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Japa Yogavon Swami Sivananda
Om (Aum) ist alles. Om ist der Name oder das Symbol Ishwaras, des persönlichen Gottes mit Eigenschaften und Brahmans, des Absoluten. Om ist unser wirklicher Name. Om umschließt die gesamte dreifache Erfahrungswelt des Menschen. Om steht für alle Welten der Erscheinungen. Aus Om heraus entstand das Universum der Sinne. Die Welt exisitert in Om und löst sich in Om auf. "A" repräsentiert die physische Ebene, "u" die geistige und die Astralebene, die Welt der Geister und alle Himmel. "M" steht für die Kausalebene, den Zustand des Tiefschlafes, für alles, was im Wachzustand unzugänglich ist und jenseits der Reichweite des Intellekts liegt. Om umfaßt alles. Om ist die Grundlage des Lebens, Denkens und der Intelligenz. Om ist alles. Alle Bezeichnungen für jegliche Objekte haben ihren Ursprung und Mittelpunkt in Om. Folglich kommt die ganze Welt aus Om, ruht in Om und löst sich in Om auf. Jedesmal, bevor man mit der Meditation beginnt, singe man drei-, sechs- oder zwölfmal laut Om. Das vertreibt alle weltlichen Gedanken und Zerstreutheit (Vikshepa) des Geistes. Dann gehe man zur geistigen Wiederholung von Om über. Japa mit Om (Pranava Japa) hat einen gewaltigen Einfluß auf den Geist. Die richtige Aussprache der heiligen Silbe Om hat alle Menschen im Westen beschäftigt, die sich mit dem Studium der östlichen Philosophien befassen. Die von diesem Wort ausgelösten Schwingungen sind so mächtig, daß sie das größte Gebäude zum Einsturz bringen könnten, wenn man beharrlich dabei bleibt. Das scheint schwer zu glauben, bevor man es nicht selbst versucht hat. Aber sobald man es einmal ausprobiert hat, versteht man ohne weiteres, daß diese Behauptung wahr und vollkommen zutreffend ist. Ich habe die Macht der Schwingungen ausprobiert und glaube vollständig an ihre ungeheuren Auswirkungen. Wird es ausgesprochen wie geschrieben, so hat es eine gewisse Wirkung auf den Schüler. Wird es aber auf korrekte Weise ausgesprochen, so erweckt und verwandelt es jedes Atom im physischen Körper durch neue Schwingungen und weckt die im Körper schlafende Kraft. Jedes
Mantra beinhaltet die folgenden sechs Teile: "Mananat trayate iti mantra" – Mantra ist das, wodurch man durch ständiges Denken und Erinnern beschützt und erlöst wird. Das Mantra führt zur Verwirklichung der persönlichen Gottheit. Daher sind Devata (Gottheit) und Mantra praktisch ein und dasselbe. Schon allein die Erinnerung an den Namen Haris löscht alle Sünden früherer Leben. "Harer-Nama, Harer-Nama, Harer Namaiva Kevalam; Kalau Nastyeva Nastyeva Nastyeva Gatiranyatha." In unserem Eisernen Zeitalter gibt es nur den Namen Hari, Hari, Hari. Es gibt keine anderen Mittel, Wege oder Methoden, Erlösung zu erlangen. Selbst die Sünden des größten Sünders lösen sich auf durch das Aussprechen des Namens Haris. Und nicht nur das, sondern man erlangt ewige Sicherheit, Selbstverwirklichung und immerwährendes Glück. So gewichtig ist der Name Haris. "Rama Na Sakahin Nama Gun Gai – nicht einmal Rama, Gott Selbst, kann die Größe des Namens beschreiben". Geschweige denn wir. Wir brauchen ihn mehr denn je im gegenwärtigen Zeitalter. Denn es heißt: "Kali Yuga Kevala Nama Adhara – die einzige Zuflucht im Eisernen Zeitalter (Kali Yuga) ist allein der Name Gottes." Es gibt kein anderes, einfacheres und leichteres Mittel zur ewigen Glückseligkeit und zum Frieden. "Rama
Nama Manidapi Dharu Jiha Dehari Dwar, "Rama
Nama Aradhbo Tulsi Britha Na Jay, Der bekannte Dichter Goswami Tulsidas sagt: "Verehrung des Namens Ramas ist niemals vergebens, so wie es irgendwann einmal im Leben eine große Hilfe ist, wenn man in der Jugend schwimmen gelernt hat." Wenn man sich den Namen Ramas in Erinnerung ruft, entfaltet das immer eine positive Wirkung, in welcher Stimmung man sich auch befinden mag; so wie der Same in jedem Fall Früchte trägt, egal wie er aufs Feld ausgesät worden ist. Wer nicht daran glaubt, mag es ausprobieren und dann das tun, was ihm beliebt oder was er für richtig hält. Jedenfalls ist es nicht weise, die Zeit nur mit Argumentieren oder fruchtlosen Diskussionen zu vertun. Das Leben ist kurz. Die Zeit ist vergänglich. Der Körper verfällt allmählich.
