugra) sind
kṣayāya – der Zerstörung
jagataḥ – der Welt
ahitāḥ – (als) Feinde

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16-09 An dieser Meinung festhaltend treten die zerstörten Seelen mit begrenztem Verstand und fanatischem Handeln als die Feinde der Welt auf, um sie zu zerstören

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16-09 Kommentar Sukadev

Glücklicherweise hat sich diese Befürchtung von Krishna nicht ganz bewahrheitet. Ethik scheint tiefer im Menschen verankert zu sein, als Krishna es hier annimmt.

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16-09 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 16. Kapitel 9. Vers: Verdrehter Verstand zerstört das Gute in der Welt

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16-10 Devanagari Bhagavad Gita 16. Kapitel 10. Vers

काममाश्रित्य दुष्पूरं दम्भमानमदान्विताः |
मोहाद्गृहीत्वासद्ग्राहान्प्रवर्तन्तेऽशुचिव्रताः || १६ १० ||

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16-10 kamam asritya duspuram dambha-mana-madanvitah mohad grhitvasad-grahan pravartante ’suci-vratah

kāmamāśritya duṣpūraṃ
dambhamānamadānvitāḥ
mohādgṛhītvāsadgrāhān
pravartante ’śucivratāḥ

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16-10 Wort-für-Wort Übersetzung

kāmam – Begierde
āśritya – indem sie Zuflucht genommen haben
duṣpūram – zu unstillbarer
dambha-māna-mada-anvitāḥ – begleitet (anvita) von Heuchelei (dambha), Stolz (māna) und Überheblichkeit (mada)
mohāt – aus Verblendung
gṛhītvā – indem sie angenommen haben
asat-grāhān – schlechte (asat „ungute“) Vorstellungen (grāha)
pravartante – handeln sie
aśuci-vratāḥ – deren Gelübde (vrata) unrein (aśuci) sind

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16-10 Sie sind voll unstillbarer Wünsche, Falschheit, Stolz und Überheblichkeit, haben böse Vorstellungen aufgrund von Täuschung und handeln mit unreinen Vorsätzen

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16-10 Kommentar Sukadev

„Dämonische“ Eigenschaften, die wir in uns wiederfinden können, sind alle möglichen Wünsche: Ich will dies, ich will jenes, und das auch noch. Dafür nehmen manche Menschen Lügen in Kauf und wenn sie erreicht haben, egal mit welchen Mitteln, sind sie stolz darauf und werden überheblich.

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16-10 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 16. Kapitel 10. Vers: Verblendung führt zu Täuschung

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16-11 Devanagari Bhagavad Gita 16. Kapitel 11. Vers

चिन्तामपरिमेयां च प्रलयान्तामुपाश्रिताः |
कामोपभोगपरमा एतावदिति निश्चिताः || १६ ११ ||

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16-11 cintam aparimeyam ca pralayantam upasritah kamopabhoga-parama etavad iti niscitah

cintāmaparimeyāṃ ca
pralayāntāmupāśritāḥ
kāmopabhogaparamā
etāvaditi niścitāḥ

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16-11 Wort-für-Wort Übersetzung

cintām – Sorge
aparimeyām – unermessliche
ca – und
pralaya-antām – die erst im Tod (pralaya) endet (anta)
upāśritāḥ – sie ertragen („überlassen sich“)
kāma-upabhoga-paramāḥ – ihr Höchstes (parama) ist der Genuss (upabhoga) von Lust (kāma)
etāvat – soviel (gibt es und nichts weiter)
iti – so
niścitāḥ – sind sie überzeugt

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16-11 Sie nehmen unermessliche Mühen auf sich, die doch nur im Tod enden, betrachten die Erfüllung von Lust (d.h. Wünschen) als ihr höchstes Ziel und sind sicher, dass das alles ist

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16-11 Kommentar Sukadev

Menschen nehmen so viel auf sich, um reicher zu werden, ein größeres Haus zu haben, berühmt zu werden, schön auszusehen, usw. Letztlich endet alles mit dem Tod.

