04. Kapitel

04-01 Devanagari Bhagavad Gita 4. Kapitel 1. Vers

श्रीभगवानुवाच |

इमं विवस्वते योगं प्रोक्तवानहमव्ययम् |
विवस्वान्मनवे प्राह मनुरिक्ष्वाकवेऽब्रवीत् || ४ १ ||

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04-01 sri-bhagavan uvaca imam vivasvate yogam proktavan aham avyayam vivasvan manave praha manur iksvakave ’bravit

śrībhagavānuvāca
imaṃ vivasvate yogaṃ
proktavānahamavyayam
vivasvānmanave prāha
manurikṣvākave’bravīt

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04-01 Wort-für-Wort Übersetzung

śrī-bhagavān – der Erhabene
uvāca – sprach
imam – diesen
vivasvate – Vivasvat (der Sonne)
yogam – Yoga
proktavān – habe gelehrt
aham – ich
avyayam – unvergänglichen
vivasvān – Vivasvat
manave – Manu
prāha – lehrte (ihn)
manuḥ – Manu
ikṣvākave – dem Ikṣvāku
abravīt – verkündete (ihn)

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04-01 Krishna sprach: Diesen unvergänglichen Yoga lehrte ich Vivasvan; er gab ihn an Manu weiter. Manu berichte Ikshvaku davon

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04-01 Kommentar Swami Sivananda

Vivasvan ist die Sonne. Ikshvaku war der Sohn von Manu. Ikshvaku war der berühmte Vorfahre der Sonnendynastie der Kshatriyas.

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04-01 und 04-02 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 4. Kapitel, 1. und 2. Vers: Dieses unvergängliche Yoga lehrte ich

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04-02 Devanagari Bhagavad Gita 4. Kapitel 2. Vers

एवं परम्पराप्राप्तमिमं राजर्षयो विदुः |
स कालेनेह महता योगो नष्टः परंतप || ४ २ ||

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04-02 evam parampara-praptam imam rajarsayo viduh sa kaleneha mahata yogo nastah parantapa

evaṃ paramparāprāptam
imaṃ rājarṣayo viduḥ
sa kāleneha mahatā
yogo naṣṭaḥ paraṃtapa

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04-02 Wort-für-Wort Übersetzung

evam – auf diese Weise
paramparā-prāptam – durch die Schülernachfolge (paramparā) übermittelten
imam – diesen (Yoga)
rāja-ṛṣayaḥ – die königlichen Seher (ṛṣi)
viduḥ – lernten kennen
saḥ – dieser
kālena – Zeit
iha – hier, auf der Erde
mahatā – für lange
yogaḥ – Yoga
naṣṭaḥ – war verloren gegangen
paraṃtapa – oh Verbrenner der Feinde (Arjuna)

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04-02 Die königlichen Weisen kannten diesen Yoga, der in direkter Folge weitergegeben worden war. Durch eine lange Unterbrechung war dieser Yoga hier verloren gegangen, Oh Parantapa

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04-02 Kommentar Swami Sivananda

Die königlichen Weisen: Männer, die zugleich Könige und Weise waren, lernten diesen Yoga.

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04-03 Devanagari Bhagavad Gita 4. Kapitel 3. Vers

स एवायं मया तेऽद्य योगः प्रोक्तः पुरातनः |
भक्तोऽसि मे सखा चेति रहस्यं ह्येतदुत्तमम् || ४ ३ ||

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04-03 sa evayam maya te ’dya yogah proktah puratanah bhakto ’si me sakha ceti rahasyam hy etad uttamam

sa evāyaṃ mayā te’dya
yogaḥ proktaḥ purātanaḥ
bhakto’si me sakhā ceti
rahasyaṃ hyetaduttamam

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04-03 Wort-für-Wort Übersetzung

saḥ eva ayam – genau dieser
mayā – von mir
te – dir
adya – heute
yogaḥ – Yoga
proktaḥ – wurde gelehrt
purātanaḥ – uralte
bhaktaḥ – Verehrer, Geweihter
asi – du bist
me – mein
sakhā – Freund
ca – und
iti – weil
rahasyam – Geheimnis
hi – denn
etat – das (dieser Yoga ist)
uttamam – das höchste

