08. Kapitel

08-01 Devanagari Bhagavad Gita 8. Kapitel 1. Vers

अर्जुन उवाच |

किं तद् ब्रह्म किमध्यात्मं किं कर्म पुरुषोत्तम |
अधिभूतं च किं प्रोक्तमधिदैवं किमुच्यते || ८ १ ||

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08-01 arjuna uvaca kim tad brahma kim adhyatmam kim karma purushottama adhibhutam ca kim proktam adhidaivam kim ucyate

arjuna uvāca
kiṃ tad brahma kimadhyātmaṃ kiṃ karma puruṣottama
adhibhūtaṃ ca kiṃ proktamadhidaivaṃ kimucyate

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08-01 Wort-für-Wort Übersetzung

arjuna – Arjuna
uvāca – sprach
kim – was (ist)
tat – das
brahma – Brahman
kim – was (ist)
adhyātmam – der Bereich des Selbst, das individuierte Selbst
kim – was (ist)
karma – Handlung
puruṣa-uttama – oh Bester (uttama) der Menschen (puruṣa) (Kṛṣṇa)
adhibhūtam – der materielle Bereich
ca – und
kim – was
proktam – wird genannt
adhidaivam – der göttliche Bereich
kim – was
ucyate – wird genannt

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08-01 Arjuna sprach: Was ist dieses Brahman? Was ist Adhyatma? Was ist Karma, Oh Bester unter den Menschen? Und wovon wird gesagt, es sei Adhibhuta? Und was gilt als Adhidaiva?

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08-01 Kommentar Swami Sivananda

In den beiden letzten Versen des siebenten Kapitels hat Shri Krishna bestimmte philosophische Begriffe verwendet wie Adhyatma, Adhibhutam, Adhidaivam und AdhiYajñam. Arjuna versteht die Bedeutung dieser Begriffe nicht. So bittet er den Herrn weiter um die Erläuterung dieser Begriffe. Shri Krishna beantwortet kurz und bündig eine nach der anderen die oben gestellten Fragen.

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08-01 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 8. Kapitel, 1. Vers: Arjuna will es jetzt wissen

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08-02 Devanagari Bhagavad Gita 8. Kapitel 2. Vers

अधियज्ञः कथं कोऽत्र देहेऽस्मिन्मधुसूदन |
प्रयाणकाले च कथं ज्ञेयोऽसि नियतात्मभिः || ८ २ ||

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08-02 adhiyajnah katham ko ’tra dehe ’smin madhusudana prayana-kale ca katham jneyo ’si niyatatmabhih

adhiyajñaḥ kathaṃ ko ’tra
dehe ’sminmadhusūdana
prayāṇakāle ca kathaṃ
jñeyo ’si niyatātmabhiḥ

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08-02 Wort-für-Wort Übersetzung

adhiyajñaḥ – (ist der) der über das Opfer gebietet
katham – wie (und)
kaḥ – wer
atra – hier
dehe – Körper
asmin – in diesem
madhu-sūdana – oh Zerstörer Madhus (Kṛṣṇa)
prayāṇa-kāle – zur Todesstunde
ca – und
katham – wie
jñeyaḥ – zu erkennen
asi – bist du
niyata-ātmabhiḥ – von denen, die ihr Selbst (ātman) beherrscht (niyata) haben

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08-02 Und wer und wie ist Adhiyajna hier in diesem Körper, Oh Zerstörer Madhus (also Krishna)? Und wie erkennt Dich der Selbstbeherrschte in der Stunde seines Todes?

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08-02 Kommentar Sukadev

Arjuna stellt Fragen, die sich auf den letzten Vers des vorigen Kapitels beziehen. Krishna gibt zunächst mal eine sehr kurze Antwort:

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08-02 Kommentar Swami Sivananda

Arjuna stellt dem Herrn sieben Fragen:

  1. Was ist dieses Brahman? Ist es Brahman mit Upadhis (den begrenzenden Hüllen) oder Brahman ohne sie?

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08-02 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 8. Kapitel, 2. Vers: Der letzte Gedanke vor dem Tod ist entscheidend

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08-03 Devanagari Bhagavad Gita 8. Kapitel 3. Vers