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16-11 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 16. Kapitel 11. Vers: Dumme Menschen sehen Lust als ihr höchstes Ziel

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16-12 Devanagari Bhagavad Gita 16. Kapitel 12. Vers

आशापाशशतैर्बद्धाः कामक्रोधपरायणाः |
ईहन्ते कामभोगार्थमन्यायेनार्थसंचयान् || १६ १२ ||

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16-12 asa-pasa-satair baddhah kama-krodha-parayanah ihante kama-bhogartham anyayenartha-sancayan

āśāpāśaśatairbaddhāḥ
kāmakrodhaparāyaṇāḥ
īhante kāmabhogārtham
anyāyenārthasaṃcayān

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16-12 Wort-für-Wort Übersetzung

āśā-pāśa-śataiḥ – von Hunderten (śata) Fesseln (pāśa) der Erwartungen (āśā)
baddhāḥ – gebunden
kāma-krodha-para-ayaṇāḥ – hingegeben (para-ayaṇa „als Hauptbeschäftigung habend“) an Lust (kāma) und Zorn (krodha)
īhante – erstreben sie
kāma-bhoga-artham – mit dem Ziel (artha) des Lustgenusses (kāma-bhoga)
anyāyena – unrechtsmäßig
artha-saṃcayān – die Anhäufung (saṃcaya) von Reichtum (artha)

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16-12 Von hundert Stricken der Hoffnung gebunden und der Lust und dem Zorn anheim gestellt, bemühen sie sich mit ungesetzlichen (unethischen) Mitteln, Reichtum für ihr Sinnesvergnügen anzuhäufen

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16-12 Kommentar Sukadev

Hier spricht er von Menschen, die um jeden Preis reich werden, Macht und alle möglichen Vergnügungen haben wollen und für die Erfüllung ihrer Wünsche unethisch und rücksichtslos vorgehen.

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16-12 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 16. Kapitel 12. Vers: Ungute sind durch Habgier und Zorn gefesselt

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16-13 Devanagari Bhagavad Gita 16. Kapitel 13. Vers

इदमद्य मया लब्धमिमं प्राप्स्ये मनोरथम् |
इदमस्तीदमपि मे भविष्यति पुनर्धनम् || १६ १३ ||

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16-13 idam adya maya labdham imam prapsye manoratham idam astidam api me bhavisyati punar dhanam

idamadya mayā labdham
imaṃ prāpsye manoratham
idamastīdamapi me
bhaviṣyati punardhanam

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16-13 Wort-für-Wort Übersetzung

idam – dies
adya – heute
mayā – von mir
labdham – wurde erlangt
imam – diesen
prāpsye – werde ich mir erfüllen („erreichen“)
manaḥ-ratham – Wunsch („Geist-Wagen“)
idam – dies
asti – gehört („ist“)
idam – dieser
api – auch
me – mir
bhaviṣyati – wird gehören („sein“)
punaḥ – noch
dhanam – Reichtum

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16-13 Das habe ich heute verdient; diesen Wunsch werde ich mir erfüllen; das gehört mir, und dieser Reichtum wird später auch mir gehören

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16-13 Kommentar Sukadev

Stolz zu sein auf das, was man erreicht hat und noch mehr zu wollen – diese Einstellung haben vermutlich recht viele Menschen. Besonders tragisch ist es, wenn jemand sein ganzes Lebensziel und seinen ganzen Lebensinhalt auf die Anhäufung äußerer Dinge ausrichtet.

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16-13 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 16. Kapitel 13. Vers: Abwege durch Überheblichkeit

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16-14 Devanagari Bhagavad Gita 16. Kapitel 14. Vers

असौ मया हतः शत्रुर्हनिष्ये चापरानपि |
ईश्वरोऽहमहं भोगी सिद्धोऽहं बलवान्सुखी || १६ १४ ||

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16-14 asau maya hatah satrur hanisye caparan api isvaro ’ham aham bhogi siddho ’ham balavan sukhi

asau mayā hataḥ śatrur
haniṣye cāparānapi
īśvaro ’hamahaṃ bhogī
siddho ’haṃ balavānsukhī

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16-14 Wort-für-Wort Übersetzung

asau – dieser
mayā – von mir
hataḥ – wurde erschlagen
śatruḥ – Feind
haniṣye – ich werde erschlagen
ca – und
aparān – die anderen
api – auch
īśvaraḥ – der Herr
aham – ich (bin)
aham – ich (bin)
bhogī – der Genießer
siddhaḥ – vollkommen
aham – ich (bin)
balavān – mächtig
sukhī – glücklich

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16-14 Diesen Feind habe ich geschlagen; und ich werde auch noch andere schlagen. Ich bin der Herr. Ich genieße. Ich bin vollkommen, mächtig und glücklich

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16-14 Kommentar Sukadev

Hier ist ein gewisses Konkurrenzdenken angesprochen, das Bestreben oder die Vorstellung, besser zu sein als andere.