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04-03 So habe Ich dir heute diesen uralten Yoga gelehrt, denn du verehrst Mich und bist Mein Freund; er ist das höchste Geheimnis

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04-03 Kommentar Sukadev

Krishna sagt Arjuna, dass das, was er ihn eben gelehrt hat, nichts Neues ist. Er hat es schon andere gelehrt. Diese Aussage machen die meisten Weisen. Ein wirklicher selbstverwirklichter Mensch wird selten sagen, dass er etwas grundlegend Neues bringt. Die ältesten Schriften sind die Veden. Die Upanishaden, als Teile der Veden, enthalten eigentlich schon alles Wissen. Das widerspricht natürlich etwas dem westlichen Fortschrittsglauben. Wir nehmen an, wir sind klüger als unsere Eltern. Unsere Eltern haben angenommen, sie wüssten mehr als unsere Großeltern. Und diese waren ganz davon überzeugt, dass sie mehr wussten als die Urgroßeltern usw. D.h. wir sind um vielfaches klüger als die Menschen vor 1000 Jahren. Aber wenn wir die uralten Upanishaden lesen stellen wir fest, dass da das höchste Wissen schon enthalten ist. Auch Jesus selbst hat gesagt:

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04-03 Kommentar Swami Sivananda

Dieser Yoga beinhaltet tiefe und subtile Lehren. Daher ist er das höchste Geheimnis, das vom Herrn enthüllt worden ist.

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04-03 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 4. Kapitel, 3. Vers: Krishna, du bist mein Freund

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04-04 Devanagari Bhagavad Gita 4. Kapitel 4. Vers

अर्जुन उवाच |

अपरं भवतो जन्म परं जन्म विवस्वतः |
कथमेतद्विजानीयां त्वमादौ प्रोक्तवानिति || ४ ४ ||

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04-04 arjuna uvaca aparam bhavato janma param janma vivasvatah katham etad vijaniyam tvam adau proktavan iti

arjuna uvāca
aparaṃ bhavato janma
paraṃ janma vivasvataḥ
kathametadvijānīyāṃ
tvamādau proktavāniti

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04-04 Wort-für-Wort Übersetzung

arjuna – Arjuna
uvāca – sprach
aparam – später („näher liegend“)
bhavataḥ – (war) deine
janma – Geburt
param – früher („entfernter“)
janma – die Geburt
vivasvataḥ – des Vivasvat (der Sonne)
katham – wie
etat – das
vijānīyām – soll ich verstehen
tvam – du
ādau – am Anfang
proktavān – (diesen Yoga) gelehrt hast
iti – dass

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04-04 Arjuna sprach: Du wurdest später geboren und die Sonne ist vor Dir entstanden; wie soll ich verstehen, dass Du am Anfang diesen Yoga gelehrt hast?

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04-04 Kommentar Sukadev

Arjuna versteht Krishna nicht. Er denkt, Krishna wäre erst 60 Jahre alt.

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04-04 Kommentar Swami Sivananda

Deine Geburt fand später im Hause Vasudevas statt; Vivasvan oder Vivasvat (die Sonne) entstand früher, am Beginn der Evolution. Wie soll ich glauben, daß Du am Beginn diesen Yoga Vivasvan gelehrt hast, und daß Du, dieselbe Person, ihn nun an mich weitergegeben hast? Das kann ich nicht in Einklang bringen. Sei bitte so freundlich und kläre mich auf, Oh Herr!