श्रीभगवानुवाच |

अक्षरं ब्रह्म परमं स्वभावोऽध्यात्ममुच्यते |
भूतभावोद्भवकरो विसर्गः कर्मसंज्ञितः || ८ ३ ||

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08-03 sri-bhagavan uvaca aksharam brahma paramam svabhavo ’dhyatmam ucyate bhuta-bhavodbhava-karo visargah karma-samjnitah

śrībhagavānuvāca
akṣaraṃ brahma paramaṃ
svabhāvo ’dhyātmamucyate
bhūtabhāvodbhavakaro
visargaḥ karmasaṃjñitaḥ

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08-03 Wort-für-Wort Übersetzung

śrī-bhagavān – der Erhabene
uvāca – sprach
akṣaram – das Unvergängliche
brahma – Brahman
paramam – (ist) das höchste
sva-bhāvaḥ – (dessen) eigenes Wesen
adhyātmam – das individuierte Selbst (als Teil Brahmans)
ucyate – wird genannt
bhūta-bhāva-udbhava-karaḥ – welches das Entstehen (udbhava) und Fortdauern (bhāva) der Wesen (bhūta) bewirkt (kara)
visargaḥ – das Schaffende
karma-saṃjñitaḥ – wird als Handlung (karma) bezeichnet (saṃjñita)

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08-03 Krishna sprach: Brahman ist das Unvergängliche, das Höchste; Sein eigentliches Wesen heißt Adhyatma (Wissen um das Selbst, Essenz des Selbst); die Gabe, welche die Bhutas (Wesen, Elemente) sein und sichtbar werden lässt und sie auch erhält, heißt Karma

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08-03 Kommentar Sukadev

Zunächst die Antwort auf die erste und zweite Frage: „Was ist überhaupt Brahman?“

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08-03 Kommentar Swami Sivananda

Brahman ist unvergänglich, unveränderlich, ewig, in sich selbst existent, aus sich selbst leuchtend, unwandelbar und alldurchdringend. Es ist die Quelle, die Wurzel und der Schoß von allem. In Ihm leben und bewegen sich alle manifesten Wesen, und in Ihm existieren sie. Daher ist Es Paramam, das Höchste und Akshara.

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08-03 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 8. Kapitel, 3. Vers: Jeder Mensch ist Bewusstsein

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08-04 Devanagari Bhagavad Gita 8. Kapitel 4. Vers

अधिभूतं क्षरो भावः पुरुषश्चाधिदैवतम् |
अधियज्ञोऽहमेवात्र देहे देहभृतां वर || ८ ४ ||

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08-04 adhibhutam ksaro bhavah purushas cadhidaivatam adhiyajno ’ham evatra dehe deha-bhrtam vara

adhibhūtaṃ kṣaro bhāvaḥ
puruṣaścādhidaivatam
adhiyajño ’hamevātra
dehe dehabhṛtāṃ vara

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08-04 Wort-für-Wort Übersetzung

adhibhūtam – der materielle Bereich, der Bereich der Elemente (bhūta)
kṣaraḥ – (ist) die vergängliche
bhāvaḥ – Daseinsebene
puruṣaḥ – die Seele
ca – und
adhidaivatam – ist der göttliche Bereich (deva „Gott“, daiva „göttlich“)
adhiyajñaḥ – der über (adhi) das Opfer (yajña) Gebietende
aham – (bin) ich
eva – allein
atra – in diesem
dehe – Körper
deha-bhṛtām – unter den Verkörperten
vara – oh Bester

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08-04 Adhibhutam (die Essenz der Elemente) gehört zu Meiner vergänglichen Natur und Purusha, die Seele, ist Adhidaivam; Ich allein bin Adhiyajna, hier in diesem Körper, Oh Bester unter den Verkörperten

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08-04 Kommentar Sukadev

Gott ist Adhibhutam, die Essenz der Elemente. Krishna hat im siebten Kapitel über die verschiedenen Teile der vergänglichen Welt gesprochen. Hier ergänzt er, dass er Adhibhuta, die Essenz der Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft, Äther ist. Mit anderen Worten: Das physische Universum ist die vergängliche Natur Gottes. Wir können nicht sagen: Hier ist die böse Welt. Da ist der gute Gott. Sondern: „Vasudeva sarvam iti“ „Alles ist wahrhaftig Gott“ (Bh G VII 19). Oder auch „Sarvam kalvidam brahman“, „Alles ist wahrhaftig Brahman“. Gott ist auch in den Elementen. Wir können Gott in der manifesten Natur erkennen und erfahren.