Durch Mantra-Wiederholung und Denken an den Namen Gottes
kann man nur gewinnen! Kali-Santarana-Upanishad Am Ende des Dvapara Yuga (bronzenes oder kupfernes Zeitalter) näherte sich der Weise Narada Brahma, dem Schöpfer, und fragte: "Oh Gott! Wie soll ich in der Lage sein, das Eiserne Zeitalter in dieser Welt zu überwinden?" Brahma antwortete: "Höre auf die geheime Botschaft der Veden, wie man im Kali Yuga den Kreislauf von Geburt und Tod überwinden kann. Man kann alle schlechten Auswirkungen des Kali Yuga abschütteln, indem man einfach den Namen Narayanas ausspricht." Wieder fragte Narada: "Darf ich den Namen erfahren, mein Gott?" Brahma antwortete: "Hare
Rama Hare Rama, Rama Rama, Hare Hare Diese 16 Namen zerstören zweifelsfrei die schlechten Auswirkungen des Kali Yoga. Sie befreien Jiva, die individuelle Seele, die von 16 Hüllen (Kalas) umgeben ist, vom Schleier der Unwissenheit. Dann scheint das höchste Absolute (Para-Brahman) allein in vollem Glanz, wie die Sonne hell erstrahlt, sobald sich die Wolken aufgelöst haben. Narada fragte: "Oh Gott! Darf ich die Regeln erfahren, die man bei der Wiederholung der Mantras beachten muss?" Brahma antwortete: "Es gibt keine Regeln. Wer immer sie in reinem oder unreinem Zustand ausspricht, wird Salokya (dieselbe Welt wie), Sampiya (Nähe zu), Sarupya (die gleiche Gestalt wie) oder Sayujya (Aufgehen in) Brahman erreichen. Wer
auch immer 35 Millionen Mal dieses Mantra mit seinen 16 Anrufungen
wiederholt, wird sogar von der Sünde, einen Brahmanen
ermordet zu haben, freigesprochen. Selbst wenn er Gold gestohlen
oder mit einer Frau aus einer niederen Kaste zusammengelebt
hat, wird er befreit. Er wird gereinigt von den Sünden
unrechten Handelns gegenüber Vorfahren, Engelswesen
und Menschen. Sobald er alle Handlungen aufgibt, ist er frei
von allen Sünden. Er wird sofort von allen Bindungen
erlöst und erlangt Befreiung. So steht es in der Kali-Santarana-Upanishad des
Krishna-Yajur-Veda.
In Bengalen wiederholen sehr viele Menschen dieses Mantra.
Es ist das bevorzugte Mantra der Verehrer Vishnus in Bengalen. Japa Vidhana Japa
ist die Wiederholung irgendeines Mantras oder Namens Gottes
mit Hingabe und Gefühl. Die
Herrlichkeit des Namens Gottes entsteht nicht durch Argumentieren
und rationales Verstehen. Sie kann mit Sicherheit nur durch
Hingabe, Glaube und ständige Wiederholung erfahren oder
verwirklicht werden. Man
setzt sich auf eine Kusha-Grasmatte, ein Fell oder
einen kleinen Teppich und legt ein Tuch darüber. Das
bewahrt die Körperenergie. Benutze
zum Zählen der Perlen nicht den Zeigefinger. Nimm Daumen,
Mittel- und Ringfinger. Wenn du eine Mala (Gebetskette)
durchgezählt hast, drehe sie um und gehe wieder zurück,
ohne den Meru zu überkreuzen. Bedecke deine Hand
mit einem Tuch. Praktiziere
zusammen mit Japa auch Meditation. Das ist Japa-Sahita-Dhyana.
Die Mantra-Wiederholung wird allmählich schwächer
und geht in reine Meditation über. Das ist dann Japa-Rahita-Dhyana. Oh
Mensch! Nimm Zuflucht zu seinem Namen. Der Name und das Benannte
lassen sich nicht voneinander trennen. Nr. Mantra Gottheit 1. Om Sri Maha-Ganapataye Namah Ganapati 2. Om Namah Shivaya (Panchakshara Mantra) Shiva 3. Om Namo Narayanaya (Ashtakshara Mantra) Hari 4. Hari Om Hari 5. Hari Om Tat Sat Hari 6.