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04-05 Devanagari Bhagavad Gita 4. Kapitel 5. Vers

श्रीभगवानुवाच |

बहूनि मे व्यतीतानि जन्मानि तव चार्जुन |
तान्यहं वेद सर्वाणि न त्वं वेत्थ परंतप || ४ ५ ||

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04-05 sri-bhagavan uvaca bahuni me vyatitani janmani tava carjuna tany aham veda sarvani na tvam vettha parantapa

śrībhagavānuvāca
bahūni me vyatītāni
janmāni tava cārjuna
tānyahaṃ veda sarvāṇi
na tvaṃ vettha paraṃtapa

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04-05 Wort-für-Wort Übersetzung

śrī-bhagavān – der Erhabene
uvāca – sprach
bahūni – viele
me – ich hatte („mir sind“)
vyatītāni – vergangene
janmāni – Geburten
tava – du („dir“)
ca – auch
arjuna – oh Arjuna
tāni – diese
aham – ich
veda – kenne
sarvāṇi – alle
na – nicht
tvam – du
vettha – kennst (sie)
paraṃtapa – oh Verbrenner der Feinde (Arjuna)

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04-05 Krishna sprach: Viele Geburten liegen hinter Mir; genauso wie es bei dir der Fall ist, Oh Arjuna; Ich kenne sie alle, aber du kennst sie nicht, Oh Parantapa (der die Feinde verbrennt)

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04-05 Kommentar Swami Sivananda

Du verfügst nicht über intuitives Wissen. Als Folge deiner vergangenen Handlungen hat sich das Auge der Weisheit in dir noch nicht geöffnet. Daher ist die Kraft deiner Sicht begrenzt und deshalb kennst du deine früheren Geburten nicht. Ich aber kenne sie, denn ich bin allwissend.

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04-05 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 4. Kapitel, 5. Vers: Reinkarnationslehre

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04-06 Devanagari Bhagavad Gita 4. Kapitel 6. Vers

अजोऽपि सन्नव्ययात्मा भूतानामीश्वरोऽपि सन् |
प्रकृतिं स्वामधिष्ठाय संभवाम्यात्ममायया || ४ ६ ||

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04-06 ajo ’pi sann avyayatma bhutanam isvaro ’pi san prakritim svam adhisthaya sambhavamy atma-mayaya

ajo ’pi sannavyayātmā
bhūtānāmīśvaro ’pi san
prakṛtiṃ svāmadhiṣṭhāya
saṃbhavāmyātmamāyayā

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04-06 Wort-für-Wort Übersetzung

ajaḥ – ungeboren
api – obwohl
san – ich bin („seiend“)
avyaya-ātmā – von unvergänglichem (avyaya) Wesen
bhūtānām – der Wesen
īśvaraḥ – der Herr
api – (und) obwohl
san – ich bin („seiend“)
prakṛtim – Natur
svām – die eigene
adhiṣṭhāya – beherrschend
saṃbhavāmi – entstehe ich (immer wieder)
ātma-māyayā – durch meine eigene Schöpferkraft (māyā)

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04-06 Obwohl Ich ungeboren bin, unvergänglich und der Herr aller Wesen, werde Ich doch durch meine Maya geboren, da Ich Meine Natur beherrsche

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04-06 Kommentar Sukadev

Krishna versucht Arjuna das Geheimnis eines Avatars zu erklären. Er verdeutlicht Arjuna, dass es einen Unterschied zwischen einer Inkarnation und einer Reinkarnation gibt.

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04-06 Kommentar Swami Sivananda

Der Mensch ist durch Karma gebunden. Also wird er geboren. Er unterliegt dem Zugriff der Natur. Er wird von den drei Eigenschaften der Natur getäuscht, wohingegen der Herr die Maya vollkommen beherrscht. Er herrscht über die Natur und ist daher nicht den Eigenschaften der Natur unterworfen. Es scheint, als wäre Er durch Seine eigene Maya oder verschleiernde Kraft geboren und verkörpert, so ist es aber in Wirklichkeit nicht. Natürlich ist Seine Verkörperung nur scheinbar. Sie kann Seine wahre göttliche Natur nicht im mindesten berühren. (Vgl.IX.8)

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04-06 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 4. Kapitel, 6. Vers: Herr aller Wesen

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04-07 Devanagari Bhagavad Gita 4. Kapitel 7. Vers

यदा यदा हि धर्मस्य ग्लानिर्भवति भारत |
अभ्युत्थानमधर्मस्य तदात्मानं सृजाम्यहम् || ४ ७ ||