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08-04 Kommentar Swami Sivananda

Adhibhutam: Die vergängliche Natur; das sich verändernde Universum der fünf Elemente mit all seinen Objekten; alle materiellen Dinge, alles, was geboren ist; die sich verändernde Welt von Namen und Formen.

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08-04 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 8. Kapitel, 4. Vers: Das Wissen um die Elemente

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08-05 Devanagari Bhagavad Gita 8. Kapitel 5. Vers

अन्तकाले च मामेव स्मरन्मुक्त्वा कलेवरम् |
यः प्रयाति स मद्भावं याति नास्त्यत्र संशयः || ८ ५ ||

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08-05 anta-kale ca mam eva smaran muktva kalevaram yah prayati sa mad-bhavam yati nasty atra samsayah

antakāle ca māmeva
smaranmuktvā kalevaram
yaḥ prayāti sa madbhāvaṃ
yāti nāstyatra saṃśayaḥ

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08-05 Wort-für-Wort Übersetzung

anta-kāle – zur Todesstunde
ca – und
mām – an mich
eva – nur, allein
smaran – in dem er sich erinnert
muktvā – verlassend
kalevaram – den Körper
yaḥ – wer
prayāti – stirbt
saḥ – der
mat-bhāvam – zu meinem (mat) Wesen (bhāva)
yāti – gelangt
na – nicht
asti – ist
atra – hier
saṃśayaḥ – ein Zweifel

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08-05 Und jeder, der beim Verlassen des Körpers weiterhin an Mich denkt, gelangt zur Stunde des Todes zu Meinem Wesen: darüber besteht kein Zweifel

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08-06 Devanagari Bhagavad Gita 8. Kapitel 6. Vers

यं यं वाऽपि स्मरन्भावं त्यजत्यन्ते कलेवरम् |
तं तमेवैति कौन्तेय सदा तद्भावभावितः || ८ ६ ||

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08-06 yam yam vapi smaran bhavam tyajaty ante kalevaram tam tam evaiti kaunteya sada tad-bhava-bhavitah

yaṃ yaṃ vā.api smaranbhāvaṃ
tyajatyante kalevaram
taṃ tamevaiti kaunteya
sadā tadbhāvabhāvitaḥ

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08-06 Wort-für-Wort Übersetzung

yam yam – an welche immer
vā – oder
api – auch
smaran – denkend, sich erinnernd
bhāvam – Seinsweise
tyajati – er verlässt
ante – am Ende
kalevaram – (seinen) Körper
tam tam – zu dieser
eva – genau
eti – geht er
kaunteya – oh Sohn Kuntīs (Arjuna)
sadā – immer
tat-bhāva-bhāvitaḥ – geistig durchtränkt (bhāvita) vom Denken (bhāva) an diese (tat) Seinsweise

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08-06 Jeder, der am Ende den Körper verlässt und an irgendein Wesen denkt, geht allein zu diesem Wesen, Oh Arjuna, durch sein ständiges Denken an dieses Wesen

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08-06 Kommentar Sukadev

Die letzten Gedanken, die ein Mensch hat, sind besonders wichtig. Angenommen der letzte Gedanke richtet sich beim Übergang in die Feinstoffwelt  an die verstorbene Mutter: Wenn die Verbindung sehr stark war und die Mutter sich bis dahin noch nicht inkarniert hat, dann kann der Betreffende seine Mutter in der Feinstoffwelt treffen und die ganze Verwandtschaft. Anschließend können sich alle einer nach dem anderen wieder inkarnieren. Es muss dann nicht so sein, dass die Mutter im nächsten Leben wieder die Mutter ist. Es kann sein, dass sie im nächsten Leben die Schwester ist oder die Vermieterin oder die Frau, zu der er als Aupairmädchen hinkommt. Sie wird auf jeden Fall jemand sein, zu dem er eine gefühlsmäßige Bindung hat. Sie kann auch seine Frau sein oder sogar das Geschlecht wechseln und im nächsten Leben sein Großvater sein. So werden wir immer wieder in wechselnden Beziehungen geboren, wenn wir im Moment des Todes an unsere Familienmitglieder denken.