Hare Rama Hare Rama, Rama Rama Hare Hare; Krishna Krishna Hare Hare 7. Om Namo Bhagavate Vasudevaya Krishna 8. Om Sri Krishnaya Govindaya Gopijana Vallabhaya Namah Krishna 9. Om Sri Krishnaya Namah Krishna 10. Om Sri Rama, Jaya Rama, Jaya Jaya Rama Rama 11. Om Sri Ramaya Namah Rama 12. Om Sri Sita-Ramachandrabhyam Namah Rama 13. Sri Rama Rama Rameti, Rame Rame Manorame, Sahasranama Tattulyam Rama Nama Varanane Rama 14. Apadamapaharttaram Dataram Sarvasampadam; Bhuyo Namamyaham Rama 15. Artanamartihantaram Bhitanam Bhitinasanam; Dvishatam Kaladandam Tam Ramachandram Namamyaham Rama 16. Ramaya Ramabhadraya Ramachandraya Vedhase Raghunathaya Nathaya Sitayah Pataye Namah Rama 17. Sita Ram; Radhe Shyam; Radhe Krishna Ehemantra 18. Om Sri Ramah Sharanam Mama Sharanagati 19. Om Sri Krishna Sharanam Mama Sharanagati 20. Om Sri Sita-Ramah Sharanam Mama Sharanagati 21. Om Sri Ramachandra-Charanau Sharana 22. Om Sriman
Narayana Charanau Sharanam 23. Sakrideva
Prapannaya Tavasmiti Cha Yachate Vratam Mama Sharanagati 24. Om Sri Hanumate Namah Hanuman 25. Om Sri Sarasvatyai Namah Saraswati 26. Om Sri Kalikayai Namah Kali 27. Om Sri Durgayai Namah Devi 28. Om Sri Maha-Lakshmyai Namah Lakshmi 29. Om Sri Sharavanabhavaya Namah Subrahmanya oder Karttikeya 30. Om Sri Tripura-Sundaryai Namah Tripura Sundari 31. Om Sri Bala-Paramesvaryai Namah Sarada 32. Om Soham Vedanta-Lehrsatz 33. Om Aham Brahma Asmi Vedanta-Lehrsatz 34. Om Tat Tvam Asi Vedanta-Lehrsatz 35. Om Trayambakam
Yajamahe Pushtivardhanam,
Ganesha-Gayatri
I
Om Ekadantaya Vidmahe Vakratundaya Dhimahi Tanno Danti Prachodayat. Ganesha-Gayatri
II
Om Tatpurushaya Vidmahe Vakratundaya Dhimahi Tanno Danti Prachodayat. Brahma-Gayatri
I
Om Vedatmane Vidmahe Hiranyagarbhaya Dhimahi Tanno Brahma Prachodayat. Brahma-Gayatri
II
Om Chaturmukhaya Vidmahe Kamandaludharaya Dhimahi Tanno Brahma Prachodayat. Vishnu-Gayatri
Om Narayanaya Vidmahe Vasudevaya Dhimahi Tanno Vishnu Prachodayat. Nrisimha-Gayatri
I
Om Vajranakhaya Vidmahe Tikshnadamshtraya Dhimahi Tanno Nrisimha Prachodayat Nrisimha-Gayatri
II
Om Nrisimhaya Vidmahe Vajranakhaya Dhimahi Tannah Simhah Prachodayat. Garuda-Gayatri
Om Tatpurushaya Vidmahe Suvarnapakshaya Dhimahi Tanno Garudah Prachodayat. Rudra-Gayatri
I
Om Tatpurushaya Vidmahe Mahadevaya Dhimahi Tanno Rudrah Prachodayat. Rudra-Gayatri
II
Om Tatpurushaya Vidmahe Sahasrakshaya Mahadevaya Dhimahi Tanno Rudrah Prachodayat Nandikeshvara-Gayatri
Om Tatpurushaya Vidmahe Nandikeshvaraya Dhimahi Tanno Vrishabbah Prachodayat. Shanmukha-Gayatri
I
Om Tatpurushaya Vidmahe Mahasenaya Dhimahi Tannah Skandah Prachodayat. Shanmukha-Gayatri
II
Om Shanmukhaya Vidmahe Mahasenaya Dhimahi Tannah Shashthah Prachodayat. Surya-Gayatri
II
Om Adityaya Vidmahe Sahasrakiranaya Dhimahi Tanno Bhanuh Prachodayat. Surya-Gayatri
III
Om Prabhakaraya Vidmahe Divakaraya Dhimahi Tannah Suryah Prachodayat. Durga-Gayatri
I
Om Katyayanyai Vidmahe Kanyakumaryai Dhimahi Tanno Durga Prachodayat. Durga-Gayatri
II
Om Mahasulinyai Vidmahe Mahadurgayai Dhimahi Tanno Bhagavate Prachodayat. Rama-Gayatri
Om Dasarathaye Vidmahe Sitavallabhaya Dhimahi Tanno Ramah Prachodayat. Hanumad-Gayatri
Om Anjaneyaya Vidmahe Vayuputraya Dhimahi Tanno Hanuman Prachodayat. Krishna-Gayatri
Om Devakinandanaya Vidmahe Vasudevaya Dhimahi Tannah Krishnah Prachodayat. Gopala-Gayatri
Om Gopalaya Vidmahe Gopijanavallabhaya Dhimahi Tanno Gopalah Prachodayat. Parasurama-Gayatri
Om Jamadagnyaya Vidmahe Mahaviraya Dhimahi Tannah Parasuramah Prachodayat. Dakshinamurti-Gayatri
Om Dakshinamurtaye Vidmahe Dhyanasthaya Dhimahi Tanno Dhisah Prachodayat. Hamsa-Gayatri