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04-07 yada yada hi dharmasya glanir bhavati bharata abhyutthanam adharmasya tadatmanam srjamy aham

yadā yadā hi dharmasya
glānirbhavati bhārata
abhyutthānamadharmasya
tadātmānaṃ sṛjāmyaham

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04-07 Wort-für-Wort Übersetzung

yadā yadā – immer wenn
hi – denn
dharmasya – der Ordnung
glāniḥ – eine Abnahme
bhavati – es gibt
bhārata – oh Nachkomme Bharatas
abhyutthānam – ein Entstehen
adharmasya – von Unordnung
tadā – dann
ātmānam – mich selbst (neu)
sṛjāmi – erschaffe
aham – ich

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04-07 Immer dann, wenn Dharma (Rechtschaffenheit) verfällt, Oh Arjuna und Adharma wächst, manifestiere Ich Mich

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04-07 Kommentar Swami Sivananda

Dharma ist das, was Stütze und Halt bietet. Es gibt im Deutschen dafür keinen wirklich entsprechenden Begriff. Das, was dem Menschen hilft, Moksha, die Rettung, zu erlangen, ist Dharma. Was einen Menschen unreligiös oder sündhaft macht, ist Adharma. Was den Menschen erhebt und ihm hilft, das Ziel seines Lebens zu erreichen und Wissen zu erlangen, ist Dharma; was ihn hinunterzieht und in den Abgrund von Weltlichkeit und Unwissenheit schleudert, ist Adharma.

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04-07 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 4. Kapitel, 7. Vers: Rechtschaffenheit

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04-08 Devanagari Bhagavad Gita 4. Kapitel 8. Vers

परित्राणाय साधूनां विनाशाय च दुष्कृताम् |
धर्मसंस्थापनार्थाय संभवामि युगे युगे || ४ ८ ||

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04-08 paritranaya sadhunam vinasaya ca duskritam dharma-samsthapanarthaya sambhavami yuge yuge

paritrāṇāya sādhūnāṃ
vināśāya ca duṣkṛtām
dharmasaṃsthāpanārthāya
saṃbhavāmi yuge yuge

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04-08 Wort-für-Wort Übersetzung

paritrāṇāya – zum Schutz
sādhūnām – der Guten
vināśāya – zur Vernichtung
ca – und
duṣkṛtām – der Übeltäter
dharma-saṃsthāpana-arthāya – zum Zwecke (artha) der Errichtung (saṃsthāpana) der Ordnung (dharma)
saṃbhavāmi – entstehe ich (erneut)
yuge yuge – in jedem Zeitalter (yuga)

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04-08 Um die Guten zu schützen, die Bösen zu vernichten und Rechtschaffenheit zu errichten, werde Ich in jedem Zeitalter geboren

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04-08 Kommentar Sukadev

Ein Avatar inkarniert sich in jedem Zeitalter, um Dharma zu erhöhen und Adharma zu reduzieren, Gute zu schützen und Böse zu vernichten.

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04-08 Kommentar Swami Sivananda

Sadhunam: Die Guten, die ein rechtschaffenes Leben führen, die ihren Körper zum Dienst an der Menschheit einsetzen, die frei sind von Selbstsucht, Lust und Habgier und ihr Leben der Kontemplation über das Göttliche widmen. Dushkritam: Übeltäter, die ein sündhaftes Leben führen, die Gesetze der Gesellschaft brechen, selbstgefällig, unaufrichtig und habsüchtig sind, andere beleidigen, sich gewaltsam der Habe anderer bemächtigen und alle möglichen Greueltaten verüben.