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08-06 Kommentar Swami Sivananda

Die letzten Gedanken bestimmen die nächste Geburt. Der Gedanke, der im Leben vorherrschte, beschäftigt den Geist zur Stunde des Todes. Der vorherrschende Gedanke in der Todesstunde ist der, dem im Leben die meiste Aufmerksamkeit geschenkt worden war. Der letzte Gedanke bestimmt die Natur oder den Charakter des nächsten Körpers. Wie ein Mensch denkt, so wird er.

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08-06 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 8. Kapitel, 6. Vers: Der letzte Gedanke vor dem Tod

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08-07 Devanagari Bhagavad Gita 8. Kapitel 7. Vers

तस्मात्सर्वेषु कालेषु मामनुस्मर युध्य च |
मय्यर्पितमनोबुद्धिर्मामेवैष्यस्यसंशयः || ८ ७ ||

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08-07 tasmat sarveshu kaleshu mam anusmara yudhya ca mayy arpita-mano-buddhir mam evaishyasy asamsayah

tasmātsarveṣu kāleṣu māmanusmara yudhya ca
mayyarpitamanobuddhirmāmevaiṣyasyasaṃśayaḥ

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08-07 Wort-für-Wort Übersetzung

tasmāt – deshalb
sarveṣu – zu allen
kāleṣu – Zeiten
mām – an mich
anusmara – denke, erinnere dich
yudhya – kämpfe
ca – und
mayi – auf mich
arpita-manaḥ-buddhiḥ – Geist (manas) und Verstand (buddhi) gerichtet (arpita)
mām – zu mir
eva – allein
eṣyasi – wirst du gehen
asaṃśayaḥ – zweifellos

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08-07 Daher denke alle Zeit nur an Mich und kämpfe. Wenn Geist und Verstand fest auf Mich gerichtet (in Mich versenkt) sind, wirst du ohne Zweifel allein zu Mir kommen

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08-07 Kommentar Sukadev

Krishna rät Arjuna zu kämpfen. Er verwendet häufig eine kriegerische Sprache, damit Arjuna, der aus der Kriegerkaste kommt, ihn versteht. Wenn Arjuna ein Kaufmann wäre, dann würde Krishna eher in der Sprache eines Kaufmanns zu ihm sprechen. Der Leser wird vermutlich weniger Bezug zur kriegerischen Sprache haben. Man könnte die Worte Krishnas auch umformulieren und sagen: „Bemühe dich.“ Das Denken an Gott geschieht nicht einfach vonalleine. Man muss sich anstrengen. Nur dann, wenn wir den Geist fest auf Gott richten, dann kommen wir zu ihm.

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08-07 Kommentar Swami Sivananda

Das gesamte Instrumentarium des Geistes muß auf den Herrn gerichtet sein. Arbeite und überlasse Geist und Verstand Ihm.

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08-07 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 8. Kapitel, 7. Vers: Lenke deinen Geist auf Gott

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08-08 Devanagari Bhagavad Gita 8. Kapitel 8. Vers

अभ्यासयोगयुक्तेन चेतसा नान्यगामिना |
परमं पुरुषं दिव्यं याति पार्थानुचिन्तयन् || ८    ८ ||

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08-08 abhyasa-yoga-yuktena cetasa nanya-gamina paramam purusham divyam yati parthanucintayan

abhyāsayogayuktena
cetasā nānyagāminā
paramaṃ puruṣaṃ divyaṃ
yāti pārthānucintayan

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08-08 Wort-für-Wort Übersetzung

abhyāsa-yoga-yuktena –  der gesammelt (yukta) ist durch die Methode (yoga) des Praktizierens (abhyāsa)
cetasā – mit einem Geist
na – nicht
anya-gāminā – der abschweift („anderswohin geht“)
paramam – zum höchsten
puruṣam – Geist
divyam – göttlichen, strahlenden
yāti – gelangt man
pārtha – oh Sohn Pṛthās (Arjuna)
anucintayan – indem man (über ihn) meditiert

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08-08 Wenn der Geist sich nicht anderen Dingen zuwendet, wenn er durch die Gewohnheit des Meditierens fest geworden ist und fortwährend meditiert, gelangt man zum höchsten Wesen, dem Strahlenden

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08-08 Kommentar Sukadev

„Abhyasa-yoga-yuktena“ wie es im Sanskritvers heißt, bedeutet „ständiges Praktizieren des Yoga.“ Nur wenn wir die Gewohnheit des Meditierens kultivieren, kommen wir zum höchsten Wesen.