I
Om Hamsaya Vidmahe Paramahamsaya Dhimahi Tanno Hamsah Prachodayat. Hamsa-Gayatri
II
Om Paramahamsaya Vidmahe Mahatattvaya Dhimahi Tanno Hamsah Prachodayat. Hayagriva-Gayatri
Om Vagisvaraya Vidmahe Hayagrivaya Dhimahi Tanno Hamsah Prachodayat. Tantrika-(Brahma-)Gayatri
Om Paramesvaraya Vidmahe Paratattvaya Dhimahi Tanno Brahma Prachodayat. Sarasvati-Gayatri
Om Vagdevyai Cha Vidmahe Kamarajaya Dhimahi Tanno Devi Prachodayat. Lakshmi-Gayatri
Om Mahadevyai Cha Vidmahe Vishnupatnyai Cha Dhimahi Tanno Lakshmih Prachodayat Shakti-Gayatri
Om Sarvasammohinyai Vidmahe Vishvajananyai Dhimahi Tannah Shaktih Prachodayat. Annapurna-Gayatri
Om Bhagavatyai Cha Vidmahe Mahesvaryai Cha Dhimahi Tanno Annapurna Prachodayat. Kalika-Gayatri
Om Kalikayai Cha Vidmahe Smasanavasinyai Dhimahi Tanno Aghora Prachodayat. Anusthuba Mantra
Narasimha-Mantra
Om Ugram Viram Mahavishnum Jvalantam Visvatomukham, Nrisimham Bhishanam Bhadram Mrityumrityum Namamyaham. Rama-Mantra
Om Ramabhadra Maheshvasa Raghuvira Nripottama, Bho Dasasyantakasmakam Raksham Kuru Sriyam Cha Me. Krishna-Mantra
Om Krishnaya Vasudevaya Haraye Paramatmane, Pranataklesanasaya Govindaya Namo Namah. Krishna-Mantra
II
Om Krishnaya Vasudevaya Devakinandanaya Cha, Nandagopakumaraya Govindaya Namo Namah. Krishna-Mantra
III
Om Krishnaya Yadavendraya Jnanamudraya Yogine, Nathaya Rukminisaya Namo Vedantavedine. Krishna-Mantra
IV
Om Vasudevasutam Devam Kamsachanuramardanam, Devakiparamanandam Krishnam Vande Jagadgurum. Hayagriva-Mantra
Om Rigyajussamarupaya Vedaharanakarmane, Pranavodgitavapushe Mahasvasirase Namah. Mantra der Selbsthingabe
Ein Mantra ist eine
Gottheit. Das Mantra und seine führende Gottheit sind eins.
Das Mantra selbst
ist die Gottheit. Ein Mantra ist göttliche Macht, mystische Energie,
die in einem Klangkörper eingeschlossen ist. Ständige Wiederholung
des Mantras mit Glaube, Hingabe und Reinheit erhöht die Energie des Übenden,
reinigt, weckt das im Mantra vorhandene Bewußtsein und
verleiht die Kraft des Mantras, Erleuchtung, Freiheit, Frieden,
ewige Wonne und Unsterblichkeit.
Durch ständiges
Wiederholen des Mantras nimmt der Praktizierende die Tugenden und Kräfte
der Mantra-Gottheit auf. Wiederholung des Surya-Mantras verleiht
Gesundheit, langes Leben, Lebenskraft, Vitalität und inneres Feuer
(Tejas). Es löst alle körperlichen und Augenkrankheiten
auf. Kein Feind kann einem Schaden zufügen. Wiederholung des Aditya-Hridaya
(Sonnengebet) am frühen Morgen bringt großen Nutzen.
Rama besiegte Ravana durch die Wiederholung des Aditya-Hridaya-Mantras,
das ihm der Weise
Agastya mitgeteilt hatte.
Es gibt Mantras der
Lobpreisung und Anrufung der Götter, mit denen man um Hilfe und Barmherzigkeit
bitten kann. Andere Mantras dienen der Beherrschung böser Geister.
Rhythmische Schwingungen von Klängen lassen Formen entstehen.
Die Wiederholung des Mantras ruft die Form der jeweiligen Gottheit
hervor.
Die Wiederholung
des Saraswati-Mantras "Om Sri Saraswatyai Namah" schenkt Weisheit,
Intelligenz und Gelehrsamkeit. Man erhält Inspiration und kann Gedichte
verfassen. Man wird ein großer Gelehrter. Die Wiederholung von "Om
Sri Mahalakshmyai Namah" überträgt Reichtum und läßt
Armut verschwinden. Das Ganesha-Mantra beseitigt Hindernisse bei
jedem Unternehmen. Es bringt Weisheit, übernatürliche Kräfte,
Reichtum und so weiter. Das Maha-Mrityunjaya-Mantra ("großes
lebensspendendes Mantra") verhindert Unfälle, befreit von unheilbaren
Krankheiten, hält Unglücksfälle fern und schenkt ein langes
Leben und Unsterblichkeit. Es ist außerdem ein Moksha-(Befreiungs-)Mantra.