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04-08 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 4. Kapitel, 8. Vers: Krishna – Inkarnation Gottes

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04-09 Devanagari Bhagavad Gita 4. Kapitel 9. Vers

जन्म कर्म च मे दिव्यमेवं यो वेत्ति तत्त्वतः |
त्यक्त्वा देहं पुनर्जन्म नैति मामेति सोऽर्जुन || ४ ९ ||

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04-09 janma karma ca me divyam evam yo vetti tattvatah tyaktva deham punar janma naiti mam eti so ’rjuna

janma karma ca me divyamevaṃ yo vetti tattvataḥ
tyaktvā dehaṃ punarjanma naiti māmeti so ’rjuna

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04-09 Wort-für-Wort Übersetzung

janma – Geburt
karma – Handeln
ca – und
me – mein(e)
divyam – göttliche(s)
evam – in dieser Weise
yaḥ – wer
vetti – erkennt
tattvataḥ – wahrheitsgemäß
tyaktvā – wenn er verlassen hat
deham – (seinen) Körper
punar-janma – zur Wiedergeburt
na – nicht
eti – geht
mām – zu mir
eti – geht
saḥ – der
arjuna – oh Arjuna

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04-09 Wer so Mein göttliches Geborenwerden und Handeln in ihrem wahren Licht erkennt, wird nicht wiedergeboren, nachdem er seinen Körper verlassen hat; er kommt zu Mir, Oh Arjuna

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04-09 Kommentar Swami Sivananda

Wenn der Herr auch scheinbar geboren wurde, ist Er doch immer jenseits von Geburt und Tod; obwohl er scheinbar handelt, um Rechtschaffenheit fest zu begründen, ist Er immer jenseits allen Handelns. Wer dies erkennt, wird nicht wiedergeboren. Er erlangt Selbsterkenntnis und wird zu Lebzeiten befreit.

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04-09 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 4. Kapitel, 9. Vers: Göttliches Geborenwerden

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04-10 Devanagari Bhagavad Gita 4. Kapitel 10. Vers

वीतरागभयक्रोधा मन्मया मामुपाश्रिताः |
बहवो ज्ञानतपसा पूता मद्भावमागताः || ४ १० ||

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04-10 vita-raga-bhaya-krodha man-maya mam upasritah bahavo jnana-tapasa puta mad-bhavam agatah

vītarāgabhayakrodhā
manmayā māmupāśritāḥ
bahavo jñānatapasā
pūtā madbhāvamāgatāḥ

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04-10 Wort-für-Wort Übersetzung

vīta-rāga-bhaya-krodhāḥ – frei von Leidenschaft (rāga), Furcht (bhaya) und Zorn (krodha)
mat-mayāḥ – in mir aufgegangen („aus mir bestehend“)
mām – mich
upāśritāḥ – um Zuflucht ersuchend
bahavaḥ – viele
jñāna-tapasā – durch die Glut (tapas) der Erkenntnis (jñāna)
pūtāḥ – gereinigt
mat-bhāvam – zu meinem (mat) Wesen (bhāva)
āgatāḥ – sind gekommen

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04-10 Frei von Verhaftung, Furcht und Zorn, in Mir aufgegangen, bei Mir Zuflucht suchend und gereinigt durch das Feuer der Erkenntnis sind viele zu Meinem Wesen gelangt

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04-10 Kommentar Sukadev

Krishna sagt, er sei als Avatar auf die Welt gekommen und wer das erkennt und ihn als Gott verehrt, der wird nicht wiedergeboren werden. Das Element der Gnade spielt eine gewisse Rolle. Wir können sagen, der Jnana Yogi muss sich selbst befreien, der Bhakta wird von Gott befreit, indem er bei Gott Zuflucht sucht. Dieser Glauben hat Parallelen zum modernen Christentum. Wenn wir vollständig an Gott glauben, dann wird Gott für uns die Erlösung bringen. Wir brauchen nichts dafür zu tun.

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04-10 Kommentar Swami Sivananda

Für den Menschen mit Selbsterkenntnis endet die Verhaftung an Sinnesobjekte. Wer erkennt, daß er das beständige, unzerstörbare, ewige Selbst und Veränderung eine Eigenschaft des Körpers ist, wird furchtlos. Wie kann in einem Menschen, der wunschlos und frei von Selbstsucht ist und überall nur das Selbst wahrnimmt, Zorn entstehen?