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08-08 Kommentar Swami Sivananda

Abhyasa bedeutet Praktizieren. Praktizieren ist das ständige Wiederholen eines Gedankens über Gott. In der Meditation werden Vijatiya Vrittis (weltliche Gedanken, Gedanken, die nicht zum Gegenstand der Meditation gehören) ausgeschlossen, und es herrscht Sajatiya Vrittipravaha (das ständige Fließen von Gedanken über das Selbst oder das Absolute allein). Das ist Abhyasa. Abhyasa ist Yoga. Es wird in Nirvikalpa Samadhi sein Ende finden. Der Yogi mit Samahita Chitta (Gelassenheit) erreicht Paramatma, die höchste Seele. So wie die Flüsse ihre Namen und Formen aufgeben und mit dem Ozean eins werden, so wird auch der Weise, Vidvan, der frei ist von Namen und Formen, Tugend und Laster, identisch mit dem höchsten Selbst.

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08-08 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 8. Kapitel, 8. Vers: Der Geist ist durch die Meditation fest geworden

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08-09 Devanagari Bhagavad Gita 8. Kapitel 9. Vers

कविं पुराणमनुशासितारं
अणोरणीयंसमनुस्मरेद्यः |
सर्वस्य धातारमचिन्त्यरूपं
आदित्यवर्णं तमसः परस्तात् || ८ ९ ||

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08-09 kavim puranam anusasitaram anor aniyamsam anusmared yah sarvasya dhataram acintya-rupam aditya-varnam tamasah parastat

kaviṃ purāṇamanuśāsitāraṃ
aṇoraṇīyaṃsamanusmaredyaḥ
sarvasya dhātāramacintyarūpaṃ
ādityavarṇaṃ tamasaḥ parastāt

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08-09 Wort-für-Wort Übersetzung

kavim – Weisen, Seher
purāṇam – an den uralten
anuśāsitāram – den Lehrer, Lenker
aṇoḥ – als ein Atom
aṇīyāṃsam – der kleiner ist
anusmaret – sich erinnern kann
yaḥ – wer
sarvasya – von allem
dhātāram – den Erhalter
acintya-rūpam – dessen Gestalt (rūpa) nicht vorstellbar (acintya) ist
āditya-varṇam – der die Farbe (varṇa) der Sonne (āditya) hat
tamasaḥ – der Dunkelheit
parastāt – jenseits

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08-09 Wer zur Stunde des Todes meditiert über den Allwissenden, der ohne Anfang und Ende ist, den Beherrscher der ganzen Welt, der kleiner ist als ein Atom, der alles erhellt, dessen Gestalt nicht wahrnehmbar ist, der strahlt wie die Sonne und jenseits von Dunkelheit ist,

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08-09 Kommentar Swami Sivananda

Kavim: Der Weise, Seher oder Dichter, der Allwissende.

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08-09 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 8. Kapitel, 9. Vers: Yogakraft

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08-10 Devanagari Bhagavad Gita 8. Kapitel 10. Vers

प्रयाणकाले मनसाऽचलेन
भक्त्या युक्तो योगबलेन चैव |
भ्रुवोर्मध्ये प्राणमावेश्य सम्यक्
स तं परं पुरुषमुपैति दिव्यम् || ८ १० ||

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08-10 prayana-kale manasacalena bhaktya yukto yoga-balena caiva bhruvor madhye pranam avesya samyak sa tam param purusham upaiti divyam

prayāṇakāle manasā.acalena
bhaktyā yukto yogabalena caiva
bhruvormadhye prāṇamāveśya samyak
sa taṃ paraṃ puruṣamupaiti divyam

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08-10 Wort-für-Wort Übersetzung

prayāṇa-kāle – in der Todesstunde
manasā – Geist
acalena – mit unerschütterlichem
bhaktyā – mit Hingabe
yuktaḥ – versehen
yoga-balena – vermöge der Yogakraft
ca  eva – und
bhruvoḥ – den Augenbrauen
madhye – zwischen
prāṇam – den Atem
āveśya – (wer) konzentriert hat
samyak – vollkommen
saḥ – der
tam – zu diesem
param – höchsten
puruṣam – Geist
upaiti – gelangt
divyam – göttlichen, strahlenden

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08-10 Wessen Geist unerschütterlich, wer voller Hingabe ist, wer mit Hilfe der gesamten Yogakraft den gesamten Lebensatem zwischen den Augenbrauen festhält, erreicht dieses strahlende höchste Wesen

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08-10 Kommentar Sukadev

Krishna rät uns zu meditieren und zu praktizieren. Nur durch Yogapraktiken können wir Samadhi erreichen.