Bei täglichem Japa mit diesem Mantra wird man gute Gesundheit und
ein langes Leben genießen und am Ende Befreiung erreichen. Das Maha-Mrityunjaya-Mantra
bedeutet: "Wir verehren den dreiäugigen Gott (Shiva), der voll des
süßen Duftes ist und menschliche Wesen ernährt. Möge
Er mich von den Bindungen des Kreislaufs der Wiedergeburten und des Todes
befreien, so wie eine reife Gurke sich vom Stiel trennt, und möge
ich in der Unsterblichkeit fest verankert sein."
Die Wiederholung
des Subrahmanya-Mantras "Om Sri Sharavanabhavaya Namah" verhilft
zum Erfolg bei allen Vorhaben und bringt Ruhm und Ehre. Es vertreibt schlechte
Einflüsse und böse Geister. Die Wiederholung des Hanuman-Mantras "Om
Sri Hanumate Namah" macht siegreich und stark. Die Wiederholung des
15silbigen (Panchadasakshara) und des 16silbigen (Shodasakshara) Sri-Vidya-Mantras
bringt Reichtum, Macht, Freiheit und die Erfüllung aller Wünsche.
Dieses Mantra kann man nur von einem Guru lernen.
Die 125.000malige
Wiederholung des Gayatri oder Pranava (Om) oder von Om
Namah Shivaya, Om Namo Narayanaya oder Om Namo Bhagavate Vasudevaya
mit innigem Gefühl, Vertrauen und Hingabe erschließt
die Kraft des Mantras.
Om, Soham, Shivoham,
Aham Brahmasmi sind Befreiungs-Mantras. Sie verhelfen zur Selbstverwirklichung.
Om Sri Ramaya Namah und Om Namo Bhagavate Vasudevaya sind Saguna-Mantras
(mit Eigenschaften), die zuerst zur Selbstverwirklichung mit
Eigenschaften und schließlich zur Selbstverwirklichung ohne Eigenschaften (Nirguna)
führen.
Mantras zur Heilung
von Skorpionstichen und Schlangenbissen sollten an Tagen der
Sonnen- bzw. Mondfinsternis wiederholt werden, um die dem Mantra
innewohnende Kraft
schnell zu erlangen. Die Mantra-Wiederholung wird noch kraftvoller
und wirkungsvoller, wenn man dabei im Wasser steht. Sie können
aber auch an normalen Tagen rezitiert werden.
Man erlangt die Mantra-Kraft
zur Heilung von Skorpionstichen und Schlangenbissen innerhalb
von 40 Tagen. Wiederhole das Mantra regelmäßig mit Vertrauen und Hingabe.
Mache eine Japa-Sitzung frühmorgens nach dem Bad. Übe sexuelle
Enthaltsamkeit und ernähre dich 40 Tage lang nur von Milch und Früchten
oder einer eingeschränkten Kost.
Chronische Krankheiten
kann man ebenfalls durch Mantras heilen. Mantrasingen löst mächtige
spirituelle Wellen und göttliche Schwingungen aus. Mantras durchdringen
den physischen und den Astralkörper des Patienten und beseitigen die
ursächlichen Wurzeln einer Krankheit. Sie reichern die Zellen mit
reinem Sattwa, göttlicher Energie, an. Sie zerstören Bakterien
und beleben Zellen und Gewebe. Mantras sind die besten und wirksamsten
Antiseptika und keimtötenden Mittel. Sie sind wirksamer als Ultraviolett-
oder Röntgenstrahlen.
Die Kraft des Mantras
darf nicht zur Vernichtung anderer mißbraucht werden. Wer die Macht
des Mantras mißbraucht, um andere zu zerstören, wird letzten
Endes selbst zerstört werden.
Wer die Kraft der
Mantras zur Heilung von Schlangenbissen, Skorpionstichen oder
chronischen Erkrankungen einsetzt, sollte keine Geschenke und
kein Geld dafür
annehmen. Mantras müssen vollkommen selbstlos benutzt werden. Man
sollte nicht einmal Früchte oder Kleider annehmen. Sobald man sie
für selbstsüchtige Zwecke gebraucht, verliert man die Macht.
Handelt man hingegen völlig selbstlos und dient der Menschheit mit
seinem ganzen Selbst (Sarvatma-Bhava), dann verstärkt sich
die Macht dank der Gnade Gottes.
Wer die Kraft des
Mantras erlangt hat, kann Schlangenbisse, Skorpionstiche oder
chronische Krankheiten durch bloße Berührung der betroffenen Körperteile
heilen. Wenn ein Mensch von einer Kobra gebissen worden ist, schickt man
ein Telegramm zum Mantra-Siddha, einem Meister im Besitz der Mantra-Kraft.
Der Meister rezitiert das Mantra und der Mensch wird geheilt. Was für
ein Wunder! Beweist dies nicht die ungeheure Kraft der Mantras?