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04-10 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 4. Kapitel, 10. Vers: Das Wesen Gottes 

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04-11 Devanagari Bhagavad Gita 4. Kapitel 11. Vers

ये यथा मां प्रपद्यन्ते तांस्तथैव भजाम्यहम् |
मम वर्त्मानुवर्तन्ते मनुष्याः पार्थ सर्वशः || ४ ११ ||

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04-11 ye yatha mam prapadyante tams tathaiva bhajamy aham mama vartmanuvartante manushyah partha sarvasah

ye yathā māṃ prapadyante
tāṃstathaiva bhajāmyaham
mama vartmānuvartante
manuṣyāḥ pārtha sarvaśaḥ

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04-11 Wort-für-Wort Übersetzung

ye – welche (Menschen)
yathā – wie, auf welche Art
mām – zu mir
prapadyante – Zuflucht nehmen
tān – diese
tathā eva – genau so, dementsprechend
bhajāmi – belohne
aham – ich
mama – meinem
vartma – Weg
anuvartante – folgen
manuṣyāḥ – die Menschen
pārtha – oh Sohn Pṛthās (Arjuna)
sarvaśaḥ – auf jede Art und Weise

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04-11 In der Weise, in der die Menschen zu Mir kommen, werden sie von Mir belohnt; auf jede Weise beschreiten die Menschen Meinen Weg, Oh Arjuna

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04-11 Kommentar Sukadev

Dieser Vers kann vielfältig interpretiert werden.

Zum einen heißt es: „Auf die Weise, auf die die Menschen zu mir kommen, werden sie belohnt.“

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04-11 Kommentar Swami Sivananda

Ich belohne die Menschen, indem Ich ihnen die Dinge schenke, die sie je nach den Wegen und Motiven, mit denen sie Mich suchen, wünschen.

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04-11 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 4. Kapitel, 11. Vers: Komm zu mir

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04-12 Devanagari Bhagavad Gita 4. Kapitel 12. Vers

काङ्क्षन्तः कर्मणां सिद्धिं यजन्त इह देवताः |
क्षिप्रं हि मानुषे लोके सिद्धिर्भवति कर्मजा || ४ १२ ||

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04-12 kanksantah karmanam siddhim yajanta iha devatah ksipram hi manuse loke siddhir bhavati karma-ja

kāṅkṣantaḥ karmaṇāṃ siddhiṃ
yajanta iha devatāḥ
kṣipraṃ hi mānuṣe loke
siddhirbhavati karmajā

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04-12 Wort-für-Wort Übersetzung

kāṅkṣantaḥ – diejenigen, die ersehnen
karmaṇām – der Opferhandlungen
siddhim – den Erfolg
yajante – opfern
iha – hier, in dieser Welt
devatāḥ – den Göttern
kṣipram – schnell
hi – denn
mānuṣe – in der menschlichen
loke – Welt
siddhiḥ – Erfolg
bhavati – entsteht
karmajā – dessen Ursprung Opferhandlungen (karma) sind

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04-12 Menschen, die in dieser Welt Erfolg im Handeln ersehnen, opfern den Göttern; denn Menschen erlangen durch Handeln rasch Erfolg

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04-12 Kommentar Sukadev

Wenn wir Erfolg in unserem Karma haben wollen, dann können wir den Devas, den Engelswesen opfern. Es gibt spezifische Mantras, um spezifische Devas für spezifische Zwecke anzurufen. Man kann Indra anrufen, wenn es leicht regnen soll. Varuna, wenn es stärker regnen soll. Kubera können wir anrufen, wenn wir reich werden wollen, Kama, wenn wir wollen, dass jemand anderes sich in uns verliebt. Es gibt auch Rituale die unsere Anrufung unterstützen und zu Erfolg führen. Aber genau das ist es, was Krishna will, das wir nicht machen. Er spricht sich immer wieder gegen die Purva Mimamsa Philosophie aus, wo Menschen immer wieder Yajna, Homa, Puja machen, um bestimmte Siddhis als Erfolg zu bekommen.

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04-12 Kommentar Swami Sivananda

Es ist sehr schwierig, Selbsterkenntnis und Selbstverwirklichung zu erlangen. Es verlangt vollkommenes Entsagen. Der Suchende muß über die vier Mittel (siehe III.3) und viele andere Tugenden verfügen und beständig und intensiv meditieren. Weltlicher Erfolg hingegen kann rasch und leicht erreicht werden.