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08-10 Kommentar Swami Sivananda

Der Yogi erlangt ungeheure innere Stärke und Konzentrationskraft. Sein Geist wird ganz ruhig durch die ständige Praxis von Konzentration und Meditation. Zuerst meditiert er auf die niederen Chakras, Muladhara, Svadhishthana und Manipura. Dann konzentriert er sich auf den Herzlotus (Anahata Chakra). Dann zieht er den Lebensatem (das Prana) durch die Sushumna und hält ihn zwischen den Augenbrauen fest. Schließlich erreicht er den strahlenden höchsten Purusha (das höchste Wesen) durch die oben beschriebene Yogatechnik.

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08-10 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 8. Kapitel, 10. Vers: Konzentriere dich zwischen den Augenbrauen

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08-11 Devanagari Bhagavad Gita 8. Kapitel 11. Vers

यदक्षरं वेदविदो वदन्ति
विशन्ति यद्यतयो वीतरागाः |
यदिच्छन्तो ब्रह्मचर्यं चरन्ति
तत्ते पदं संग्रहेण प्रवक्ष्ये || ८ ११ ||

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08-11 yad aksharam veda-vido vadanti vishanti yad yatayo vita-ragah yad icchanto brahmacaryam caranti tat te padam sangrahena pravaksye

yadakṣaraṃ vedavido vadanti
viśanti yadyatayo vītarāgāḥ
yadicchanto brahmacaryaṃ caranti
tatte padaṃ saṃgraheṇa pravakṣye

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08-11 Wort-für-Wort Übersetzung

yat – was
akṣaram – das Unvergängliche
veda-vidaḥ – die Vedakundigen
vadanti – nennen
viśanti – eingehen
yat – worin
yatayaḥ – die Asketen
vīta-rāgāḥ – die frei (vīta) von Leidenschaften (rāga) sind
yat – welches
icchantaḥ – sich ersehnend
brahma-caryam – im Zölibat, in der Enthaltsamkeit
caranti – (die Menschen) wandeln
tat – diesen
te – dir
padam – Zustand
saṃgraheṇa – zusammenfassend, kurz
pravakṣye – werde ich erläutern

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08-11 Das, was die Kenner der Veden das Unvergängliche nennen, das, wohin die Selbstbeherrschten (Asketen und Sannyasins) und die Leidenschaftslosen eingehen, und das, wofür die Menschen, die es ersehnen, im Zölibat leben – dieses Ziel werde Ich dir kurz erläutern

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08-11 Kommentar Sukadev

Viele verschiedene Menschen streben nach dem Ziel. Und viele Menschen streben mit unterschiedlichen Praktiken und Askesen zu diesem Ziel. Krishna will Arjuna in den nächsten beiden Versen erklären, wie man stirbt.

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08-11 Kommentar Swami Sivananda

Das höchste Wesen, das durch die heilige Silbe Om, Pranava, symbolisiert wird, ist die höchste Stufe, das höchste Ziel des Menschen.

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08-11 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 8. Kapitel, 11. Vers: Sei bereit, alles zu geben

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08-12 Devanagari Bhagavad Gita 8. Kapitel 12. Vers

सर्वद्वाराणि संयम्य मनो हृदि निरुध्य च |
मूर्ध्न्याधायात्मनः प्राणमास्थितो योगधारणाम् || ८ १२ ||

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08-12 sarva-dvarani samyamya mano hridi nirudhya ca murdhny adhayatmanah pranam asthito yoga-dharanam

sarvadvārāṇi saṃyamya mano hṛdi nirudhya ca
mūrdhnyādhāyātmanaḥ prāṇamāsthito yogadhāraṇām