Lasse dich von deinem Guru in ein Mantra einweihen. Oder bete zu deinem persönlichen Gott und fange an, ein bestimmtes Mantra zu wiederholen, wenn es schwierig ist, einen Guru zu finden. Möget ihr alle Mantra-Yogis mit Mantra-Kräften werden! Möget ihr alle echte Wohltäter der Welt werden, indem ihr göttliche Heilkräfte durch die Mantras entwickelt! Mögen Zentren für göttliches Mantra-Heilen auf der ganzen Welt entstehen! Praktische Hilfen
für Japa
Ihr habt jetzt ein
eingehendes Wissen über Japa-Yoga und die Herrlichkeit des Namens.
Beginnt jetzt, in dieser Minute, mit eurer spirituellen Praxis. Nachstehend
gebe ich ein paar nützliche Tips für eure tägliche
Praxis. Studiert und befolgt sie genau.
Feste Zeiten Die besten Zeiten sind die Morgendämmerung (Brahmamuhurta) und die Abenddämmerung, wenn Sattwa vorherrscht. Regelmäßigkeit und Systematik sind sehr wichtig. Bestimmter Platz Es ist von Vorteil, jeden Tag an derselben Stelle zu praktizieren. Man soll den Ort nicht immer wieder wechseln. Feste
Haltung Gesicht nach Norden oder Osten Das übt einen feinen Einfluß aus und verstärkt die Wirksamkeit des Japa. Sitzplatz Erhebende Gebete sprechen Wenn die Hilfe der persönlichen Gottheit mit entsprechenden Gebeten angerufen wird, entsteht das richtige sattwige Gefühl Deutliche Aussprache Nun beginne mit Japa und sprich dabei das Mantra deutlich und fehlerlos aus. Wachsamkeit und Achtsamkeit Das ist sehr wichtig. Am Anfang ist man frisch und aufmerksam.
Nach einer Weile fängt der Geist an, unbewußt abzuschweifen und
man wird schläfrig. Bleibe die ganze Zeit hellwach! Japa Mala (Gebetskette) Die Mala hilft, wach zu bleiben und beständig mit der
Mantra-Wiederholung fortzufahren. Nimm dir vor, eine bestimmte Mindestanzahl
von Malas durchzugehen, bevor du aufhörst. Abwechslung im Japa ist nötig, um das Interesse aufrechtzuerhalten, Ermüdung zu vermeiden und der Monotonie entgegenzuwirken. Wiederhole das Mantra eine Weile laut, dann flüsternd und manchmal nur geistig. Meditation Stelle dir Gott als gegenwärtig vor und visualisiere Seine hinreißend schöne Gestalt, während du das Mantra wiederholst. Das unterstützt die Wirksamkeit und Kraft deiner spirituellen Übung gewaltig. Abschließendes Gebet und Ruhe Das ist wichtig. Verlasse nach dem Japa nicht sofort den Ort, begib dich nicht gleich in Gesellschaft anderer Menschen oder stürze dich in weltliche Aktivitäten. Bleibe mindestens zehn Minuten lang sitzen, flüstere ein Gebet, denke an Gott oder an Seine unendliche Liebe. Dann verlasse den Ort mit einer demütigen Verbeugung und beginne mit deinen Alltagsaufgaben. Auf diese Weise bleiben die spirituellen Schwingungen erhalten. Fahre in deiner spirituellen Praxis beharrlich und hartnäckig
fort, ohne Unterbrechung, und verwirkliche das herrliche Ziel des Lebens,
genieße höchste Wonne! Regeln für Japa 1. Wähle ein Mantra – am besten das von deinem Guru erhaltene – und
wiederhole es 108 bis 1080 mal täglich, das entspricht ein bis zehn
Malas. 10. Sprich jede Silbe des Mantras richtig, klar und deutlich
aus. Wiederhole es nicht zu schnell und nicht zu langsam. Erhöhe die
Geschwindigkeit nur dann, wenn der Geist zu wandern beginnt. Gayatri Mantra "Wir meditieren über
den Ruhm jenes Ishwara, Was ist diese Erleuchtung? Normalerweise herrscht Deha-Atmabuddhi, der Intellekt, der die Identifikation mit dem Körper bewirkt, so daß man fälschlicherweise den Körper für die Seele hält. Mit dem Gayatri-Mantra bittet man die heilige Mutter der Veden um einen reinen Intellekt (Shuddha-Sattwa-Buddhi), der erkennt: "Aham Brahma Asmi" – "Ich bin Brahman". Das ist eine nichtdualistische Deutung des Gayatri. Fortgeschrittene Yogaschüler können auch folgende Bedeutung aufnehmen: "Ich bin Das Höchste Licht der Lichter, das Buddhi, den Intellekt, erleuchtet." Das Gayatri-Mantra besteht aus neun Namen, nämlich 1. Om, 2. Bhuh, 3. Bhuvah, 4. Svah, 5. Tat, 6. Savitur, 7. Varenyam, 8. Bhargah und 9. Devasya. Mit diesen neun Namen wird Gott gepriesen. "Dhimahi" bedeutet Verehrung des Herrn oder Meditation über Gott. "Dhiyo Yo Nah Prachodayat" ist ein