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04-12 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 4. Kapitel, 12. Vers: Der eine unendliche Gott

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04-13 Devanagari Bhagavad Gita 4. Kapitel 13. Vers

चातुर्वर्ण्यं मया सृष्टं गुणकर्मविभागशः |
तस्य कर्तारमपि मां विद्ध्यकर्तारमव्ययम् || ४ १३ ||

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04-13 catur-varnyam maya srstam guna-karma-vibhagasah tasya kartaram api mam viddhy akartaram avyayam

cāturvarṇyaṃ mayā sṛṣṭaṃ
guṇakarmavibhāgaśaḥ
tasya kartāramapi māṃ
viddhyakartāramavyayam

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04-13 Wort-für-Wort Übersetzung

cātur-varṇyam – das System der vier Kasten (varṇa)
mayā – von mir
sṛṣṭam – wurde geschaffen
guṇa-karma-vibhāgaśaḥ – gemäß der entsprechenden Verschiedenheiten (vibhāga) hinsichtlich der Eigenschaften (guṇa) 
      und Handlungen (karma)
tasya – dessen
kartāram – als Urheber
api – gleichwohl
mām – mich
viddhi – erkenne
akartāram – Nichthandelnden
avyayam – (als auch) als unwandelbaren

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04-13 Die vier Kasten wurden von Mir gemäß der Unterschiedlichkeit von Guna und Karma geschaffen; obwohl Ich ihr Urheber bin, wisse, dass Ich nicht handle und unwandelbar bin

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04-13 Kommentar Sukadev

Krishna sagt, dass die vier Kasten nach Guna und Karma geschaffen worden sind. Er interpretiert Kasten anders als es in Indien vorherrschend ist. Die Inder glauben, in eine Kaste komme man durch Geburt. Krishna glaubt in eine Kaste komme man nach Guna.

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04-13 Kommentar Swami Sivananda

Die vier Kasten (Brahmanen, Kshatriyas, Vaishyas und Shudras) sind nach der Unterschiedlichkeit von Guna und Karma eingeteilt. In einem Brahmanen dominiert Sattva. Er besitzt Selbstbeherrschung, Reinheit, Gelassenheit, Ehrlichkeit, Frömmigkeit, usw. In einem Kshatriya dominiert Rajas. Er besitzt Kühnheit, Glanz, Festigkeit, Gewandtheit, Großzügigkeit und eine Herrschernatur. Bei einem Vaishya dominiert Rajas, und Tamas ist in geringerem Maße vorhanden als Rajas. Seine Pflicht ist es, zu pflügen, das Vieh zu schützen und Handel zu treiben. Im Shudra dominiert Tamas, und Rajas ist in geringerem Maße vorhanden als Tamas. Er dient den drei anderen Kasten. Charakter und Neigungen des Menschen verändern sich entsprechend der Gunas.

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04-14 Devanagari Bhagavad Gita 4. Kapitel 14. Vers

न मां कर्माणि लिम्पन्ति न मे कर्मफले स्पृहा |
इति मां योऽभिजानाति कर्मभिर्न स बध्यते || ४ १४ ||

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04-14 na mam karmani limpanti na me karma-phale sprha iti mam yo ’bhijanati karmabhir na sa badhyate

na māṃ karmāṇi limpanti
na me karmaphale spṛhā
iti māṃ yo ’bhijānāti
karmabhirna sa badhyate

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04-14 Wort-für-Wort Übersetzung

na – nicht
mām – mich
karmāṇi – die Handlungen
limpanti – beflecken
na – nicht
me – (ist) mir
karma-phale – nach den Früchten (phala) der Handlungen
spṛhā – ein Verlangen
iti – so
mām – mich
yaḥ – wer
abhijānāti – erkennt
karmabhiḥ – durch Handlungen
na – nicht
saḥ – der
badhyate – wird gebunden

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04-14 Handlungen beflecken Mich nicht, und Ich begehre auch nicht die Früchte der Handlungen. Wer Mich so erkennt, wird von Handlungen nicht gebunden