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08-12 Wort-für-Wort Übersetzung

sarva-dvārāṇi – alle Tore
saṃyamya – nachdem er verschlossen hat
manaḥ – den Geist
hṛdi – im Herzen
nirudhya – eingeschlossen hat
ca – und
mūrdhni – auf dem Kopf (am Brahmarandhra); im Kopf (zwischen den Augenbrauen)
ādhāya – konzentriert hat
ātmanaḥ – eigenen
prāṇam – den Lebensatem
āsthitaḥ – wer praktiziert
yoga-dhāraṇām – die Yogaversenkung, Yogakonzentration

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08-12 Nachdem er alle Tore verriegelt und den Geist im Herzen eingeschlossen hat, nachdem er den Lebensatem im Kopf festgehalten hat und Konzentration übt,

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08-13 Devanagari Bhagavad Gita 8. Kapitel 13. Vers

ओमित्येकाक्षरं ब्रह्म व्याहरन्मामनुस्मरन् |
यः प्रयाति त्यजन्देहं स याति परमां गतिम् || ८ १३ ||

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08-13 om ity ekaksharam brahma vyaharan mam anusmaran yah prayati tyajan deham sa yati paramam gatim

omityekākṣaraṃ brahma
vyāharanmāmanusmaran
yaḥ prayāti tyajandehaṃ
sa yāti paramāṃ gatim

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08-13 Wort-für-Wort Übersetzung

om – om
iti – so
eka-akṣaram – (durch) diese eine Silbe
brahma – das Brahman (welches hierdurch klanglich repräsentiert wird)
vyāharan – indem er ausspricht
mām – an mich
anusmaran – sich erinnernd, denkend
yaḥ – wer
prayāti – stirbt
tyajan – verlassend
deham – den Körper
saḥ – der
yāti – gelangt
paramām – zum höchsten
gatim – Ziel

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08-13 wenn der Sterbende das einsilbige Om – für Brahman- spricht und beim Verlassen des Körpers an Mich denkt, erreicht er das höchste Ziel

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08-13 Kommentar Sukadev

Krishna gibt in diesen Versen eine Anleitung, wie man sterben kann. Wenn man merkt, dass man stirbt, ist es gut, die Tore zu verriegeln. Mit den „Toren“ sind die fünf Handlungsorgane und die fünf Wahrnehmungsorgane gemeint. Wenn wir merken, dass wir sterben, vertrauen wir die Welt Gott an. Wir sagen: „Meine Firma, mein Yogacenter, meine Familie, meine Verwandten, meine Yogaschüler, mein Haus, mein Hund, meine Katze und mein Kanarienvogel, vertraue ich dir an. Ich lasse dasalles jetzt los. Und ich brauche auch nicht noch einmal zu schauen, was ichalles verpasst habe, sondern ich lasse einfachalles los, verriegele die Tore nach außen.“ Vorher ist es gut, seinen weltlichen Nachlass geregelt zu haben, damit die Nachkommenschaft es einfach hat und keine Erbkriege machen muss.

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08-12 und 08-13 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 8. Kapitel, 12. und 13. Vers: Wie man spirituell stirbt

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08-14 Devanagari Bhagavad Gita 8. Kapitel 14. Vers

अनन्यचेताः सततं यो मां स्मरति नित्यशः |
तस्याहं सुलभः पार्थ नित्ययुक्तस्य योगिनः || ८ १४ ||

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08-14 ananya-cetah satatam yo mam smarati nityasah tasyaham sulabhah partha nitya-yuktasya yoginah

ananyacetāḥ satataṃ
yo māṃ smarati nityaśaḥ
tasyāhaṃ sulabhaḥ pārtha
nityayuktasya yoginaḥ

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08-14 Wort-für-Wort Übersetzung

ananya-cetāḥ – mit einem Geist (cetas), der auf nichts anderes (ananya) gerichtet ist
satatam – beständig
yaḥ – wer
mām – an mich
smarati – sich erinnert
nityaśaḥ – stets
tasya – für diesen
aham – (bin) ich
sulabhaḥ – leicht zu erreichen
pārtha – oh Sohn Pṛthās (Arjuna)
nitya-yuktasya – stets (nitya) gesammelten (yukta)
yoginaḥ – Yogi