Gebet. Das Gayatri hat fünf Pausen, nämlich jeweils bei: "Om","Bhu Bhuvah Svah""Tat Savitur Varenyam""Bhargo Devasya Dhimahi" und "Dhiyo Yo Nah Prachodayat", nach denen man beim Singen oder Wiederholen kurz anhalten sollte. Savita ist die führende Gottheit des Gayatri-Mantras, Feuer (Agni) seine Öffnung, Vishvamitra ist sein Rishi (Seher) und Gayatri das Versmaß. Dieses Mantra wird zum Beispiel bei der Einweihung heiliger Schnüre, beim Pranayama und beim Japa rezitiert. Gayatri ist dasselbe wie Sandhya (Dämmerung; Name einer Göttin); beide sind identisch. Wer über Gayatri meditiert, meditiert gleichzeitig über Vishnu, den Höchsten Gott des Universums. Man kann das Gayatri-Mantra
im Liegen, Sitzen oder Gehen geistig wiederholen. Es gibt nichts, was man
bei der Wiederholung besonders beachten müßte. Man sollte das
Gayatri-Mantra zur Verehrung Gottes dreimal täglich an den Übergängen
der Tageszeiten wiederholen – morgens, mittags und abends. Das Gayatri-Mantra
gilt allgemein für alle Hindus. Gott befiehlt in den Veden: "Ein
Mantra sei allen gemeinsam (SamanoMantrah)!" Daher sollte das Gayatri
das eine Mantra für alle Hindus sein. "Das überlieferte geheime
Wissen der Upanishaden ist das Wesentliche der vier Veden, während
das Gayatri mit den drei Vyahritis das Wesentliche der Upanishaden
umfaßt." Wer das Gayatri in diesem Sinne kennt und versteht, ist ein
echter Brahmane. Ohne dieses Wissen ist er wie ein Angehöriger einer
niederen Kaste, selbst wenn er die Veden gut kennt. Nutzen der Wiederholung des Gayatri-Mantras Gayatriist die Mutter der Veden und Vernichterin der Sünden. Es gibt nichts Reinigenderes im Himmel und auf Erden als das Gayatri. Japa mit Gayatri bringt ebenso gute Früchte wie die Wiederholung aller vier Veden zusammen. Dieses Mantra allein, dreimal täglich wiederholt, führt zum Guten, zur Befreiung. Es ist das höchste Mantra der Veden. Es löst alle Sünden auf. Es verleiht strahlende Gesundheit, Schönheit, Stärke, Kraft, Vitalität und eine strahlende Aura, das Strahlen Brahmans, des kosmischen Absoluten. Gayatri zerstört die drei Arten des Leidens (Tapa). Gayatri erfüllt die vier Hauptbestrebungen des Menschen (Purushartha), nämlich Dharma (richtiges Handeln), Artha (Wohlstand), Kama (Wunsch-/Sinneserfüllung) und Moksha (Befreiung). Es zerstört die drei Granthis, die Knoten der Unwissenheit, nämlich Avidya (Nichtwissen), Kama (Wünsche) und Karma (Handlung). Gayatri reinigt den Geist, verleiht die acht übernatürlichen Kräfte (Ashta-Siddhis) und macht mächtig und hochintelligent. Gayatri befreit und erlöst vom Rad der Wiedergeburt und des Todes. Die Wiederholung des Gayatri führt zur Vision Gayatris und schließlich zur Verwirklichung des nicht-dualistischen Absoluten (Advaita-Brahman), der Einheit des Bewußtseins, des Zustandes, in dem das Absolute als alldurchdringende Essenz in allem (Tanmayatva) erlebt wird. Der Aspirant, der anfangs Gayatri um Licht und Erleuchtung gebeten hat, singt dann in überschäumender Freude: "Ich bin jenes Licht der Lichter, das den Intellekt erleuchtet." Möge Gayatri,
die Segensreiche Mutter der Veden, uns das richtige Verständnis, einen
reinen Intellekt, rechtes Verhalten und Denken verleihen! Möge Sie uns
bei allen unseren Handlungen führen! Möge Sie uns vom Rad der Wiedergeburten
und des Todes erlösen! Ehre Gayatri, der Schöpferin des Universums! Die Herrlichkeit des Gayatris (Manu Smriti, 2. Kapitel)
Brahma wählte
aus den drei Veden die Buchstaben A, U und M und formte daraus die aus
drei Buchstaben bestehende Silbe AUM, zusammen mit der Erd-, Astral- und
Kausalebene (Bhu, Bhuvah, Svah). Chandogya Upanishad "Wahrlich, die gesamte Schöpfung ist Gayatri. Die Sprache ist Gayatri; durch die Sprache wird die gesamte Schöpfung erhalten. Das Gayatri besteht aus vier Füßen und besitzt sechs Merkmale. Alle Schöpfung ist ein Abbild der Herrlichkeit Gayatris. Brahman, das absolute Wesen von Gayatri, ist wahrlich der Raum, der den Menschen umgibt. Dieser Raum ist derselbe wie im Menschen" (Kapitel 3, Absatz 12). "Wahrlich, der Mensch
ist das Opfer. Die ersten 24 Jahre seines Lebens stellen das Morgenritual