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04-14 Kommentar Swami Sivananda

Da Ich weder Ichgedanken noch den Wunsch nach Früchten habe, binden Mich die Handlungen nicht. Weltliche Menschen denken, sie wären die Ausführenden, die Handelnden. Sie erhoffen auch Früchte aus ihren Handlungen. Also werden sie immer wieder geboren. Der Mensch, der ohne Verhaftung wirkt, ohne Ichgedanken, ohne die Erwartung von Früchten, wird durch die Handlungen auch nicht gebunden sein. Er findet Befreiung von Geburt und Tod. (Vgl.IX.9)

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04-14 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 4. Kapitel, 14. Vers: Erkenne mich

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04-15 Devanagari Bhagavad Gita 4. Kapitel 15. Vers

एवं ज्ञात्वा कृतं कर्म पूर्वैरपि मुमुक्षुभिः |
कुरु कर्मैव तस्मात्त्वं पूर्वैः पूर्वतरं कृतम् || ४ १५ ||

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04-15 evam jnatva kritam karma purvair api mumuksubhih kuru karmaiva tasmat tvam purvaih purvataram kritam

evaṃ jñātvā kṛtaṃ karma
pūrvairapi mumukṣubhiḥ
kuru karmaiva tasmāttvaṃ
pūrvaiḥ pūrvataraṃ kṛtam

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04-15 Wort-für-Wort Übersetzung

evam – in dieser Weise
jñātvā – erkannt habend
kṛtam – wurde ausgeführt
karma – Handlung
pūrvaiḥ – von den Altvorderen
api – auch
mumukṣubhiḥ – die nach Erlösung strebten
kuru – führe aus
karma – Handlung
eva – gewiss
tasmāt – deshalb
tvam – du
pūrvaiḥ – (wie sie) von den Altvorderen
pūrvataram – früher
kṛtam – ausgeführt wurde

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04-15 In diesem Wissen handelten in früheren Zeiten auch die, die nach der Freiheit strebten; daher handle auch du, so wie es die Alten seinerzeit taten

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04-15 Kommentar Sukadev

In früheren Zeiten handelten auch die, die nach Vollkommenheit gestrebt haben. Sie haben sich nicht vomLeben zurückgezogen und nur meditiert.

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04-15 Kommentar Swami Sivananda

Im Wissen, daß das Selbst keine Wünsche nach den Früchten der Handlungen haben kann, und daß diese es auch nicht zu beflecken vermögen, und im Wissen, daß niemand befleckt werden kann, der ohne Ichgedanken, Verhaftung und ohne die Hoffnung auf Früchte tätig ist, erfülle deine Pflicht.

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04-15 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 4. Kapitel, 15. Vers: Strebe nach Freiheit

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04-16 Devanagari Bhagavad Gita 4. Kapitel 16. Vers

किं कर्म किमकर्मेति कवयोऽप्यत्र मोहिताः |
तत्ते कर्म प्रवक्ष्यामि यज्ज्ञात्वा मोक्ष्यसेऽशुभात् || ४ १६ ||

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04-16 kim karma kim akarmeti kavayo ’py atra mohitah tat te karma pravaksyami yaj jnatva moksyase ’subhat

kiṃ karma kimakarmeti
kavayo ’pyatra mohitāḥ
tatte karma pravakṣyāmi
yajjñātvā mokṣyase ’śubhāt

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04-16 Wort-für-Wort Übersetzung

kim – was (ist)
karma – Handeln
kim – was (ist)
akarma – Nichthandeln
iti – so
kavayaḥ – die Weisen
api – sogar
atra – hierüber
mohitāḥ – waren verwirrt
tat – das
te – dich
karma – Handeln
pravakṣyāmi – werde ich lehren
yat – (durch) welches
jñātvā – wenn du es erkannt hast
mokṣyase – du befreit wirst
aśubhāt – vom Übel

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04-16 Was ist Handeln? Was ist Nichthandeln? Darüber herrscht selbst bei den Weisen Verwirrung. Daher werde Ich dich das Handeln lehren, durch dessen Kenntnis du vom Übel befreit werden wirst

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