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08-14 Ich bin leicht zu erreichen für diesen stets zielbewussten Yogi, der fortwährend und täglich (über eine lange Zeit) (mit aufrichtigem und einpünktigem Geist) an nichts anderes als an Mich denkt, Oh Arjuna

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08-14 Kommentar Sukadev

Es gilt, Mumukshuttwa, den intensiven Wunsch nach Befreiung, zu kultivieren. Wir sollten uns von nichts abhalten lassen, zu praktizieren. Wir sollten uns immer wieder bewusst machen: Die wichtigste Aufgabe im Leben ist die Selbstverwirklichung. Alles andere, was wir im Leben tun, dient diesem Ziel. Wenn wir diese Klarheit des Geistes und des Entschlusses haben, kommen wir leicht zu Gott.

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08-14 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 8. Kapitel, 14. Vers: Die wichtigste Pflicht, Gott als lebendig zu erfahren

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08-15 Devanagari Bhagavad Gita 8. Kapitel 15. Vers

मामुपेत्य पुनर्जन्म दुःखालयमशाश्वतम् |
नाप्नुवन्ति महात्मानः संसिद्धिं परमां गताः || ८ १५ ||

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08-15 mam upetya punar janma duhkhalayam asasvatam napnuvanti mahatmanah samsiddhim paramam gatah

māmupetya punarjanma
duḥkhālayamaśāśvatam
nāpnuvanti mahātmānaḥ
saṃsiddhiṃ paramāṃ gatāḥ

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08-15 Wort-für-Wort Übersetzung

mām – zu mir
upetya – wenn sie gelangt sind
punaḥ-janma – die Wiedergeburt
duḥkha-ālayam – diesen Ort (ālaya) der Leiden (duḥkha)
aśāśvatam – der nicht ewig ist
na – nicht
āpnuvanti – erlangen
mahā-ātmānaḥ – die großen Seelen
saṃsiddhim – Vollkommenheit
paramām – zur höchsten
gatāḥ – die gelangt sind

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08-15 Wenn diese großen Seelen zu Mir gelangt sind, werden sie (hier) an diesem nicht ewigen Ort des Schmerzes nicht wiedergeboren; sie haben höchste Vollkommenheit und Befreiung erreicht

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08-15 Kommentar Sukadev

Unter Ort des Schmerzes versteht Krishna diese Welt. Alle großen Meister sagen, dass diese Welt eine Welt des Leidens und des Schmerzes ist. Die erste der vier großen Wahrheiten Buddhas zum Beispiel lautet: „Alles Leben ist Leiden.“

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08-15 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 8. Kapitel, 15. Vers: Ort des Nicht-Schmerzes

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08-16 Devanagari Bhagavad Gita 8. Kapitel 16. Vers

आ ब्रह्मभुवनाल्लोकाः पुनरावर्तिनोऽर्जुन |
मामुपेत्य तु कौन्तेय पुनर्जन्म न विद्यते || ८ १६ ||

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08-16 a-brahma-bhuvanal lokah punar avartino ’rjuna mam upetya tu kaunteya punar janma na vidyate

ā brahma bhuvanāllokāḥ
punarāvartino ’rjuna
māmupetya tu kaunteya
punarjanma na vidyate

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08-16 Wort-für-Wort Übersetzung

ā brahma-bhuvanāt – bis hin zur Welt Brahmās
lokāḥ – (all) die Welten
punaḥ-āvartinaḥ – führen zur Wiederkehr
arjuna – oh Arjuna
mām – mich
upetya – wenn man erreicht hat
tu – aber
kaunteya – oh Sohn Kuntīs (Arjuna)
punaḥ-janma – Wiedergeburt
na – nicht
vidyate – findet statt

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08-16 (Alle) Welten, auch die Welt Brahmas, unterliegen der Wiederkehr, Oh Arjuna; wer aber Mich erreicht, Oh Sohn Kuntis, wird nicht wiedergeboren

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08-16 Kommentar Sukadev

Physische, astrale und kausale Welt haben einen Anfang und ein Ende. Sogar die Engelswesen sind nicht wirklich unsterblich, auch wenn sie manchmal als Amara (Unsterbliche) bezeichnet werden. Sie vergehen am Ende eines Zeitalters und kehren dann zurück am Beginn eines neuen Zeitalters.

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08-16 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 8. Kapitel, 16. Vers: Hinter allem ist Gott

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