dar, denn das Gayatri umfaßt 24 Silben und durch das Gayatri wird das
Morgenritual ausgeführt" (Kap. 3, Absatz 16). Das Brahma-Gayatri-Mantra hat 24 Silben. Daher besteht ein Gayatri-Purascharana aus der 2.400.000fachen Wiederholung des Gayatri-Mantras. Es gibt verschiedene Regeln für Purascharana. Wenn man das Mantra 3.000 Mal täglich wiederholt, sollte man diese Anzahl jeden Tag beibehalten, bis man die vollen 2.400.000 beendet hat. Reinige den Spiegel des Geistes und bereite den Boden für die Aussaat des spirituellen Samens! Die Bewohner von Maharashtra lieben das Gayatri-Purascharana. Es gibt in Poona und an anderen Orten Menschen, die es mehrmals ausgeübt haben. Der Gelehrte Madan Mohan Malaviya ist ein Anhänger des Gayatri-Purascharana. Sein erfolgreiches Leben und die Gründung einer großen Hindu-Universität in Benares sind auf sein Gayatri-Japa und die gütige Gnade der Gesegneten Mutter Gayatri zurückzuführen. Swami Vidyaranya, der bekannte Autor des berühmten Panchadasi, übte Gayatri-Purascharana aus. Während einer Vision der göttlichen Mutter gewährte sie ihm die Erfüllung einer Bitte. Swami Vidyaranya bat: "Oh Mutter! Es herrscht großer Hunger im Dekkan. Laß dort einen Goldregen niedergehen, um das grenzenlose Leid der Menschen zu lindern." Der Goldregen kam. Das ist die Kraft des Gayatri-Mantras. Nur Yoga-Bhrashtas
(Menschen, die in früheren Leben schon große Yogis waren, aber
die Selbstverwirklichung dort noch nicht erreicht haben) und Menschen reinen
Geistes kommen mit nur einem Purascharana zur Vision Gayatris.. Da heutzutage
die Köpfe der meisten Menschen voller Unreinheiten sind, braucht es
mehr als ein Purascharana, je nach dem Grad der geistigen Unreinheit. Je
unreiner der Geist, desto mehr Purascharanas sind nötig. Der berühmte
Swami Madhusudana Saraswati übte siebzehn Purascharanas des Krishna-Mantras
aus, ohne die Vision Krishnas zu erleben, weil er in seinen früheren
Leben siebzehn Brahmanen getötet hatte. Aber mitten in der achtzehnten
Purascharana hatte er die Vision Krishnas. Dasselbe gilt sinngemäß auch
für das Gayatri. 1. Nach dem Purascharana führe
man Havan (eine Opferzeremonie) aus und speise Brahmanen, Mönche
und Arme, um die Göttin günstig zu stimmen.
2. Wer Purascharana ausüben will, soll von Milch und Früchten leben. Das macht den Geist rein und bringt großen spirituellen Nutzen. 3. Es gibt keinerlei Beschränkungen irgendwelcher Art, wenn man ein Mantra mit selbstloser Hingabe wiederholt, um Befreiung zu erlangen. Beschränkungen (Vidhis) kommen nur auf, wenn man nach weltlichem Nutzen strebt und Japa mit selbstsüchtigen Motiven ausübt. 4. Wenn man Gayatri-Purascharana am Ufer des Ganges, unter einem heiligen Feigenbaum oder unter den Fünf Skorpionen (Panchavrikshas) ausübt, kommen die Mantra-Kräfte schnell. 5. Wenn man das Gayatri 4.000 Mal täglich wiederholt, kann man das Purascharana in einem Jahr, sieben Monaten und 25 Tagen beenden. Bei langsamer Wiederholung braucht man dazu mindestens zehn Stunden täglich. Dennoch sollte man täglich dieselbe Anzahl wiederholen. 6. Während des Purascharana muß man vollkommen enthaltsam leben. Dann kann man leicht die Vision Gayatris erlangen. 7. Vollständiges Schweigen während des Purascharana ist äußerst vorteilhaft. Wer das nicht einhalten kann, kann eine Woche pro Monat oder nur sonntags Mauna (Schweigen) beachten. 8. Wer Purascharana ausübt, sollte nicht aufstehen und sich nicht bewegen, bevor die festgesetzte Anzahl Wiederholungen beendet ist. 9. Zählen kann man mit der Mala, den Fingern oder der Uhr. Man zählt zunächst die genaue Anzahl von Wiederholungen in einer Stunde. Angenommen, man kann das Gayatri-Mantra 400 Mal pro Stunde wiederholen, dann erreicht man in 10 Stunden 10 x 400 = 4.000. Die Konzentration ist höher, wenn man nach der Uhr geht statt dauernd zu zählen.
Es
gibt drei Erscheinungsformen von Gayatri – für die Meditation am
Morgen, am Mittag und am Abend. Aber viele meditieren den ganzen Tag
nur über die fünfgesichtige Gayatri.
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