Rezitation der gesamten Bhagavad Gita, mit Einleitungs-Puja und Einleitungs-Ansprache mit Swami Nirgunananda. Anschließend Rezitation angeleitet von Vani Devi, Yogalehrerin bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Aufnahme vom 23.12.2012 im Shivalaya Retreat-Zentrum.
Sukadev, der Autor der Kommentare zur Bhagavad Gita, die wir hier veröffentlichen, schreibt: ...>>> weiter zum vollen Artikel...
Die Bhagavad Gita gilt als eine der wichtigsten Yogaschriften. Die vier bedeutendsten Yogaschriften sind: ...>>> weiter zum vollen Artikel...
- die Upanishaden, die den Jnana Yoga (Yoga des Wissens) betreffen
Zum besseren Verständnis der Bhagavad Gita kann es hilfreich sein, den Leser kurz in die sechs klassischen indischen Darshanas (Philosophiesysteme) einzuführen. Ich möchte den Leser jedoch warnen: Dieses Kapitel ist das schwierigste dieses Buches… Weniger philosophisch orientierte Leser sowie solche, die mit indischer Philosophie bisher wenig zu tun hatten, können auch gleich zum nächsten Kapitel springen… ...>>> weiter zum vollen Artikel...
Die Bhagavad Gita ist ein Teil der Mahabharata. Die Mahabharata ist eine der beiden Hauptitihasas (Epen). „Maha“ bedeutet „groß“. Bharata war ein indischer König. Ein König, der ganz Indien vereint hat, der sehr spirituell war und im Alter die Selbstverwirklichung erreicht hat. Es heißt, dass es nichts im Leben gibt, was nicht in der Mahabharata geschrieben steht. ...>>> weiter zum vollen Artikel...
In der Bhagavad Gita selbst beschreibt Vyasa die Geschichte von einem Herrschergeschlecht namens Bharata. Der Ahnherr der Bharatas, Bharata, galt als der erste König, der ganz Indien vereint haben soll. Er galt als ein sehr tugendhafter und großartiger König, der Hingabe an Gott, Tugend und Tapferkeit in sich vereinte. Und weil er so großartig war, wird Indien auch als „Bharata Varsha“ bezeichnet, was übersetzt „das Land Bharatas“, heißt ...>>> weiter zum vollen Artikel...
Dhritarashtra war kein fähiger König. Er wollte durchaus Gutes, hatte aber schlechte Ratgeber. Er war ein schwacher König. Mit seinem Land ging es wirtschaftlich immer mehr bergab. Es kam zu Revolten im Königreich. Andere Könige wollten die Situation ausnutzen und sich Teile des Landes aneignen. So war es keine Zeit des Friedens. Es gab öfters Kriege und wirtschaftliche Misserfolge. Daneben gab es aber auch sehr fähige Mitarbeiter am Hof, die einiges auffingen. ...>>> weiter zum vollen Artikel...
Duryodhana wollte die Macht an sich reißen und die Pandavas ausschalten. So verübte er mehrere Mordanschläge auf die Pandavas, um sie zu töten. Er versuchte sie zu vergiften, zu ertränken, oder auch sie in einem extra für sie gebauten Palast zu verbrennen. Alle seine geschickt eingefädelten Versuche scheiterten. Die Pandavas, als Inkarnationen des Gutes und des Tapferen, überlebten alle hinterhältigen Mordanschläge Duryodhanas. Irgendwann mischte sich Yudhishtira ein und entschied: „So kann es nicht weitergehen. Lasst uns die Erbfolge vorwegnehmen. Dhritarashtra bleibt der Oberkönig und wir teilen uns das Königreich auf. Duryodhana kriegt die eine Hälfte und ich regiere die andere Hälfte. Duryodhana kann sich aussuchen welche Hälfte er möchte.“ ...>>> weiter zum vollen Artikel...
Yudhishtira errichtete eine neue Hauptstadt namens „Indraprastha“, das heutige Delhi. Er war ein sehr fähiger König. Viele Menschen zogen zu ihm hin. Sie machten das Land urbar. Innerhalb kürzester Zeit wurde es ein sehr reiches Königreich. Es war wie eine Abstimmung mit den Füßen[1]. Viele Untertanen von Duryodhana wechselten über in Yudhishtiras Königreich. Auch aus anderen Königreichen kamen Menschen. Die Wirtschaft florierte, und Yudhishtira stellte auch eine große Armee auf. ...>>> weiter zum vollen Artikel...
Duryodhana gefiel natürlich gar nicht, dass Yudhishtira jetzt der machtvollste Herrscher Indiens war. Er wusste aber auch, dass er Yudhishtira nicht offen bekämpfen konnte. Deshalb ersann er eine List. Er lud Yudhishtira zum Würfelspiel ein. Yudhishtira hatte nämlich eine kleine Eigenart, ein Laster[1]. Yudhishtiras Eigenart nun war, dass er eine Spielschwäche hatte. Wenn er einmal anfing um Geld zu spielen, dann konnte er nicht mehr aufhören. Weil er das wusste, gab es in seinem Königreich keine Spiele um Geld. Er selbst war sehr konsequent darin, Spiele überhaupt gar nicht erst anzufangen, weil er wusste, dass das ausarten würde. Demzufolge hatte er schon seit Jahren nicht mehr gespielt und war kein guter Spieler mehr. Es gab aber folgende Regel: Wenn ein König den anderen König einlud, dann musste der andere König kommen. Wenn er nicht erschien oder wenn er eine Einladung ausschlug, dann galt das als Beleidigung, auf die normalerweise die ...>>> weiter zum vollen Artikel...