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16-14 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 16. Kapitel 14. Vers: Menschen von eitlen Vorstellungen

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16-15 Devanagari Bhagavad Gita 16. Kapitel 15. Vers

आढ्योऽभिजनवानस्मि कोऽन्योस्ति सदृशो मया |
यक्ष्ये दास्यामि मोदिष्य इत्यज्ञानविमोहिताः || १६ १५ ||

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16-15 adhyo ’bhijanavan asmi ko ’nyo ’sti sadrso maya yaksye dasyami modisya ity ajnana-vimohitah

āḍhyo ’bhijanavānasmi
ko ’nyo ’sti sadṛśo mayā
yakṣye dāsyāmi modiṣya
ityajñānavimohitāḥ

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16-15 Wort-für-Wort Übersetzung

āḍhyaḥ – reich
abhijanavān – von edler Geburt
asmi – (ich) bin
kaḥ – welcher
anyaḥ – andere
asti – ist
sadṛśaḥ – gleich
mayā – mir („mit mir“)
yakṣye – ich werde opfern
dāsyāmi – ich werde (Almosen) geben
modiṣye – ich werde Freude haben
iti – so (sprechen)
ajñāna-vimohitāḥ – die durch Unwissenheit (ajñāna) Verblendeten (vimohita)

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16-15 Ich bin reich und stamme aus vornehmer Familie. Wer gleicht mir? Ich bringe Opfer dar. Ich gebe (Almosen). Groß wird meine Freude sein“, so ist die Täuschung durch Unwissenheit

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16-15 Kommentar Sukadev

Hier geht es um den Dünkel von Familie, sozialer Schicht, gesellschaftlicher Stellung usw. und die Vorstellung, deshalb besser zu sein als andere. Oder die Einstellung, sich nicht mit dem „gemeinen Volk“ abgeben zu wollen. Vermutlich ist das heute etwas weniger geworden, in Deutschland aber durchaus noch verbreiteter als man denkt. Deutschland ist eine relativ undurchlässige Gesellschaft. In den Chefetagen großer Firmen sind fast nur Leute, die aus der höheren Gesellschaftsschicht kommen.

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16-15 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 16. Kapitel 15. Vers: Ergötze dich nicht an deiner Güte

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16-16 Devanagari Bhagavad Gita 16. Kapitel 16. Vers

अनेकचित्तविभ्रान्ता मोहजालसमावृताः |
प्रसक्ताः कामभोगेषु पतन्ति नरकेऽशुचौ || १६ १६ ||

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16-16 aneka-citta-vibhranta moha-jala-samavrtah prasaktah kama-bhogesu patanti narake ’sucau

anekacittavibhrāntā
mohajālasamāvṛtāḥ
prasaktāḥ kāmabhogeṣu
patanti narake.aśucau

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16-16 Wort-für-Wort Übersetzung

aneka-citta-vibhrāntāḥ – von vielerlei (aneka) Absichten (citta) verwirrt (vibhrānta)
moha-jāla-samāvṛtāḥ – umhüllt (samāvṛta) vom Netz (jāla) der Täuschung (moha)
prasaktāḥ – versessen
kāma-bhogeṣu – auf die Lustgenüsse
patanti – stürzen sie
narake – Hölle
aśucau – in eine schmutzige („unreine“)

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16-16 Verwirrt von vielen Fantasievorstellungen, verstrickt in den Fallstricken der Täuschung und der Befriedigung der Lust verfallen, stürzen sie so in eine grauenhafte Hölle

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16-16 Kommentar Sukadev

Sinnesbefriedigung allein macht nicht glücklich, Geld allein macht nicht glücklich, Macht allein macht nicht glücklich. Alles auf dieser materiellen Ebene macht auf Dauer nicht glücklich, wird man irgendwann feststellen – und das ist dann die „Hölle“.

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16-16 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 16. Kapitel 16. Vers: Fallstricke der Täuschung

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16-17 Devanagari Bhagavad Gita 16. Kapitel 17. Vers

आत्मसंभाविताः स्तब्धा धनमानमदान्विताः |
यजन्ते नामयज्ञैस्ते दम्भेनाविधिपूर्वकम् || १६ १७ ||

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16-17 atma-sambhavitah stabdha dhana-mana-madanvitah yajante nama-yajnais te dambhenavidhi-purvakam

ātmasaṃbhāvitāḥ stabdhā
dhanamānamadānvitāḥ
yajante nāmayajñaiste
dambhenāvidhipūrvakam

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16-17 Wort-für-Wort Übersetzung

ātma-saṃbhāvitāḥ – dünkelhaft („sich selbst ehrend“)
stabdhāḥ – stur
dhana-māna-mada-anvitāḥ – begleitet (anvita) vom Rausch (mada) des Reichtums (dhana) und des Stolzes (māna)
yajante – opfern
nāma-yajñaiḥ – mit nominellen (nāma „dem Namen nach“) Opfern (yajña)
te – sie
dambhena – mit Heuchelei
avidhi-pūrvakam – ohne die Vorschriften zu beachten („Nichtregeln voraussetzend“)

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