Duryodhana hingegen hatte nicht vergessen, dass Yudhishtira sein Königreich zurückbekommen hatte. Im Gegenteil, er kochte vor Wut darüber, dass sein Vater, alles was er gerade gewonnen hatte, wieder zurückgegeben hatte. Aber er war schlau und wusste, wie er weiter vorgehen konnte. Er lud Yudhishtira nach einiger Zeit erneut zum Würfelspiel ein. Wieder verlor Yudhishtira eine Sache nach der anderen. Zum Schluss spielten sie aber nicht um das ganze Königreich, weil Duryodhana dachte, dann wird mein Vater ihm alles wieder zurückgeben. Er sagte zu Yudhishtira: „Wer diesmal verliert, muss zwölf Jahre ins Exil gehen. Im 13. Jahr muss er inkognito irgendwo sein. Wenn er erkannt wird in diesen zwölf Jahren, dann muss er noch mal zwölf Jahre ins Exil gehen.“ Yudhishtira willigte ein. Und es kam, wie es kommen musste: Shakuni, der Onkel von Duryodhana, gewann dieses Spiel wieder mit den präparierten Würfeln. So gingen Yudhishtira und seine vier Brüder mit Draupadi für zwölf Jahre ins Exil. Die fünf Pandavas waren sehr spirituelle Menschen. Und was machen spirituelle Menschen, wenn sie arbeitslos werden? Sie meditieren, machen Asanas und Pranayama, gehen in einen Ashram und lernen von Meistern. Genau das machten die fünf Pandavas und Draupadi für die nächsten zwölf Jahre. ...>>> weiter zum vollen Artikel...
Die Pandavas lebten und arbeiteten 12 Jahre in Ashrams und in der Landwirtschaft. Besonders Arjuna engagierte sich sehr im Dienen und im Durchführen spiritueller Praktiken und intensiven Tapasübungen. Es wird in der Mahabharata berichtet, dass er tagelang die Luft anhielt; seinen Körper in furchtbarste Verrenkungen brachte; nur von Früchten, Kräutern und Wurzeln lebte; Asanas und Pranayama machte; von Rohkost lebte; lang fastete und so Siddhis[1] bekam. Und insbesondere bekam er neue Waffen von Shiva, welche ihn unbesiegbar machten. Nachdem die zwölf Jahre vorbei waren, verbrachten die fünf Brüder zusammen mit Draupadi ein Jahr inkognito und wurden nicht erkannt. Yudhishtira wurde zu jemandem, der dem König das Würfelspiel beibrachte. Arjuna verkleidete sich als Eunuch, der dann irgendwo der Hüter eines Harems wurde, und den Frauen das Tanzen beibrachte. Bhima wurde zum Koch. Sahadeva und Nakulawurden zu Wagenlenkern. Sie hatten alle eine Arbeit, waren inkognito und wurden nicht erkannt. Nach 13 Jahren schickten sie dann einen Boten zu Duryodhana und sagten: „Oh Duryodhana, wir haben die Bedingungen erfüllt. Jetzt wollen wir unsere Hälfte des Königreichs wieder zurückbekommen.“ ...>>> weiter zum vollen Artikel...
Duryodhana war in der Zeit des Exils der Pandavas nicht untätig gewesen. Er hatte ein Terrorregime errichtet, in dem die Menschen unterdrückt wurden. Eine Diktatur, in der die Menschen nicht mehr ihre Meinungen frei äußern durften, wo Duryodhanas Günstlinge in den Hauptpositionen waren. ...>>> weiter zum vollen Artikel...
Dhritarashtra als blinder alter Mann, Großkönig ohne Regierungsbefugnis und Vater von Duryodhana, blieb zurück in der Hauptstadt. Dhritarashtra hatte seine ganzen Söhne, sein ganzes Heer, die Hauptstadt verlassen sehen. Sein Wunsch war es informiert zu bleiben, was mit diesen auf dem Schlachtfeld passieren würde. Da jeder Mann auf dem Schlachtfeld gebraucht wurde, konnte noch nicht einmal ein Bote hin und her gehen und ihm Informationen bringen. Dhritarashtra beklagte sich bei Vyasa darüber. Vyasa bot ihm an, das dritte Auge zu öffnen, was Dhritarashtra aber ablehnte. Damit hätte er zwar aus der Entfernung sehen können, was auf dem Schlachtfeld passierte. Aber Dhritarashtra sagte: „Ich habe Zeit meines Lebens nichts gesehen. Das erste was ich dann sehen würde, wäre wie meine geliebten Kinder sich mit meinen geliebten Neffen ...>>> weiter zum vollen Artikel...